Gymnasium Oberursel

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Siebtklässler sammelten wieder für Nepalmed 

„Insgesamt haben wir bereits mehr als 1000 Euro eingenommen“, freuten sich Anton, Florian, Yannick, Paul und Sascha, Schüler der Klasse 7H des Gymnasiums Oberursel, als sie beim letzten Oberurseler Flohmarkt zwischendurch Kassensturz machten. Viermal haben die die Siebtklässler nämlich schon ihren Marktstand aufgebaut und dabei jeweils Einnahmen zwischen 200 und 300 Euro erzielt.

„Nepalmed“ heißt das Projekt, das die Klasse zusammen mit ihrer Klassenlehrerin Ursula Bolender unterstützt. Die Hilfsorganisation wurde im Jahre 2000 von dem in Grimma/Sachsen praktizierenden Arzt Arne Drews und seiner Frau Silke gegründet, nachdem das Ehepaar auf einer Rucksacktour die katastrophale medizinische Versorgung in den Bergdörfern um Kathmandu/Nepal erlebt hatte.

„Für mich hat sich die Frage gestellt, was wir aus unserem Reichtum an Wissen, materiell technischen Möglichkeiten und Finanzen sinnvoll anbieten und vermitteln können. Wie gestaltet man eine kontinuierlich wachsende Zusammenarbeit mit Partnern, die 7000 km entfernt leben?“ fragte sich Arne Drews.

Und so entstand „Nepalmed e.V.“ und blickt inzwischen auf 16 Jahre erfolgreicher Kooperation von ehrenamtlichen Mitarbeitern aus Deutschland mit nepalesischen Partnern zurück. Im Zentrum stand zunächst die Unterstützung des „Kathmandu Model Hospital“ und seit 2003 auch die Unterstützung für das „Ammpipal Community Hospital“ in der Bergregion Gorkha. Nach dem großen Erdbeben im letzten Jahr rückten Nepal und besonders die abgelegenen Bergregionen verstärkt in die öffentliche Aufmerksamkeit, und große Spendenaktionen wurden gestartet.

„Da die Verteilung solcher Spendengelder nicht immer problemlos und zügig gelingt, Betroffene oft lange auf konkrete Hilfen warten müssen, ist es ein Geschenk, solche Menschen wie die Drews privat zu kennen“, freut sich Ursula Bolender. Bei einem Besuch in Grimma im August diesen Jahres konnte die Klassenlehrerin wieder von den Aktivitäten ihrer Klasse berichten und erfuhr, dass die Flohmarkteinnahmen direkt in den Aufbau des dringend erforderlich gewordenen Schwesternwohnheims, das zu Ammpipal gehört, fließen.

Für einige der Schülerinnen und Schüler, die mit dieser Aktion bereits in Klasse 5 begonnen haben, könnte es in ein paar Jahren auch von Interesse sein, dass Nepalmed regelmäßig Praktikumsplätze für Studenten in medizinischen Bereichen vermittelt.

Da die Siebtklässler immer wieder Aussortiertes mitbringen und auch weiter mit Freude bei der Flohmarktaktion dabei sind, wird es wohl auch im Frühjahr wieder einen „Flohmarkt für Nepalmed“ in Oberursel geben. Durch die Rückmeldungen von Nepalmed stets auf dem Laufenden, informieren die Schüler die Kunden am Flohmarktstand auch gerne über „ihr“ Projekt. (bol)

 

 

J. Niesel-Heinrichs (Pressesprecherin)                                                  Volker Räuber (Schulleiter)