Gymnasium Oberursel

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Ein vielfältig engagierter Jahrgang feierlich vom Gymnasium verabschiedet –   171 Abiturientinnen und Abiturienten verlassen das GO

 

Am Freitag, dem 23. Juni 2017, fand in der Aula des Gymnasiums Oberursel die akademische Feier zur Verabschiedung des diesjährigen Abiturjahrgangs statt. Unter stehenden Ovationen der Eltern, Verwandten, der Schulleitung  und Lehrkräfte zogen 171 Schülerinnen und Schüler feierlich in die Aula ein. Sie wurden in verschiedenen Etappen verabschiedet und geehrt. Die über vierstündige Veranstaltung wurde von Englisch- und Französischlehrer Oliver Jäger charmant moderiert.

 

Den Anfang machte Schulleiter Volker Räuber, der in seiner Rede von den veränderten gesellschaftlichen Verhältnissen einen Bogen zu den Abiturientinnen und Abiturienten schlug und diese aufforderte, die in der Schule erworbenen Fähigkeiten, z. B. die sachliche Analyse und das Verstehen komplexer Zusammenhänge, mit Kreativität, Zivilcourage und Mut zur Veränderung in den Dienst eben dieser Gesellschaft zu stellen. Außerdem dankte er den Eltern, den Tutoren, Oberstufenleiterin Gisela Tenter, Andreas Schach und der Oberstufensekretärin Gabriele Eckinger für die jahrelange Unterstützung und Ausbildung der jungen Leute.

 

In ihrem Rückblick auf den Abiturjahrgang  lieferte Oberstufenleiterin Gisela Tenter im Anschluss die Eckdaten zu dem großen Jahrgang. So seien 534 Abiturklausuren zu korrigieren gewesen und 360 mündliche Prüfungen durchgeführt worden. 22 Mal habe es im schriftlichen und 15 Mal im mündlichen Abitur die Traumnote 15 Punkte gegeben. Insgesamt sei ein Notendurchschnitt von 2,23 erzielt worden. Tenter wünschte den Schulabgängern, dass sie das in der Schulzeit erworbene Selbstbewusstsein für das Meistern der Zukunft nutzen und das GO in positiver Erinnerung behalten.

 

Fachbezogen und humorig wurde es bei den kurzen Abiturreden der zehn Tutorinnen und Tutoren. So verabschiedete sich Angelika Beitlich in mathematischen Formeln und Begriffen von ihrem Kurs, Carsten Bär beschrieb die letzten drei Schuljahre mit seinem Kurs mit physikalischen Begriffen und Heike Kolletzki forderte mit Josef von Eichendorff ihre ehemaligen Schülerinnen und Schüler dazu auf, das „Zauberwort“ zu finden, um die Welt friedlicher, gerechter und bunter zu machen. Viel Applaus und Gelächter erntete auch Jutta Niesel-Heinrichs, die sich mit einem Rückblick auf die Krisen der Welt und „Sieben Regeln, um die Welt besser zu bestehen“ von ihrem PoWi-Kurs verabschiedete. Englisch-Tutorin Anne Wokun wählte eine „Zugfahrt“ als Metapher für Schulzeit und Zukunft ihrer ehemaligen Schützlinge. Marc Ziethen eröffnete seine Abschiedsworte mit den Anfangstönen eines Cello-Stücks, das zwei der Schüler seines Musik-LKs als Schulaufgabe komponiert hatten. Rolf Beyer beschrieb den „Reaktionsverlauf“ in seinem als „Gemisch“ bezeichneten Kurs und schloss mit den Worten: „Chemie ist nicht alles, aber alles ist Chemie!“. Marcel Ehmisch wünschte seinen Biologie-Tutanden Erfolg bei der Wahl ihrer „eigenen ökologischen Nische“. Bastian Maas verglich die Position der Abiturienten mit einem Sprung vom Sprungbrett, dem in Kürze das Eintauchen in das kalte Wasser folgen werde. Tim Mörler griff zuerst zu den Worten der alten Römer, bevor er sich dann doch lieber auf die eigene Art von seinem Geschichtskurs verabschiedete.

 

Für die Elternschaft sprach Dagmar Müller-Funk aus Elternsicht über die „Sieger“ und „Wunderkinder“ des diesjährigen Abiturjahrgangs. Beim Abitur erhielten die Abiturientinnen und Abiturienten zu Recht ein „Reifezeugnis“, erläuterte sie, denn diese seien in den letzten Jahren nicht nur in schulischer Hinsicht, sondern auch durch private Erfahrungen und manche Rückschläge gereift.

 

Aylin Karayel und Jakob Schorr sprachen für den Abiturjahrgang. In einem humorvollen Dialog schlugen sie einen Bogen von ihrer Aufnahmefeier am GO in der Rotunde durch den damaligen Schulleiter Wolfgang Köhler zu ihrer Verabschiedung in der neuen Aula nach 1520 Tagen Schule am GO. Sie seien ein großer, internationaler, vielfältig begabter und engagierter Jahrgang, der auch sehr gerne feiere. Beide richteten Dankesworte an die Schulleitung, Studienleiterin Gisela Tenter, das gesamte Kollegium, die Sekretärinnen, die Hausmeister, das Förderforum, den Taunus Menü Service, alle Helferinnen und Helfer und ganz besonders an ihre Eltern, denen sie für die Begleitung und Unterstützung in den acht (oder neun) Jahren am GO dankten.

 

Joachim Knaus schließlich überbrachte als Vorsitzender die guten Wünsche des Förderforums und empfahl den Abiturientinnen und Abiturienten, mit dem vom Förderverein geschenkten Kugelschreibern doch gleich die Anmeldung zur Mitgliedschaft auszufüllen.

 

In drei Blöcken erfolgte sodann die feierliche Übergabe der Abiturzeugnisse durch Schulleiter Volker Räuber und die jeweiligen Tutorinnen und Tutoren. Jeder einzelne Name wurde dabei von Oberstufenleiterin Gisela Tenter aufgerufen und vom Publikum mit Applaus gewürdigt.

Im Anschluss wurden schließlich die 30 Jahrgangbesten mit einem Notendurchschnitt von 1,0 bis 1,5 mit Urkunden, Buchpreisen, Stipendienvorschlägen und Mitgliedschaften geehrt. Helena Drewes, Christina Fiedler, Robin Hettler (alle drei mit der Traumnote 1,0) erhielten Buchpreise und wurden der Studienstiftung des Deutschen Volkes als Stipendiaten vorgeschlagen. Das Gymnasium schlug darüber hinaus mehrere Abiturienten der Stiftung „e-fellows“ und der Glemser-Stiftung vor.

 

Manche Abiturienten wurden auch für ihre fachlichen Leistungen gewürdigt, so Constantin von Drigalski mit dem Deutschen Mathematiker-Preis, genau wie Justyna Platek, die außerdem eine Mitgliedschaft in der Deutschen Physikalischen Gesellschaft erhielt, wie auch Eric Bossert und Annika Teichert. Rebecca Schiedermeier wurde der Abiturientenpreis 2017 der Gesellschaft der Chemiker überreicht. Yolanda Ferrer Rodriguez und Sami Mansour wurden mit der CertiLingua-Auszeichnung und Ruderin Lea Bullenkamp für besondere Verdienste im Sport mit der Pierre de Coubertain-Medaille geehrt.

 

Auch Auszeichnungen wegen besonderen sozialen Engagements in Schule und Gesellschaft wurden überreicht, so für den Einsatz in den musikalischen Ensembles, der Chronik AG und anderen Arbeitsgemeinschaften, der Schülervertretung, der Lehrmittelbücherei, der Aula- und Bühnentechnik, dem Schulsanitätsdienst, in Pfarrgemeinden und Vereinen. Geehrt wurden Leonard Asal, Julian Lemmerich, Joshua Lutz, Moritz Scheele, Jakob Schorr, Christine Tumbrink, Nina Witt, Dong Kyu Lee, Sophie Müller, Paolo Oppelt, Anton Ruf, Constantin Schneider, Sarah Bidinger, Lea Bullenkamp, Justyna Platek, Yvonne Seelig, Lukas Varga, Rebekka Ohme und Christian Schröder.

 

Für die musikalische Umrahmung des Festaktes sorgten das Sinfonieorchester unter der Leitung von Helge Brendel, der Oberstufenchor unter der Leitung von Sebastian Leichtfuß und das Kammerorchester unter der Leitung von Marc Ziethen. Als Solisten wirkten Claire-Marie Richter (Gesang), Moritz Scheele und Josephine Brockmann (Violine), Marc Ziethen (Violoncello), Jorit Husen (Bass) und Leonard Asal (Schlagzeug) mit. Ein besonderes Highlight war das von Jakob Schorr selbst für Sinfonieorchester und Oberstufenchor komponierte Stück „Quantum“, das er selbst dirigierte. (jun)

 

 

J. Niesel-Heinrichs (Pressesprecherin)                                                                  V. Räuber (Schulleiter)