Gymnasium Oberursel

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Schulgebäude

Der Erweiterungsbau der Schule ist am Samstag, den 3.11.2012, feierlich eingeweiht worden. Einen aktuellen Plan des gesamten Gebäudes finden Sie hier.






Kurzfristig wurden wir zu einer ganz besonderen Preisverleihung geladen. Der Bund Deutscher Architekten lobt regelmäßig unterschiedliche Preise für bedeutende Architekturbauten aus. Alle fünf Jahre wird in diesem Zusammenhang die „Johann- Wilhelm-Lehr-Plakette“ verliehen. Damit wird „Ausgezeichnete Architektur in Hessen“ prämiert. In diesem Jahr sind insgesamt 45 Arbeiten eingereicht worden. Durch eine Fachjury wurden anschließend zehn herausragende Bauten ausgezeichnet. Sehr kurzfristig wurde uns nun mitgeteilt, dass auch der neue Schulbau des Gymnasiums Oberursel diesen Preis erhält. Am Dienstag, 26.03.2013, 19.00 Uhr, wurde der Preis zunächst in Form einer Urkunde den Architekten des Büros „V-architekten“ im Beisein des Wiesbadener Oberbürgermeisters im Wiesbadener Rathaus übergeben. Eine Plakette wird später am Schulhaus unter Beisein des Landrats angebracht.

Architektenpreis

Dieser Artikel ist in db deutsche Bauzeitung , Ausgabe 12/2013 (www.db-bauzeitung.de) im Themenschwerpunkt "Redaktionslieblinge" erschienen. Die sechs Redakteure - allesamt vom Fach der Architekten und Bauingenieure - haben sich zum Jahresende einen ganz besonderen Wunsch erfüllt: jeder durfte sein liebstes Gebäude aussuchen und darüber in vier Doppelseiten im Hochglanzformat mit schönen Fotos berichten. Natürlich sind wir stolz darauf, dass wir ausgewählt wurden - neben Gebäuden wie "Temporäres Restaurant in London (GB)", "Kunstmuseum in Ahrenshoop an der Ostsee", "Schulhort in Zürich (CH)" oder "Vorarlberg Museum in Bregenz (A)". 

Doch schauen Sie selbst, was der sympathische Achim Geissinger an unserer Schule gefunden hat, indem Sie hier klicken.

Die geplante Erweiterung des Gymnasiums wird um einen neuen, wohlproportionierten und geschützten Schulhof als neue Mitte des Gymnasiums errichtet.

Von hier aus sind alle Eingänge zu den Klassenhäusern, dem Foyer der Aula, der Sporthalle und den Fachklassen zu erreichen. Der Zugang zum neuen Schulhof erfolgt von der Berliner Straße und der Zeppelinstrasse auf Höhe der Goethestrasse. Die vorhandenen Eingänge in die Bestandsgebäude werden beibehalten und ergänzt. Von der Berliner Strasse aus wird ein neuer Zugang mit oberirdischen Parkplätzen zur Verwaltung geplant. Ca. 500 Fahrradstellplätze in Bügelaufstellung werden dezentral entlang der jeweiligen Zugänge angelegt. Von Süden aus erfolgt über einen Anlieferungshof die Einfahrt in die Tiefgarage.

Im 1. Obergeschoss, dem Piano Nobile der Schule, verbindet ein zum Schulhof orientierter, umlaufender verglaster Weg alle Teile der alten und neuen Gebäude. Von hier aus haben die Lehrer/innen und Schüler/innen immer einen Sichtbezug zum neuen Schulhof und können sich dadurch leicht in der Schule orientieren.

Ein dreigeschossiger Gebäuderiegel mit den naturwissenschaftlichen Fachklassen schirmt den Schulhof zur Berliner Strasse hin ab.

Entlang der Zeppelinstrasse reagiert das Projekt auf die angrenzende kleinteilige Wohnbebauung mit gegliederten, dreigeschossigen Klassenhäusern als so genannte „Schulvillen“, die um schöne Grünhöfe gruppiert, in ausreichendem Abstand zur Strasse zum konzentrierten Lernen einladen. Die Gartenhöfe werden individuell gestaltet und lassen einen Unterricht im Freien zu.

Die Aula mit eigener Bühne bildet als neuer kultureller Mittelpunkt den südlichen Abschluss des Gymnasiums. Sie wird im normalen Schulbetrieb als Mensa genutzt und öffnet sich mit verglasten Türen zum Schulhof. Auf dem Dach der Mensa / Aula wird eine zusätzliche Pausenfläche eingerichtet, die vom Ganztagsbereich aus zugänglich ist.

Das Dach der unterirdischen Sporthalle wird für die Schulhofnutzungen aktiviert. Begehbare Oberlichter aus mattierten und rutschfesten Gläsern lenken Tageslicht in die Halle. Umgekehrt sorgt die Beleuchtung der Halle in den Abendstunden über die Oberlichter für eine stimmungsvolle Belichtung des Schulhofes. Die Architektursprache und Fassadengestaltung beruhigen mit einer klaren und homogenen Gestaltung das heterogene Umfeld. Hierzu bedienen wir uns einer zurückhaltenden Formung der Architektur, die durch angemessene Proportionen eine nachhaltige Nutzung der Schule ermöglicht. Eloxierte Aluminiumpaneele, großzügige Verglasungen und helle Sichtbetontafeln erzeugen im Zusammenklang mit hellen Holzoberflächen im Innenausbau eine freundliche und zeitlose Gestaltung. Als Kontrast zur grundsätzlich ruhigen Gesamterscheinung werden einzelne in sich abgeschlossene Bereiche wie z.B. die Sanitärräume vollflächig monochrom in Farbe getaucht (Prinzip „versteckte Farbe“).

Das haustechnische Konzept sieht eine 30 prozentige Unterschreitung der Grenzwerte der Energieeinsparverordnung vor. Damit wird das neue Gebäude einen mit dem Passivhausstandard vergleichbaren minimierten Energieverbrauch aufweisen.

Über eine kontrollierte Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnungsanlagen werden die Aufenthaltsräume einerseits optimal mit Frischluft versorgt, andererseits werden die Lüftungswärmeverluste minimiert. Die Betondecken werden mit wasserführenden Leitungen zur Bauteiltemperierung versehen und können so als Heiz- und Kühlflächen herangezogen werden. Die hierfür erforderlichen geringen Temperaturdifferenzen können aus regenerativen Energiequellen (Geothermie, Erdkollektor) gespeist werden.

Die mit einer hochwertigen Gefälledämmung versehenen Flachdächer werden extensiv begrünt, gleichen die versiegelten Flächen aus und verbessern so das Mikroklima. Überschüssiges Regenwasser wird gesammelt und in das Brauchwassersystem zur Toilettenspülung und zur Außenanlagenbewässerung eingeleitet.

Nachfolgend finden Sie eine Präsentation zu unserem Neubau.

PDF-klein Schule der Zukunft
Im Rahmen von Veranstaltungen in der Aula öffnet die Tiefgarage eine Stunde vor Beginn der Veranstaltung und schließt eine halbe Stunde nach Veranstaltungsende.
 
Bitte beachten Sie die reservierten Parkplätze.