Gymnasium Oberursel

Logo
 

Unterstützungs- und Beratungsangebote am GO

—Die Schulseelsorge ist Ansprechpartner für Schüler/innen, Eltern und Lehrkräfte in Notlagen sowie Konflikt- und Krisensituationen.

Schulseelsorge - "Another World" in A 281

Another World

Der Schulseelsorge wurde der Raum A 281 zur Verfügung gestellt, dessen Einrichtung die Evangelische Kirche finanziert hat. Diesem Raum haben die Schüler/innen den Namen „Another World“ gegeben. Hier können Schüler/innen sich Rat holen, Tee trinken, „klönen“, sich in kleinen Gruppen treffen, meditieren, Musik hören, Literatur zu den Themen Essstörungen, Konflikte in der Gruppe, Drogenprobleme, Gewalt, Mädchen und Jungen ... ausleihen, eine Kerze anzünden und in „ein Tagebuch für alle“ schreiben.
Die Schulseelsorge am Gymnasium Oberursel hat sich aus der Projektarbeit entwickelt und ist seit August 1999 ein zwischen Kirchen- und Schulamt vertraglich geregelter Bestandteil des Betreuungs- und Beratungsangebots der Schule.
Probleme und Fragen der Lebensplanung und –bewältigung, Identitätssuche, Konflikte und Zukunftsängste einerseits und wachsende Anforderungen an Schule andererseits, haben zunehmend Auswirkungen auf Schulalltag und Unterricht. Schulseelsorge greift diese Fragen auf und ist ein Angebot an alle Schüler/innen, Eltern, und Kolleg/innen. Mit ihren Angeboten unterstützt sie die Arbeit des Kollegiums, indem religiöse, sozialpädagogische und seelsorgerliche Kompetenzen eingebracht werden.
Kontakt zu Pfarrer Roland Gehlen:
Telefon: 069/580 349 62
E-Mail: schulseelsorgego@t-online.de

Die Schulseelsorge am Gymnasium Oberursel umfasst mehrere Aufgabenfelder:

1. Gesprächsangebote in der Beratungs- und Betreuungsarbeit

Die Schulseelsorge bietet den Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen an, sie bei schwierigen, existenziellen Fragen zu beraten, wenn nötig auch längere Zeit zu begleiten und ihnen zu helfen. Gerade in schwierigen Lebenssituationen, in Konflikt-, Krisensituationen und übergangsphasen brechen Fragen nach Sinn und Sinnlosigkeit, nach Schuld, nach der eigenen Identität, nach "dem, was mich trägt" oder nach dem richtigen Lebensweg auf.
Die Gespräche unterliegen der absoluten Schweigepflicht.

2. Mitarbeit bei der Gestaltung von Schule als Lebensraum

Schule ist nicht nur ein Ort der Wissensvermittlung, sondern auch ein Lebensraum. Hier werden Erfahrungen mit Mitschüler/innen und Lehrer/innen gemacht und Erfolg, Scheitern, Glück und Trauer erlebt.
Die Schulseelsorge bietet an, diese Erfahrungen in folgenden Projekten aufzunehmen:

A. "Gewalt, ich kann ja doch was tun"

Schülerinnen und Schüler setzen sich in Filmbeispielen, Rollenspielen, und bei Besuchen, z. B. beim Täter-Opfer-Ausgleich in Frankfurt, mit Formen der Gewalt und alternativen Verhaltensweisen auseinander.

B. Pilotprojekt "Soziale Wahrnehmung" in einer 5. Klasse

Übungen, Rollenspiele und Gruppengespräche zur Ichstärkung, zur sozialen Wahrnehmung und zur Entwicklung eines Klassengemeinschaftsgefühls sind Inhalte dieses mit den Eltern abgesprochenen Projekts.

C. Reflexionstage Oberstufe "Zeiträume – Zeit schafft Räume"

Während der Reflexionstage soll erlebt und erfahren werden, wie wir Zeiträume bewusst wahrnehmen und eigenverantwortlich gestalten können, aber auch wie wir eingebunden sind in den "Lauf der Zeit". Messbare Zeit legt Termine fest, während wir die Qualität unserer individuellen Zeit selbst bestimmen können. Zeit können wir verlieren, vertun, überschreiten, auskosten und verschenken.

D. Projekttag mit Abiturienten /innen - "Lebensträume, Lebensziele"

Dieser Tag in den angenehmen Räumen einer Oberurseler Kirchengemeinde will Orientierungshilfen zur Zukunftsplanung und -gestaltung und Ermutigung in übergangsphasen und Prüfungssituationen geben.

E. Gottesdienste der Schüler/innen

Zur Schuleinführung, zum Advent und zur Schulentlassung, Begleitung einer Gruppe von Abiturienten/innen

F. Tea-Time - Betreuung durch drei Kollegen/innen im Religionsraum

Tea-Time bietet Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit Tee zu trinken, sich aufzuwärmen, miteinander zu reden, zu entspannen oder sich Rat zu holen.

3. Inner- und außerschulische Vernetzungsarbeit

Innerschulisch steht die Zusammenarbeit mit der SV, der/m Vertrauenslehrer/in, dem Drogenberater und den Klassenlehrer/-innen im Vordergrund. Außerschulisch sind die Kontakte zur städtischen und kirchlichen Jugendarbeit und zu Beratungseinrichtungen vor allem des Hochtaunuskreises sehr wichtig.

4. No Blame Approach bei Mobbing

Die Schulseelsorge arbeitet seit einigen Jahren mit dem No Blame Approach, weil er dem christlichen Menschenbild am meisten entspricht. Er ist ein lösungsorientierter Ansatz mit dem Ziel Mobbing nachhaltig zu stoppen. Er verzichtet auf Schuldzuweisungen und Bestrafungen und vertraut auf die Ressourcen und Fähigkeiten von Jugendlichen. In einer Unterstützungsgruppe sitzen Verbündete des Opfers und des Täters zusammen und machen Vorschläge, wie es der Mitschülerin, dem Mitschüler besser gehen kann.

Roland Gehlen, Pfarrer und Schulseelsorger am Gymnasium Oberursel

—Der Bereich Sucht- und Gewaltprävention umfasst folgende Tätigkeitsfelder und Angebote am GO:

1. Prävention

Folgende Präventionsveranstaltungen werden regelmäßig für alle Schüler der entsprechenden Jahrgangsstufe durchgeführt:

- RequiSit für Klassen 8 ( Improvisationstheater mit anschließendem Gesprächsangebot zum Thema Sucht und Drogenkonsum )

- Drogen- und Alkoholprävention ( DAP ) für alle Schüler der Eingangsstufe ( an verschiedenen Stationen werden die Auswirkungen von Alkoholkonsum auf Körper und Psyche und insbesondere auf die Fahrtüchtigkeit 'erlebbar' gemacht ) .

- 'Rauchfrei'  ein Projekt der Deutschen Herzstiftung zu den Folgen des Nikotinkonsums für alle Schüler der Klassen 6.

2. Beratung und Intervention

2.1. Beratung für Kollegen, Eltern und Schüler in Konfliktfällen ( problematisches und / oder selbstschädigendes Verhalten )

2.2. Auf Wunsch Durchführung von Elternabenden zu folgenden Themen: Alkohol- und Cannabiskonsum, Essstörungen, exzessive Mediennutzung, selbstverletzendes Verhalten u ä.

2.3. Durchführung von Informationsveranstaltungen für einzelne Klassen auf Wunsch von Schülern, Kollegen oder Eltern ( z.B. Cannabis oder Essstörungen ).

2.4. Vermittlung von Kontaktadressen, professionellen Ansprechpartnern etc.

—Von eigens ausgebildeten Schüler/innen der Jahrgangsstufen 7 und 8 angebotene Streitschlichtung bei Konflikten unter Schüler/innen.
 
Frau Dahmer und Herr Gehlen bereiten die Schüler/innen auf ihre zukünftige Arbeit als Schülermediator/innen ein Jahr lang vor und begleiten sie ein weiteres Jahr intensiv in ihrer Streitschlichtungspraxis. Die Inhalte der Ausbildung von Streitschlichtern wurden aus dem Konzept der konstruktiven Konfliktbearbeitung entwickelt.
Dabei lernen die Schüler/innen, was ein Konflikt ist und wie sie Streitparteien unterstützen können eine eigene Lösung zu finden. In zahlreichen Rollenspielen erfahren sie sich in der Rolle eines/r Streitschlichters/in und eines Streitenden. Sie setzen sich dabei mit der Dynamik in Konfliktsituationen auseinander: Sie üben aktives Zuhören, konstruktives Kommunikationsverhalten, nichtverletzende Ärgermitteilung und unparteiische Gesprächsführung als zentrale Elemente im Mediationsgespräch.

 

 

Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 werden ausgebildet und unterstützt, damit sie folgende Aufgaben in den Klassen 5 erfüllen können:
• Begleitung der Klassen 5 und 6k bis Ende des Schuljahres
• Orientierungshilfe für die neuen Schüler/innen an der Schule (neue Umgebung, Personen und Einrichtungen, Anlaufstellen, Ämter)
• Mithilfe beim Aufbau der Klassengemeinschaft und bei der Verbesserung des Klassenklimas
• Spielnachmittage und Pausenspiele
• Teilnahme an Ausflügen oder anderen Klassenaktionen
• Sie fördern die Selbstständigkeit der Klasse im Sinne von Selbsthilfe und stehen als Ansprechpartner/innen in Konfliktsituationen zur Verfügung.
• Vermittler zwischen Schüler/innen und Lehrer/innen - aber nur in Absprache mit dem Klassenlehrer/der Klassenlehrerin
• Unterstützung der Schülervertretung
• Freiwillige Helfer der Lehrer/innen

—Unterstützung der Schülervertretung und Ansprechpartner/in für Schüler/innen bei Konflikten mit Lehrkräften.

In den 5. und 7. Klassen wird ein Mal in der Woche regelmäßig mit dem vom Hessischen Kultusministeriums unterstützten Programm für Lebenskompetenzen "Lions Quest - Erwachsen werden" gearbeitet.


Die LQ-Stunden arbeiten auf ganz unterschiedliche pädagogische Weise an Ich-Stärkung und Verbesserung von Sozialkompetenzen. Nach etlichen Evaluationen in den letzten Jahren haben wir wiederholt festgestellt, dass die Mehrheit der Schülerinnen und Schüler selbst betont, wie dadurch ihre Klassengemeinschaft, ihre Freundschaften und ihr Selbstwertgefühl stärker werden. In der Arbeitswelt heute sind Teamfähigkeit und Selbstverantwortlichkeit Voraussetzungen für erfolgreiche Leistung. Mit unserem Augenmerk darauf ist LQ-Unterricht neben den fachlichen Inhalten ein selbstverständlicher Bestandteil des Lernens und Erfahrens in den ersten beiden Schuljahren.