Gymnasium Oberursel

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Gymnasium Oberursel mit einem Preis bei der Ausstellung „stadt_haus_mensch“  in der Bad Homburger Galerie Artlantis ausgezeichnet – Vernissage mit Kunstwerken aus 13 Schulen des Hochtaunuskreises  (Fotos)

Beim Eröffnungsfest zum Kunstwettbewerb „stadt_haus_mensch“ der Schulen des Hochtaunuskreises wurden am Freitag, dem 12. Februar 2016, die diesjährigen Preisträger bekannt gegeben. Eine Fachjury hatte zuvor anonym die besten Arbeiten ausgewählt und vergab bei der Vernissage drei Erste und drei Zweite Preise. Unter den sechs Preisträgern befindet sich auch wieder eine Arbeit von Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Oberursel. Die Klasse 6g mit der Projektarbeit „Planet der Zukunft“ unter der Leitung von Michaela Hagen wurde mit einem Zweiten Preis geehrt. Das GO  war neben dem Siegerteam auch mit dem Grundkurs Kunst Q3 von Stefanie Habermehl ins Rennen gegangen.

Die vielseitige Ausstellung umfasst neben zahlreichen (Traum-)Häusern aus Architekturpappe, Holz, Schuhen, Recycling-, Werk- und Bastelmaterialien auch Collagen, (Film-) Installationen, Werkstücke aus Keramik und Gemälde. Diese Vielfältigkeit machte eine vergleichende Bewertung für die Jury sehr schwer. Diese bestand aus Pina Colino, Künstlerin und Mitglied im Beirat des Kulturvereins Artlantis, Dr. Ingrid Ehrhardt, Kuratorin und Leiterin der Kunstschule Kronberg und Dr. Dr. Arne Winkelmann vom Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt. Um eine gerechte Beurteilung vornehmen zu können, hatte sich die Jury auf die Kriterien „Was haben die Schüler/innen in Bezug auf Architektur gelernt?“ und „Wie ästhetisch ist das Werk?“ geeinigt.

In seiner kurzen Begrüßung wies Hans-Helmut Rupp vom gastgebenden Kulturverein Artlantis darauf hin, dass der Verein seit nunmehr 20 Jahren bestehe und es bereits die 19. Ausstellung der Schulen des Hochtaunuskreises sei, die in den Räumlichkeiten des Vereins stattfinde. Rupp übergab dann das Wort an die Sozialdezernentin des Hochtaunuskreises, Katrin Hechler, die in Vertretung des erkrankten Landrats Ulrich Krebs die Preisverleihung vornahm. Die Begründungen der Jury wurden von Dr. Dr. Arne Winkelmann vorgetragen. Obwohl laut Katrin Hechler eigentlich alle ausgestellten Kunstwerke einen Preis verdient hätten, was aber leider nicht möglich sei, wurden insgesamt drei Zweite und drei Erste Preise verliehen. Dabei handelt es sich um drei Erste Preise im Wert von jeweils 500,- Euro für kunstpädagogische Maßnahmen und drei Zweite Preise für den Kauf von Künstlermaterialien im Wert von 250 Euro. Hinzu komme, betonte Hechler, in diesem Jahr ein Förderprogramm des Hochtaunuskreises in Höhe von 1000 Euro, das allen ausstellenden Schulen zu Gute komme und die Teilnahme an architekturpädagogischen Projekten und Aktionen fördern solle.

Die Ersten Preise gingen in diesem Jahr an die Humboldtschule Bad Homburg für die Filminstallation „Megastädte und Slums“, an die Altkönigschule Kronberg für die Keramikarbeiten „Versunkene Städte und Schätze“ und an das Taunusgymnasium Königstein für Architekturmodelle unter dem Motto „Individualität auf kleinstem Raum“. Die Zweiten Preise erhielten die Fachoberschule für Gestaltung der Hochtaunusschule Oberursel mit vielfältigen Arbeit zum Thema „Zukunft“, die Gesamtschule am Gluckenstein Bad Homburg für ihre Bilderserie „Verkauft“  und eben das Gymnasium Oberursel für die Projektarbeit „Planet der Zukunft“.

Die Klasse 6g des Gymnasiums Oberursel zeigt Buntstiftzeichnungen zukünftigen Lebens auf imaginären Planeten und daraus hervorgegangene visionäre Turmmodelle. Pappschachteln wurden zu ansehnlichen Höhen gestapelt und mit Farben, Pappe und diversen Materialien zu unverwechselbaren Unikaten. Bei genauerer Betrachtung zeigen sich originelle Details, z.B. „Luftreiniger“ aus Teebeuteln und „Drohnen“ aus Kaffeekapseln. In seiner Begründung wies Dr. Dr. Arne Winkelmann darauf hin, dass man dem Werk die Begeisterung ansehe, mit der die Kinder ihre futuristischen Gebäude hätten in den Himmel „wuchern“ lassen. Aber auch die Künstlerhäuser-Modelle des Grundkurses Q3 von Stephanie Habermehl fanden viel Beachtung. Die Schülerinnen und Schüler hatten Haus und Atelier für Künstler ihrer Wahl entwickelt. Mit dabei waren z.B. der deutsche Künstler Norbert Huwer und die japanische Künstlerin Kazuko Miyamoto. 

Die musikalische Untermalung des Abends erfolgte durch die Band „Colours Unplugged“ der Musikschule Friedrichsdorf. In ihrem Schlusswort dankte Katrin Hechler den Sponsoren, ohne die eine Preisvergabe nicht möglich gewesen sei: der Johann-Isaak-von-Gerning-Stiftung (Stiftung für Kunst und Kultur im Hochtaunuskreis) als Hauptsponsor, der Altana Kulturstiftung, der Firma Boesner (Großhandel für Künstlerbedarf) und dem Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt. Ferner dankte sie den Lehrerinnen und Lehrern und Schülerinnen und Schülern für das Engagement und die großartigen Kunstwerke. Jeder, der sein Werk heute hier ausstelle, dürfe stolz darauf sein.

Die sehenswerte Ausstellung kann noch bis zum 28. Februar freitags von 15-18 Uhr und an den Wochenenden von 11-18 Uhr besucht werden. (jun)

 

gez. J. Niesel-Heinrichs  (Pressesprecherin)                                                         V. Räuber (Schulleiter)