Gymnasium Oberursel

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Kleine Forscher und Erfinder ganz groß – „NaWi - Tag“ - Premiere am GO (Fotos)

 

„Unglaublich kreativ und einfach gut“ – das war die einhellige Meinung der vielen Besucher des ersten GO-NaWi-Tages, als sie die Erfindungen der Schüler und Schülerinnen bestaunten. 19 Gruppen aus den Jahrgangsstufen 5 bis 7 präsentierten am 18. Mai 2017 in den gut ausgestatteten Räumen des naturwissenschaftlichen Traktes des Gymnasiums Oberursel ihre technischen Lösungsvorschläge zur „GO-NaWi - Challenge 2017 “: Erfinden, Konstruieren und Präsentieren stand auf dem Plan. Die Aufgabenstellung war dabei recht klar und einfach, bot aber einen großen Spielraum für Kreativität und Ingenieurskunst. Die Schülerinnen und Schüler sollten eine Vorrichtung erfinden, die eine Ein-Euro-Münze genau einen Meter durch die Luft in einen Ein-Liter Messbecher befördert. Der NaWi-Tag ging auf eine Initiative des Arbeitskreises „Stärkung des mathematisch-naturwissenschaftlichen Aufgabenfelds" zurück und wurde vom Fachbereich III durchgeführt.

 

Die Jury, bestehend aus Lehrerinnen und Lehrern der naturwissenschaftlichen Fächer Marie Gottfried, Christiane Wimar und Carsten Bär, kam zusammen mit den vielen mitfiebernden Eltern, Freunden und Verwandten bei der Präsentation der Lösungen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Gebaut wurden unter anderem aufwändige Schleuderkonstruktionen aus Holz und Metall, Lego- Bausteinen, Sandsäcken und Seilvorrichtungen, die jeweils einzeln vorgeführt wurden und so ihre Treffsicherheit unter Beweis stellen mussten. Linus Baumgart, Marwin Brosch und Mickel Franz (5k) freuten sich bei der anschließenden Prämierung und Siegerehrung in der Rotunde über den ersten Platz in der Kategorie „Bestes Katapult“. Gebaut wurden auch ganz unterschiedliche und ausgefallen gestaltete Seilbahnen, wobei die Konstruktion von Hobin Lim (7c) als beste in dieser Kategorie hervorging, was mit lauten Jubelschreien und einem kräftigen Applaus gewürdigt wurde. Die Jury hatte bei der Bewertung keine leichte Aufgabe zu bewerkstelligen, da jedes der 19 Exponate etwas Besonderes und ganz individuell und eigenständig hergestellt war.

 

Dieser Reiz, etwas ganz Eigenes zu kreieren, und vor allem der Spaß an der gedanklich-technischen Vorarbeit, an dem Spiel mit naturwissenschaftlichen Grundsätzen sowie an der handwerklichen Tüftlerarbeit sollte bei der Arbeit der Teams im Vordergrund stehen, betonte Timo Voigt, Leiter des Fachbereichs „Mathematik und Naturwissenschaften“. Der Nachmittag solle den Rahmen geben für die Präsentation und Prämierung der eingereichten Projekte und somit die Verflechtung von theoretischen  Überlegungen und praktischen Experimenten in Forschung und Unterricht verdeutlichen. Auch während des naturwissenschaftlichen Unterrichts stehe das Experimentieren und Begreifen durch Handeln am GO im Vordergrund, was dem Forscherdrang vieler Schülerinnen und Schüler entspreche. Die daraus entstandenen Exponate, vor allem die extrem anschaulich entworfenen Zimmer-Schaltkreismodelle, Lochkameras und Plakate konnten an diesem Nachmittag bestaunt werden, ebenso die Arbeit des Jugend- Forscht-Teams von Anton Cortes, Florian Stein und Paul Kallis, die die Auswirkung unterschiedlicher Lichtfarben auf das Keimen und Wachsen von Kresse-Samen unter strengen naturwissenschaftlichen Richtlinien verfolgt.


Wie viel Spaß praktischer Chemieunterricht macht, zeigten Eva Koch und Bastian Maaß in dem Gruppenexperiment „Wie lang kann ein selbst hergestellter Nylonfaden werden?“. Viele tatkräftige Hände waren nötig, die den immer länger werdenden Faden ganz vorsichtig auf Holzstäbchen aufreihten. Schulleiter Volker Räuber half tatkräftig mit und freute sich sichtlich über so viel Engagement und Begeisterung, nicht nur bei den Schülerinnen und Schülern, sondern auch unter den Eltern. Stolze 9,10 m Fadenlänge wurden schließlich gemessen!

 

Nach zwei Stunden endete das wuselige Treiben im naturwissenschaftlichen Trakt, und bereichert durch viele verschiedene Eindrücke, wurde nun mit Spannung die Siegerehrung in der nahezu voll besetzten Rotunde erwartet. Alle Teilnehmer erhielten persönliche Urkunden, und die fünf Siegergruppen konnten sich jeweils über einen 20 Euro Gutschein für eine Eisdiele in Oberursel freuen. Carolina Köpke, Noah Payne und Julius Rasner (7c) waren strahlende Gewinner in der Kategorie „Zuverlässigkeit“ und Emma Kempf und Katharina Klinge (7c) überzeugten mit der „Ausgefallensten Konstruktion“. Die beiden hatten eine Feder entwickelt und mit unglaublich technischer Präzision gebaut, mit deren Hilfe die Ein-Euro Münze in den Messbecher „fliegen“ konnte. Den Preis in der Kategorie „Kreativität“ verdienten sich Aliki Papadopoulos und Katharina Endres (5k und 5f), die für ihre imposante Vorrichtung Wasserkästen, Legosteine, Pappe, Netze und sogar einen Christbaumständer verbauten.

 

Sehr zufrieden mit der Premiere des GO-NaWi-Tages zeigten sich nicht nur Schulleiter Volker Räuber und die Lehrkräfte des Fachbereichs, sondern auch die vielen kleinen und großen Forscher und Erfinder des Tages. Höchst erfreut über solche Motivation und solches Engagement im Bereich der Naturwissenschaften schloss Fachbereichsleiter Timo Vogt den Tag mit den Worten: „Das machen wir wieder!“ (slz)

 

J. Niesel-Heinrichs (Pressesprecherin)                                                                         V. Räuber (Schulleiter)