Gymnasium Oberursel

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 „Das hat was.“ - Gut besuchte Vernissage der Ausstellung des Kunst-Leistungskurses der Q3 des Gymnasiums Oberursel in der Stadtbücherei (Fotos)

Bei der sehr gut besuchten Vernissage des Kunst-Leistungskurses der Jahrgangsstufe Q3 des Gymnasiums Oberursel unter der Leitung von Michaela Hagen in der Stadtbücherei Oberursel präsentierten acht Schülerinnen und ein Schüler am Freitag (27.1.2017) ihre Werke aus drei Jahren Oberstufenunterricht.

 

Begrüßt wurden die Gäste im Namen des Kurses durch die Schülerinnen Lea Prase und Emilia Lienhard. Bernd Lienhard schloss sich mit einem Grußwort  im Namen des Kultur- und Sportfördervereins der Stadt Oberursel an, heute aber nicht nur in seiner Funktion als Vorsitzender des KSfO, sondern auch als stolzer Vater von Emilia Lienhard. In seinem Beitrag erwähnte er die gute, schon seit Jahren andauernde Kooperation zwischen der Schule und der Stadt, die sich nicht auf die jährlichen Musicalaufführungen des GO beschränke. Lienhard würdigte das Engagement, den hohen Aufwand und das erreichte Niveau der ausstellenden jungen Künstlerinnen und des jungen Künstlers. Dem konnte sich Schulleiter Volker Räuber in seiner Begrüßung nur anschließen. Er dankte den jungen Kreativen dafür, dass sie ihn und die Gäste in die „spannende Welt der Kunst“ entführt hätten, die neben den Welten der Mathematik, der Sprachen und des Sports eine weitere wichtige Facette des GO ausmache. Räuber lobte, dass Kreativität, Fantasie und Gefühle in den Kunstwerken deutlich zum Ausdruck kämen, was den Betrachter zum Dialog anrege. Er dankte dem KSfO und den Mitarbeiterinnen der Stadtbücherei für ihre Unterstützung und nicht zuletzt Kunst-Fachsprecherin Michaela Hagen, die eine „Kämpferin für die Kunst“ sei, für ihren weit über den Dienst nach Vorschrift hinausgehenden Einsatz, der solche Ergebnisse erst ermögliche. Zugleich nutzte der Schulleiter die Gelegenheit, mit Florian Friesenhahn einen neuen Kollegen für die Fächer Kunst und Ethik zu präsentieren, der ab dem neuen Halbjahr seinen Dienst am Gymnasium antreten werde. Auch dankte er den jungen Musikern für ihre musikalischen Beiträge.

 

Für die musikalische Umrahmung des Abends sorgten Mitglieder des Musik-Leistungskurses der Q3 des GO unter ihrem Tutor Marc Ziethen. So zeigten Joshua Lutz (E-Piano) und Isaak Jung (E-Gitarre) mit dem Jazzstandard „Take five“, wie der durch Michaela Hagen in ihrem Grußwort beschriebene „Flow“, das vollständige Aufgehen eines Künstlers in seiner Arbeit, musikalisch klingen könnte. Pia Behrens (Gesang), Ji Young Whang (E-Piano) und Jorit Husen (E-Bass) leiteten ebenso mit ihren gewollt „schrägen“ Tönen des Stückes „Alabama Song“ (Bert Brecht und Kurt Weill) zu den „Headpieces“ der jungen Kunstschaffenden über. Es handelt sich um auf dem Kopf tragbare Kunstwerke, die zwischen Skulptur, Design und Performance anzusiedeln sind. Sie machen sichtbar, was in unserer Sprache und Vorstellungswelt bereits angelegt ist.  Über Titel wie „Hirngespinst“, „Eruption (Gedankenexplosion)“ oder „Pensamientos de Oro (Goldene Gedanken)“ taucht man in die Fantasie der Jugendlichen ein. Entwurfsskizzen, scheinbar schwebende fertige Kunstwerke (an Nylonfäden aufgehängt) und  Inszenierte Fotografien, bei denen Mitschüler-Models die „Headpieces“ auf dem Kopf präsentieren, zeugen von einer intensiven ästhetischen und inhaltlichen Auseinandersetzung. Michaela Hagen lobte in diesem Zusammenhang auch die Aufgeschlossenheit und den Mut der jungen Kunstschaffenden, die immer wieder bereit waren, sich auf Neues einzulassen und neue Erfahrungen zu machen.

 

Neben diesen besonderen Kunstwerken zeigen die jungen Künstlerinnen und Künstler in ihrer Ausstellung „Naturstudien“ als Bleistiftzeichnungen und Projektarbeiten, die sich mit verschiedensten Epochen in Acryl oder als Collage beschäftigten. Aber auch Gesichtsstudien mit Hilfe unterschiedlichster Methoden, verfremdete Porträts, Fotografien zum Thema „Heimat“, Kampagnen-Plakate zu „Flucht und Asyl“, „Joiner“ (überlappend angeordnete Fotografien) oder Fotomontagen zum Thema „Rollenverhalten von Mann und Frau“, Fassadenzeichnungen und besonders fantasievolle Architekturmodelle von Minihäusern können von den Besuchern bewundert werden.

„Das hat was.“ Mit dieser „perfekten Umschreibung“ beurteilten Viola Barocka, Kendra Bender, Selina Brinkhof, Leonie Ilg, Emilia Lienhard, Anea Meinert, Lea Prase, Claudia Schaffer und Jens Vo Van nach eigenen Worten vor zwei Jahren das Besondere in Werken ihrer Mitschüler, als sie noch in der E1 waren und noch nicht in Worte fassen konnten, was sie so beeindruckte. Dass sich das inzwischen geändert hat, beweist die gelungene, fantasievolle und sehenswerte Ausstellung, die vom 28. Januar bis zum 15. Februar 2017 in der Stadtbücherei zu bestaunen ist. (jun)

 

 

gez. J. Niesel - Heinrichs (Pressesprecherin)                                                    V. Räuber (Schulleiter)