Gymnasium Oberursel

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„Quadratisch. Fachpraktisch. Gut.“  -  Ein Konzert im Spezialformat (Fotos)

Freitagabend (13.01.2017) zeigten die 21 Schüler und Schülerinnen des Musik-Leistungskurses der Q3 in einem Konzert der Extraklasse eindrucksvoll, wie vielfältig und dynamisch die Welt der Musik sein kann. In der voll besetzten Rotunde des Gymnasiums entführten sie die Zuhörer auf eine musikalische Reise quer durch die Jahrhunderte und Stilrichtungen und ernteten dafür begeisterten Applaus.


Unter dem Motto „Quadratisch. Fachpraktisch. Gut“ führte Marc Ziethen als Kursleiter humorvoll durch den Abend und stellte die jeweiligen Darbietungen seiner Kursteilnehmer vor, die aus den fachpraktischen Prüfungen im Herbst des vorigen Jahres entstanden waren. Dabei sei nicht nur das Programmheft quadratisch geformt, sondern man habe mit der Programmgestaltung die „Quadratur des Kreises“ vollzogen und höchst unterschiedliche Darbietungen zusammengebracht, die das Prüfungsspektrum zeigten und zudem schlicht „gut“ seien, erklärte er.

 

Geboten wurden höchst professionelle Instrumentalvorstellungen, Gesang sowie das Dirigieren und Organisieren eines Chores von Sophie Müller und Jakob Schorr, die dem Kurs-Chor eine wunderschöne Version von „Nun freut euch, ihr Christen“ entlockten. Sogar eine filmkompositorische Aufgabe wurde von Lennart Lamal gelöst, der den Ausschnitt aus einer Krimiserie mit einer ganz eigenen Musikspur vertonte.

 

Laura Waas begann den Abend an der Querflöte mit ihrer zusammen mit Sophie Fleck entworfenen Fassung des eigentlich für einen Streichersatz konzipierten Stückes von J.S. Bach „Air“ aus der 3. Orchester-Suite. Nach dieser ergreifenden Darbietung überzeugten Lena Korfmacher am Klavier zusammen mit Pascal Vogel an der Klarinette, die die zeitgenössische Prägung von Musikstücken am Beispiel von Gerald Finzis „Carol“ aus „Five Bagatelles“ verdeutlichten. Besonders die zusätzliche Vorstellung von L. Beethovens „Presto“ aus der Klaviersonate Nr.14 am Klavier war impulsiv und mitreißend und erntete starken Applaus. Julian Lemmerich und Moritz Scheele hatten die Aufgabe, eine bestimmte Form der Wiener Klassik, die Sonatenhauptsatzform, zu analysieren und musikalisch an der Violine umzusetzen, was äußerst professionell zusammen mit Gina Romanazzi am Klavier gelang.

 

Neu interpretiert und von Pia Behrens unter der Begleitung von Ji Young Whang am Klavier und Jorit Husen am E-Bass gesanglich umgesetzt wurde der „Alabama-Song“ von Kurt Weill. Gerade die

gemeinsame kreative Gestaltung und Auseinandersetzung der Prüflinge mit der Prüfungsaufgabe in kleinen Gruppen mache das Besondere dieser Darbietungen aus, erläuterte Marc Ziethen. 

 

Einen ganz besonderen Höhepunkt stellte die Jazzvorstellung des Trios Joshua Lutz am Klavier, Isaac Jung an der Gitarre und Leonard Asal am Schlagzeug dar. Sie interpretierten „Take Five“ von Paul Desmond neu und machten aus einem bekannten Jazzstück eine ganz eigene melancholisch-explosive und zugleich heitere Mischung, die das Publikum mit stehendem Applaus honorierte. (slz)

 

 

J. Niesel-Heinrichs (Pressesprecherin)                                                                      V. Räuber (Schulleiter)