Gymnasium Oberursel

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Hohe Anmeldungszahlen zeigen Kapazitätsgrenzen des Gymnasiums auf - 9 neue 5. Klassen im Schuljahr 2016/17 als „letztmalige Ausnahmeregelung“

 

Schon im April hatte die Schulleitung des Gymnasiums Oberursel auf dramatisch gestiegene Anmeldezahlen für das neue 5. Schuljahr hingewiesen. Seitdem standen Schulleitung und schulischen Gremien vor der schwierigen Aufgabe, eine Balance zwischen den berechtigten Interessen der Kinder, die bereits das GO besuchen, und den Belangen der großen Zahl neuer Interessenten zu finden. Viele Gespräche wurden mit Schulamt, anderen Schulen, dem Schulträger und der Stadt Oberursel geführt. Nun hat sich die Schulleitung „letztmalig“ für eine Erhöhung der Zahl der 5. Klassen entschieden: Als einmalige Maßnahme sollen 9 neue Klassen gebildet werden.

Damit ist die räumliche und pädagogische Situation am Gymnasium Oberursel ab dem kommenden Schuljahr als „enorm angespannt“ anzusehen. Wie Schulleiter Volker Räuber und seine Stellvertreterin Christiane Schichtel betonen, ist die Schule „grundsätzlich dauerhaft auf 6,5-Zügigkeit ausgelegt“. Nur mit 6, maximal 7 Zügen sei ein pädagogisch vertretbares Arbeiten möglich.  Nur um der Verantwortung gegenüber den Grundschuleltern und der Stadt Oberursel nachzukommen, habe die Schule für das kommende Schuljahr erneut und „letztmalig“ in eine solche Ausnahmeregelung eingewilligt und werde über die eigene Kapazitätsgrenze hinaus neun parallele Klassen 5 bilden. Trotzdem wurden auch Absagen erteilt, konnten nicht alle Aufnahmewünsche erfüllt werden, berichtet die Schulleitung. Mit dieser Maßnahme seien aber nun sämtliche Möglichkeiten und Handlungsspielräume der Schule ausgeschöpft.

 

Für die immer weiter steigende Zahl der Anmeldungen aus Oberursel seien unterschiedliche Faktoren verantwortlich. Dazu zählten die in Oberursel wachsende Bevölkerung, eine höhere Übergangsquote von den Grundschulen an die Schulform „Gymnasium“, veränderte Ströme zu den weiterführenden öffentlichen Schulen sowie eine  offensichtlich wachsende Beliebtheit des Oberurseler Gymnasiums, die dieses nun an seine Kapazitätsgrenze bringe.

 

Eine langfristig tragfähige Lösung kann laut Schulleiter Volker Räuber nur gemeinsam mit dem Schulträger, der Stadt und den staatlichen Behörden gefunden werden. Zusätzliche Raumkapazitäten in unmittelbarer Nähe des GO seien wegen der hohen Anmeldezahlen zwingend. Für das Gymnasium Oberursel in seiner jetzigen Gestalt sei zukünftig jedoch eine Kapazitätsbegrenzung auf 6 Parallelklassen sicherzustellen. Die Schule setze auf die bekannt gute Zusammenarbeit aller Beteiligten bei der Erarbeitung eines zukunftsfähigen Konzepts.

 

  

Jutta Niesel-Heinrichs (Pressesprecherin)                                            Volker Räuber (Schulleiter)