Gymnasium Oberursel

Logo
 

„Berühmte Komponisten – Folkloristische Klänge“ - beim Kammerkonzert im Mozart- Foyer des Gymnasiums (Fotos)

Eine Reise quer durch Europa erlebten die Besucher des Kammerkonzerts im stimmungsvoll erleuchteten Mozart-Foyer des Gymnasiums Oberursel am Mittwochabend (26.4.2017). Der Abend stand im Zeichen der seit 2011 stattfindenden Kammermusikreihe, die von der Musikfachschaft unter Federführung von Marc Ziethen begleitet wird und deren Ziel es ist, neben der Gestaltung anspruchsvoller Musikabende, musikalisch interessierte Schülerinnen und Schüler mit professionellen Musikern in Kontakt treten zu lassen. Dass dies wieder einmal gelang, zeigte gleich zu Beginn der feierliche Einzug der Klasse 7a und die Darbietung ihrer Version des lateinamerikanischen Folklorestückes Late a Come.  Die Klasse hatte sich zusammen mit Musiklehrer Klaus-Dieter Köhler- Goigofski auf den Auftritt vorbereitet und sich in einem vorangegangenen Workshop mit den beiden professionellen Musikern des Abends, Michael Hahn und Rüdiger Klein, zusätzliche Tipps und Anregungen geholt.

Der Violinist Michael Hahn war jahrelang Mitglied des Radio-Sinfonie-Orchesters Frankfurt und spielt in verschiedenen Kammermusikbesetzungen sowie als Solist Violinkonzerte auf Tourneen in England, Frankreich, Italien und den USA. Der Pianist Rüdiger Klein spielt Klaviermusik in verschiedenen Ensembles. Beim Auftritt der 7a kamen neben Percussions-Instrumenten auch Querflöte, Gitarre, E-Bass und Streichinstrumente zum Einsatz und unterstrichen schwungvoll die freudige Stimmung dieses Musikstücks. Besonders die drei Sängerinnen Amelie Feibel, Elisa Weber und Anna Kieninger zeigten, wie viel Gefühl in folkloristischer Musik steckt, und machten damit neugierig auf den musikalischen Schwerpunkt des Abends. Marc Ziethen würdigte diesen ungewöhnlichen Beginn eines Kammerkonzertabends und betonte in seiner Begrüßungsrede, dass Folklore genau diesen freudigen Ausdruck von Leben transportieren wolle.

Michael Hahn an der Violine und Rüdiger Klein am Klavier zeigten dann mit ihrer beeindruckenden Vorstellung diese Wiederentdeckung folkloristischer Elemente in klassischen Musikstücken. Dabei wurden Werke der Komponisten Bartok, Grieg und Janacek vorgetragen, die Volksmusik oder die Rhythmik der Sprache mit melancholischen bis freudigen Elementen zur Geschichte des jeweils eigenen Landes mit klassischer Musik kombinierten. Die „Sechs Rumänischen Volkstänze“ von Bela Bartok sollten den Verlauf eines Dorffestes darstellen, von fröhlicher Stimmung bis hin zu verhaltenen und dramatischen Phasen, was den beiden Musikern mit ihrer Interpretation deutlich gelang. Sehr ergreifend, mal melancholisch, mal spektakulär muteten die vier Sätze der Sonate des tschechischen Komponisten Janacek an, der die besondere Rhythmik und Intensität von Musik als „Fenster zur Seele eines Menschen“ verstand, so Hahn und Klein.

Nach einer Pause ging die musikalische Reise weiter nach Norwegen. Hahn und Klein zeigten mit der Sonate Edvard Griegs, wie dieser mittels norwegischer Volksmusik auf berauschende Art und Weise ein Bild von Norwegens Landschaft zeichnete. Nach kräftigem Applaus durch das Publikum stellten die beiden Musiker am Ende des Abends ihr Können noch durch weitere Zugaben unter Beweis. Diesmal wurde das Publikum in den Süden Europas entführt und mit einem spanischen Folklorelied und Variationen des Klassikers Karneval in Venedig verzaubert.

Fachbereichsleiterin Friederike Pitsch bedankte sich abschließend im Namen der Schulleitung herzlich bei der Klasse 7a und den beiden professionellen Musikern für dieses wundervolle Konzert und die folkloristische Reise quer durch Europa. (slz)

 

 

 

J. Niesel-Heinrichs (Pressesprecherin)                                                                      V. Räuber (Schulleiter)