Gymnasium Oberursel

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Morgens Tristesse – nachmittags Hoffestwetter

Seit 30 Jahren unterstützt erfolgreich das Hoffest des GO Sozialprojekte in Kolumbien (Fotos)

 

Im Luther-Jahr einen Blick in die Geschichte werfen und gleichzeitig die Zukunft im Blick haben – geht das? Wohl nur auf dem heiter-fröhlichen Hoffest des Gymnasiums, das am Mittwoch, dem 28.6.2017, bei bestem Sonnenschein auf dem großen Schulhof stattfand, - und das obwohl das Wetter noch am Mittag nichts als Regen verhieß. Die Zukunft, das heißt für die Organisatoren vom Hoffest-Team vor allem, die seit 1987 bestehende Spendenhilfe für Kolumbien auch in Zukunft aufrechtzuerhalten.

 

Der Sanitätsdienst, der auf dem Schulhof patrouillierte, hatte wenig zu tun, denn alles lief wie gewünscht. Die Sonne strahlte, Essen und Trinken gab es reichlich, nicht zuletzt wegen der Kuchen- und Salatspenden der Eltern, und viele Klassen boten kreative Mitmachspiele mit Bezug zum Motto an, z.B. mittelalterliche Katapult- und Schießanlagen, bei denen es auf Geschicklichkeit ankam, oder ein kniffliges Tastspiel, bei dem 11 Gegenstände wie Salbei, Pergament und Kohle ertastet werden mussten.

 

Zur Unterhaltung spielte zunächst die Big Band von Sabine Reinke schwungvoll-fetzig auf und bot besten Bigband-Sound, später dann auch die Schülerband „Blue To Black“ mit Leadsänger Nils Thomas und echtem Rock mit eigenen Songs. Beide Bands hatten viel Spaß bei ihren Auftritten und trafen Stimmung und Geschmack des Publikums. Um 17.30 Uhr tauchten als Gäste dann plötzlich „Martin Luther“ (Pfarrer a.D. Ralf Fettback) und „Katharina Bora“ (Pfarrerin Cornelia Synek) auf, herzlich begrüßt von Hoffest-Organisator Dieter Lober-Sies, wetterten gegen Papst und Ablasshandel, hängten die berühmten 95 Thesen an der Fassade der Mensa auf und setzten Tetzels Verkaufsargumenten ihr „Ein Christ ist ein freier Mensch“ entgegen.

 

Bei einer Pressekonferenz informierten Dieter Lober-Sies, Schulleiter Volker Räuber und das aus Eltern, Schülern und Lehrern bestehende Hoffest-Team gegen Abend über den Stand der Kolumbien-Projekte des Gymnasiums. Seit 1987 fließen jährlich Spenden vom Gymnasium Oberursel nach Kolumbien, wobei das Hoffest stets einen großen Teil des Geldes erwirtschafte. Derzeit würden Projekte in Bituima und Sasaima unterstützt. Die Schule hoffe, dass diese Spendenbrücke auch in Zukunft fortgesetzt werden könne und die Kontakte so gut blieben, wie sie bisher gewesen seien, betonte der Hoffestausschuss. Das Geld aus Oberursel sei in Kolumbien gut angelegt, und die Projekte würden vor Ort von Prof. Edmundo Perez betreut. Derzeit halte sich Frauke Mann, eine ehemalige Schülerin des GO, während ihres FSJ in Kolumbien auf und habe auch der „Escuela Rural Oberursel“ in Sasaima einen Besuch abgestattet. Christian Frank, Politik- und Mathematiklehrer, und Mitglied des Hoffestausschusses, beabsichtigt selbst nächstes Jahr in den Sommerferien nach Kolumbien zu fahren. (nlh)

 

 

J. Niesel-Heinrichs (Pressesprecherin)                                                         V. Räuber (Schulleiter)