Gymnasium Oberursel

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Mathe-Leistungskurse  des Gymnasiums besuchten die ALTE LEIPZIGER Versicherung - Mathematik in professioneller Anwendung

 

Am Donnerstag, dem 23.11.2017, unternahmen die  beiden Mathematik-Leistungskurse der Q3 des Gymnasiums Oberursel eine Exkursion zur ALTE LEIPZIGER Versicherung. Die insgesamt 34 Schülerinnen und Schüler und ihre zwei Lehrkräfte, Timo Vogt und Christiane Wimar, wurden von einem freundlichen Team aus verschiedenen Abteilungen willkommen geheißen und mit dem Beruf des Versicherungsmathematikers bekannt gemacht. Bei der Exkursion ging es darum zu erfahren, wie die im Mathematikunterricht behandelten Themen in diesem Beruf umgesetzt werden.

 

Nach einer freundlichen Begrüßung durch Jörn Ehm, den Zentralbereichsleiter „Aktuariat und Versicherungstechnik“ zeigte Sigurd Löwe den Jugendlichen sehr anschaulich das Prinzip einer Lebensversicherung am vereinfachten Beispiel eines antiken Tuchhändlers. Ausgehend von der Frage „Wie kann man sich finanziell absichern, wenn auf der langen Seereise etwas passiert und die teure Fracht verloren geht?“, wurde nach und nach detailliert herausgearbeitet, welche Faktoren zu bedenken sind, um einen Preis für die Versicherung des Tuchhändlers zu berechnen. Dieser sehr anschauliche Vortrag ging direkt in eine Fragerunde über, bei der nicht nur die Funktionsweise einer Versicherung, sondern auch damit verbundene ethische Fragestellungen thematisiert wurden.

 

Susanne Knapp, Bereichsleiterin der Personalentwicklung und Aus- und Weiterbildung, stellte den Schülerinnen und Schülern danach das hauseigene duale Studium vor. Was dies in der Praxis konkret bedeutet, erklärte anschließend Sören Geil, ein Wirtschaftsmathematikstudent, der gerade an seiner Masterarbeit schrieb und nach dem Studium in der Alte Leipziger Versicherung arbeiten wird.

 

Nach einer kurzen Pause für persönliche Gespräche zeigten Jörn Ehm und sein Mitarbeiter Sören Geil noch eine klassische Anwendung der Mathematik. Mithilfe eines Computerprogrammes wurden Datensätze mit verschiedenen stochastischen Methoden ausgewertet, die die Leistungskursschüler zum Teil bereits aus dem Mathematikunterricht kannten. Dabei zeigte sich jedoch schnell, dass die professionelle Anwendung noch viel tiefer greift und deutlich komplizierter ist. Ziel der Untersuchung war die Abschätzung, wie sich in den vergangen Jahren die Stornoquote einer Versicherung verändert hatte. Dies dient der Prognose der weiteren Entwicklung, was bei Versicherungen besonders wichtig ist, da diese über lange Zeiträume laufen und viele Faktoren für die entstehenden Kosten eine Rolle spielen. Hier schloss sich der Kreis zu dem fiktiven Tuchhändler. 

 

Insgesamt waren sich Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte am Ende einig, dass die Exkursion in die Berufswelt sehr lohnenswert war und dass das Team der Alte Leipziger Versicherung ein interessantes Programm geboten hatte, in dessen Genuss auch spätere Jahrgänge kommen sollten. (Adrian Hosak)

 

J. Niesel-Heinrichs (Pressesprecherin)                                                                        V. Räuber (Schulleiter)