Gymnasium Oberursel

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„Das hat was.“  Retrospektive des Kunst-Leistungskurses Q3 von Michaela Hagen in der Stadtbücherei Oberursel vom 28. Januar bis 15. Februar 2017.

Vernissage am Freitag, 27. Januar 2017, um 19.30 Uhr.

Der Kunst-Leistungskurs Q3 von Kunstlehrerin Michaela Hagen, der in der Qualifikationsphase von ihr unterrichtet wurde, zeigt ab dem 28. Januar bis zum 15. Februar in den Ausstellungsräumen der Stadtbücherei eine Auswahl von praktischen Kunstarbeiten, die während der Oberstufenzeit am Gymnasium Oberursel entstanden sind. Sowohl thematisch wie auch methodisch wird ein breites Spektrum geboten. Am Freitag, dem 27. Januar 2017, wird die Ausstellung um 19.30 Uhr mit einer musikalisch umrahmten Vernissage feierlich eröffnet.

In der vielseitigen Ausstellung wird eine Auswahl der Oberstufenarbeiten gezeigt. So entstanden in der Einführungsphase zunächst zeichnerische Studien zu Naturgegenständen und Projektarbeiten im Dialog mit ausgewählten künstlerischen Stilen, z.B. der Renaissance und dem Jugendstil.

Der Schwerpunkt  der Qualifikationsphase lag im Halbjahr Q1 auf der Auseinandersetzung mit dem Bild des Menschen. Farbenfrohe, spielerische und ungewöhnliche Porträtdarstellungen gingen aus experimentellen Studien zum eigenen Gesicht hervor. Anschließend wurde die gesamte menschliche Figur in den Blick genommen. „Headpieces“, tragbare Kopfskulpturen, belegen den Umgang der Schülerinnen und Schüler mit Figur, Raum und Material. „Hirngespinst“, „Zündende Idee“ oder „Unverblümt“ lauten die Titel“ aus unterschiedlichsten Materialien, z.B. Draht, Peddigrohr oder Kabelbinder. Inspiriert wurden die Arbeiten von Kunst und Design, z.B. durch Rebecca Horn, Maiko Tadeko und Tony Evan.

Die Beschäftigung mit den Bildmedien im Halbjahr Q2 brachte zum einen inszenierte Fotografien hervor, so zu den „Headpieces“, die nun wirkungsvoll in Szene gesetzt wurden, zum anderen durch die künstlerische Auseinandersetzung  mit dem Thema „Heimat“. „Was bedeutet Heimat für mich? Und wie lässt sich dies in Fotografien verdeutlichen?“ Diese Fragen wurden ganz unterschiedlich beantwortet und stimmten auf die nächste praktische Arbeit ein.

Der Kunst-Leistungskurs nahm nämlich an einem Wettbewerb der Frankfurter Anne Frank Bildungsstätte teil. Die Aufgabe bestand darin, ein Kampagnen-Plakat zu entwerfen, in dem es um die Rechte von Geflüchteten geht, die soeben ihre vertraute Umgebung und Heimat verlassen mussten.   

Die Plakate spiegeln mit ihren Motiven und Botschaften unterschiedliche Zugänge zum Thema „Flucht und Asyl“ wider. Dabei geht es um das Konzept des Nationalstaats mit seinen Grenzen oder um gesellschaftliche Diskriminierung und Ausgrenzung. Erhellendes und Lustiges zum Rollenverhalten von Männern und Frauen in Form von Collagen als „Joiner“ oder als Fotomontage, inspiriert von David Hockney und Hannah Höch, schlossen das Halbjahr Q2 ab.

Das dritte Halbjahr der Qualifikationsphase war vor allem der Architektur gewidmet. Neben Fassadenzeichnungen mit Renaissance-Elementen entstanden Minihaus-Modelle mit einer Wohnfläche von circa 50 Quadratmetern im Maßstab 1:33. Die Jugendlichen beschäftigten sich ihren persönlichen Wohnideen- bzw. Wohnphantasien auf kleinstem Raum. Bei der Betrachtung der Ergebnisse kommen sowohl „Naturliebhaber“ und „Querdenker“, aber auch „Liebhaber der Bauhaus-Architektur“ auf ihre Kosten.

Die jungen Künstlerinnen und Künstler (Viola Barocka, Kendra Bender, Selina Brinkhof, Leonie Ilg, Emilia Lienhard, Anea Meinert, Lea Prase, Claudia Schaffer und Jens Vo Van)  hoffen, dass viele Besucher den Weg in die Ausstellungsräume der Stadtbücherei finden werden. Bei der Vernissage am Freitag, dem 27. Januar 2017,  um 19.30 Uhr gibt es über die Kunstwerke hinaus auch musikalische Beiträge des Musik-Leistungskurses Q3 von Marc Ziethen zu hören. (hgn)

 

gez. J. Niesel - Heinrichs (Pressesprecherin)                                                    V. Räuber (Schulleiter)