Gymnasium Oberursel

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Schachspiel - Schachsport - Schulschach - Turnierschach

Der motivierende Schachsport an Schulen hat weltweit eine große Bedeutung gewonnen. Seit 2013/2014 hat das GO das Schulschach in unterschiedlichen Schach-AGs aufgebaut und zugleich mit der Teilnahme an Schulschachturnieren begonnen. Schach in der Kombination als Schul- und Vereinssport wird zu einem wertvollen Hobby, das bei Schachturnieren vielfältiger Art große Herausforderungen bietet und in Mannschaften zu schönen Teamerfolgen führen kann.

Die Struktur der Schach AGs sieht Einstiegsmöglichkeiten für „Ambitionierte Anfänger“, aufbauendes Training für „Schachtalente“ und anspruchsvolles Training für das „Leistungsteam“ vor. Zum Einstieg in das Schach ist besonders auch der Kurs „Miteinander Spielen“ beliebt. Über allen Schach AGs steht das Paradigma, dass das Spielen Spaß macht.

 

Miteinander Spielen 

 

Einfach mal miteinander Schach spielen im Alltag der Schule ist das Ziel dieser Gruppe, die regen Zuspruch genießt.

 

Ambitionierte Anfänger 

 

Wer Schach intensiv lernen möchte, ist bei den ambitionierten Anfängern richtig, wo neben gezielten kleinen Übungen auch erste Turniererfahrungen gesammelt werden.

 

Talente 

 

Wer schachliches Talent bei ersten Turniererfahrungen gezeigt hat, wird hier intensiv trainieren. Angemessene Aufgaben werden gelöst und herausfordernde Problemstellungen bearbeitet, um auf Schulschachturniere vorbereitet zu sein.

 

Leistungsteam

Hier finden sich hocherfahrene Spieler zusammen, die teils bereits mehrjährig im Verein mitspielen, teils bereits über Leistungskader schachliche Erfahrungen gesammelt haben und intensiv Schach trainieren. Es werden sehr anspruchsvolle Aufgaben gelöst, meisterliche Partien ebenso wie eigene Partien analysiert und nach intensivem Training die stärksten Schulschachturniere besucht.

Das GO richtet ein Schulschachturnier jährlich einmal aus. Die Teilnahme von etwa 40 und mehr Spielern ist für Hessen rekordverdächtig, noch besser ist aber das hohe Niveau der Teilnehmer an den GO-Schulmeisterschaften. Jeder Schüler des GO ist hier willkommen, diese Herausforderung anzunehmen!

Das Oberurseler Schulschach-Freizeitturnier im Juni ist ein idealer Turniereinstieg für jeden AG-Teilnehmer. Vom GO nehmen hier regelmäßig mehrere Mannschaften mit sehr guten Erfolgschancen teil. 

Das Hessische Kultusministerium hat die Hessische Schachjugend damit beauftragt, den Hessischen Schulschach-Mannschaftswettbewerb (HSMW) auszurichten, in denen alle Schulen Hessens angesprochen werden und die Qualifikanten für deutsche Schulschachmeisterschaften ausgespielt werden. In Altergruppen U13, U15 und U17 spielen die Gymnasiasten zunächst ab November zwei Vorgruppen zur Ausscheidung von Mannschaften. Die Schüler werden zum Turnier von einem Lehrer begleitet. In der Endrunde der HSMW (Hessischer Schulschach-Mannschaftswettbewerb) werden die Teilnehmer für Deutsche Schulmeisterschaften, dann auch gesondert bei den Mädchen, ermittelt, die danach an verschiedenen Orten der Republik, z.B. Bad Homburg, Berlin und anderswo mitspielen. Das GO ist bereits manches Mal mit seinen stärksten Spielern und Spielerinnen auf den deutschen Meisterschaften erfolgreich vertreten gewesen.

Mit Hibbdebach Dribbdebach in Frankfurt Bornheim richtet die Hessische Schachjugend seit vielen Jahren im Februar ein Schulschachturnier im Bürgerhaus Frankfurt Bornheim aus, das inzwischen zu einem der größten Schulschachturniere Deutschlands zählt. Das GO entsendet Mannschaften zu den Turnieren der Klassen 5-8 sowie der Klassen bis Q4.

Endlich Deutscher Meister!               Von Oliver Stork

2020 war so ziemlich nichts normal… Doch auch in diesem besonderen Jahr wollte die Deutsche Schachjugend sich ihre Einzelmeisterschaft nicht nehmen lassen und richtete diese deswegen vier Monate später, aber am selben Ort wie sonst auch immer – dem Sauerlandsternhotel in Willingen – aus, mit einem beeindruckenden, sorgfältig ausgefeilten Hygienekonzept. Die größte Änderung war die Aufteilung der Altersklassen auf zwei Wochen: U14 – U18 spielten ihre Meister vom 19. bis 25. Oktober aus und die U10 – U12 direkt darauf vom 26. bis 31., außerdem wurde die Rundenzahl von 9 auf 7 reduziert.

Von 27 von Hessen entsandten Spielern, kamen mit Sarah Neininger (U10w), Noah Weyerer (U12), Leonie Rodermel (U12w), Carolina Köpke (U18w), Ioannis Papadopoulos (U18), Christopher Stork (U14) und mir (U18) ganze 7 vom SV Oberursel! 6 Davon gehen auf dem Gymnasium Oberursel zur Schule, ich kenne zwar keine Statistiken dazu, könnte mir aber durchaus vorstellen, dass das Rekord ist! Die Oberurseler können auf jeden Fall ordentlich stolz auf ihre Jugendarbeit sein…

Am Montag konnten wir uns nach reibungsloser Anreise und mit negativem Testergebnis überstandenen Corona-Schnelltest (dieser war verpflichtend für alle Teilnehmer aus Corona-Risikogebieten) noch etwas entspannen und schließlich am Abend die Eröffnungsfeier genießen, bei der Ioannis die große Ehre zuteilwurde, mit der hessischen Flagge einzulaufen.

Am nächsten Nachmittag stand dann die erste Runde an, für mich als Zweitgesetzten mit klaren Titelaspirationen eine Pflichtaufgabe, was aber natürlich auch bedeutete: Extrem hoher Druck. Dieser wurde noch intensiviert dadurch, dass ich seit einem halben Jahr kein Turnierschach mehr gespielt hatte und mir alles andere als sicher war, wieder an meine absolute Topform vor dem Lockdown anzuknüpfen zu können.

Mein Gegner, Benedikt Huber (ELO 2191) aus Bayern, überraschte mich mit seiner Wahl gegen mein Englisch im zweiten Zug, woraufhin ich mich entschloss, auch von meinen Varianten abzuweichen um einer eventuellen Remis-Vorbereitung zu entgehen. Meine Improvisation war objektiv sicher nicht die Beste, aber Benedikt ging dagegen zu direkt vor und unterschätzte an der entscheidenden Stelle meine Ressourcen:  Ich ließ meinen Turm auf a1 stehen, bekam dafür aber einen sehr starken Angriff und in der Diagrammstellung sicherte der hübsche ruhige Zug 18.e3!  mir gewinnbringenden Vorteil, denn nach Td8 19.Sxf6+ Kh8 20.Txa1 sind die zwei Bauern und der offene schwarze König einfach zu viel für die Qualität, nach Txe4 19.Lxe4 ist der Springer auf a1 gefangen und nach Txc4 19.Sxf6+ Kh8 20.Dxc4 Dxf6 21.Dxc5 (mit Mattdrohung auf f8) Le6 22.Txa1 gewann ich mit zwei Mehrbauern und immer noch sehr verwundbarem schwarzen König wenige Züge später. Eine hervorragende Partie für den Start des Turniers! Mein Selbstvertrauen war wieder auf den gewohnten 200% und jegliche Unsicherheiten aufgrund der langen Pause waren vergessen.

Am Mittwoch stand dann die erste Doppelrunde an. Am Morgen ging es für mich mit Schwarz gegen Johannes Tschernatsch (ELO 2251) aus Brandenburg, der mich mit seinem 1.e4 vor ein grundlegendes Problem stellte: Was antworte ich mit Schwarz? Denn das unangenehme an einer Deutschen Einzelmeisterschaft ist, dass man sich zu 100% sicher sein, dass der Gegner sich ausführlich mithilfe eines starken Landestrainers gegen einen vorbereitet hat. Also sollte ich meine aktuelle Lieblingsvariante 1.e4 c5 2.Sf3 a6!? (O‘ Kelly-Variante) spielen, die mir zwar hervorragende Ergebnisse gebracht hat, aber objektiv nach genauer Analyse doch leicht fragwürdig ist? Oder Caro-Kann, gegen das Weiß eine große Auswahl gefährlicher extrem scharfer Varianten besitzt? An der Stelle muss ich mich bei Robert Baskin bedanken, der mir mit seinem ausgezeichneten Eröffnungswissen und kreativen Ideen zur Seite stand und fast jedes Vorbereitungsduell für mich gewann, so auch dieses.

Wir bereiteten die Cozio-Variante im Spanier (1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 a6 4.La4 Sge7) vor, mit der ich bereits letztes Jahr ein wenig experimentiert hatte und daher etwas Vorwissen besaß. Die Vorbereitung schlug voll ein, ich überraschte meinen Gegner und glich mit Schwarz mühelos mit einer meiner Meinung nach sogar schon leicht angenehmeren Stellung aus. Jedoch wählte ich aufgrund einer schlimmen Fehleinschätzung eine viel zu aggressive Zugfolge, in der ich meinen Fianchettoläufer gegen eine Qualität gab, was meinen König total offen und mich unterentwickelt und in einer einfach absolut verlorenen Stellung zurückließ.

Der einzige Hoffnungsschimmer war, dass ich wenigstens materiell im Plus war und irgendwie gelang es mir, die Stellung kompliziert zu halten und ihn vor praktische Probleme zu stellen. Tatsächlich sind die Gewinnfortsetzungen, die die Engines aufzeigen kaum für einen Normalsterblichen zu durchschauen und dementsprechend wählte Johannes eine Fortsetzung, in der er schlussendlich zwei Leichtfiguren gegen Turm und Bauer hatte (Diagramm). Objektiv steht  Weiß immer noch auf Gewinn, aber in der Partie hatte ich das Gefühl, dass meine praktischen Chancen schon wieder in Ordnung sind, da die weißen Leichtfiguren konkret sehr schlecht postiert sind und außerdem in vielen Fällen das Endspiel nach dem Abtausch der Damen und eines Turmpaares gut für Schwarz ist. Und in beiderseitiger Zeitnot gelang es mir dann wirklich noch, das Blatt zu wenden und noch zu gewinnen. Puh…- ein schöner Start-Ziel-Sieg sieht anders aus…- aber man muss eben auch mal dreckig gewinnen können.

Mit 2/2 Punkten spielte ich in Runde 3 das erste Mal an Brett 1, da der Erstgesetzte Jonas Roseneck (ELO 2417) nicht über ein Remis hinausgekommen war. Ich führte die weißen Steine gegen Nils Richter (ELO 2290) aus Württemberg und wählte das Londoner System mit der modernen Idee, den Abtausch des Läufers auf f4 zuzulassen, wonach Weiß meiner Meinung nach eine sehr angenehme Struktur erhält. Ich bekam leichten Vorteil, konnte in Zeitnot aber gegen die stark gespielte aktive Verteidigung meines Gegners nicht verwerten.

Am Nachbarbrett gewann Alexander Suvorov (ELO 2313, NRW) mit Leichtigkeit direkt aus einer tiefen Eröffnungsvorbereitung heraus gegen Nikolas Wachinger (ELO 2311, Bremen) und übernahm dadurch als einziger Spieler mit voller Punktzahl die Führung, womit ich als höchstgesetzter 2,5-Punkter am nächsten Tag gegen ihn mit Weiß antreten musste. Ein kleiner Reminder: Alexander war letztes Jahr in der U16 Deutscher Meister geworden, 1,5 Buchholzpunkte hatten uns damals getrennt.

Mit einem halben Punkt Rückstand bei noch 4 zu spielenden Partien befand ich mich zwar noch nicht in einer Must-Win-Situation, allerdings war auch klar, dass ich bei einem Remis den Ausgang des Turniers nicht mehr in der eigenen Hand haben würde. Dementsprechend ließ Robert sich etwas einfallen: Er schlug vor, uns mit 1.e4 sofort den Überraschungseffekt zu sichern und Alexanders Taimanov-Repertoire auf die Probe zu stellen.

Die Vorbereitung traf genau ins Schwarze - Die Überraschung und eine Ungenauigkeit im 17.Zug des Schwarzen brachten mir klaren Zeitvorteil und eine deutlich bessere Stellung ein, mit Läuferpaar und überlegener Bauernstruktur. Mir war voll bewusst, wie gut ich stand und dass meine Chancen auf den Titel nach einem Sieg sehr hoch sein würden – immerhin würde dieser ausreichen um selber nach Punkten in Führung zu gehen.

Aber natürlich war die Partie noch lange nicht gewonnen und leider machte der Druck sich deutlich bemerkbar. Innerhalb weniger Zügen verspielte ich meinen Zeitvorteil und kurz darauf auch alle meine Trümpfe auf dem Brett, so dass die Partie im Nachhinein eher als ein unspektakuläres Remis als ein tatsächlicher Gewinnversuch zu betrachten ist. Eine extrem schwache und enttäuschende Leistung – vor allem auf der psychischen Ebene – die mich fast dazu veranlasste, sämtliche Hoffnungen auf den Titel aufzugeben.

 Glücklicherweise war der Nachmittag nach der Partie frei, was mir die Möglichkeit gab, mich von sowohl der Enttäuschung als auch immensen Anstrengung zu erholen und meine Gedanken wieder nach vorne auf die letzten drei Runden zu richten. Dabei halfen vor allem einige Runden Tischtennis mit dem Profi (Ioannis) und einige spaßige Werwolf-Runden mit der hessischen Delegation.

Am nächsten Tag stand wieder eine Doppelrunde an und da mir nur noch 3 Runden blieben um zumindest einen halben Punkt gegenüber Suvorov gut zu machen und somit wenigstens über die Buchholz eine Chance auf den Turniersieg zu bekommen, mussten Siege her.

Zuerst ging es gegen Philipp Richter (ELO 2187, Sachsen) mit Schwarz. Aus dem abgelehnten Damengambit ging ich in einen Stonewall-Aufbau über. Diesem begegnete er sehr passiv, wodurch ich sehr schnell eine angenehme Druckstellung erreichte. Ich gewann einen Bauern und ultimativ ergab sich ein sehr ungewöhnliches Bauernendspiel (Diagramm). Philipp war in seiner Vorausberechnung davon ausgegangen, dass seine zwei verbundenen c- und d-Freibauern ihm das Unentschieden sichern würde, hatte aber ein feines Detail verpasst…

Zuerst nutzte Ich die große Distanz des Königs zu meinen Freibauern und stieß mit dem a-Bauern bis zur 2.Reihe vor: 38….a4 39.Kd2 a3 40.Kc2 a2 41.Kb2 b3 42.h5 g6 43.h6 Nun ist der Königsflügel abgeriegelt und mit dem weitvorgerückten Bauern auf h6 ein schwarzer Durchbruch verhindert – oder nicht? 43….Kd6! ist Zugzwang und zwingt den weißen König früher oder später nach a1. 44.c5+ Kc6 45.Ka1 und nun… 45….g5! Zwar wird Weiß zuerst umwandeln, Schwarz mit dem weißen König auf a1 allerdings mit Schach. Mithilfe einer zweiten Dame auf a1 wird Weiß schnell mattgesetzt werden. 46.d5+ Kxc5 (natürlich nicht Kxd5?? wonach Weiß auf g8 mit Schach einzieht) und mein Gegner gab auf.

Da Suvorov gegen David Färber (ELO 2321, Baden) nicht über ein Remis hinausgekommen war, befanden wir uns nun wieder punktgleich an der Spitze, zusammen mit Nikolas Wachinger, der sich von seiner Niederlage in Runde 3 erholt hatte und mit zwei Siegen zurück in die Spitze geklettert war. Zu diesem Zeitpunkt hatte Alexander allerdings noch einen Buchholzvorsprung von 1,5 Punkten und ich einen kleinen Buchholzvorsprung auf Nikolas, womit die Tabelle sehr an den Endstand der U16 letztes Jahr erinnerte – ein klares Zeichen totaler Dominanz des jüngeren Jahrgangs in der U18.

Ich bekam auch Schwarz in der Nachmittagsrunde gegen Nikolas – ein sehr schweres Los. 2019 war Nikolas es gewesen, gegen den ich meine Führung und auch den Titel verspielte, als ich eine vollkommen gewonnene Stellung auf extrem unglückliche Art noch verlor. Außerdem war er offensichtlich in Topform, gerade erst hatte er in Bremen eine IM-Norm sogar um 50 Performance-Punkte übertroffen und außerdem jede Partie auf der Meisterschaft bisher gewonnen, abgesehen von der gegen Alexander, die als reiner Vorbereitungssieg kaum gezählt werden kann. Dazu stellte sich dasselbe Eröffnungsproblem wie in Runde 2, dieses Mal blieb Robert und mir zu allem Überfluss sogar nur eine Stunde Vorbereitungszeit.

Wir entschieden uns für eine sehr seltene und unbekannte Trickvariante im Spanier: 1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 a6 4.La4 b5 5.Lb3 Sa5!? - Bei idealem Spiel objektiv leicht besser für Weiß, jedoch ist es kaum möglich am Brett die beste Fortsetzung zu finden, was Nikolas auch nicht gelang. Stattdessen spielte er eine vollkommen logische, objektiv aber eigentlich für Schwarz unproblematische Variante. 6.0-0 d6 7.d4 cxd4 8.Sxd4 Lb7 9.c4 (Diagramm)  (auf Ld2! Sxb3 10.Sxb3 mit leichtem Vorteil aufgrund von Sa5-Ideen muss man erst einmal kommen) Da ich nur wenig Zeit gehabt hatte, um mir die Varianten einzuprägen, begann ich nun einiges durcheinanderzuwürfeln: 9….Sxb3?! (sofortiges c5 wäre richtig gewesen) 10.Dxb3 c5 11.Sf5 g6 12.Se3 Lg7 An diese Bauernopferidee erinnerte ich mich noch, allerdings an nichts danach. Da ich am Brett aber auch keine sinnvollen Alternativen ausmachen konnte, hieß es: Augen zu und durch. 13.cxb5 Se7? Dies ist die falsche Springerentwicklung. Sf6 wäre Ausgleich doch auf e7 steht der Springer deutlich schlechter und den Springer via c6 nach d4 zu bekommen ist reines Wunschdenken. 14.Sc3 0-0 15.Td1± (Diagramm)

15 Züge und es roch bereits sehr stark nach Déjà-vu. Schwarz ist vollkommen dominiert, es gibt einfach keinen vernünftigen Zug, während Weiß droht, mit Sc4 die Partie zu beenden. Mich selbst verfluchend und total niedergeschlagen versuchte ich fast eine halbe Stunde lang verbissen irgendwelche Tricks zu finden, die wenigstens die Fortsetzung der Partie rechtfertigten – und wurde fündig. 15….axb5 zwar verliert Schwarz einen zweiten Bauern, es gab jedoch einfach keine Alternative. 16.Sxb5 Ta6 17.Sc4 d5! 18.exd5 Sxd5 19.Scd6 (Diagramm)  sieht so aus, als beende es die Partie, doch Schwarz hat noch eine letzte Ressource: 19….c4! eine Ablenkung. (Txd6?? 20.Sxd6 Dxd6 21.Dxb7 1-0; Lc6? 20.Txd5 +-) 20.Sxc4 (Dxc4?? Txd6 =+) Da8 Schwarz hat überlebt und verfügt immerhin über das Läuferpaar und sehr aktive Figuren. Tatsächlich ist was ich lediglich als praktische Restchancen in einer verlorenen Stellung sah, objektiv laut Engine gute Kompensation, so dass trotz der zwei verbundenen Mehrbauern von Weiß die Stellung nur +0.8 ist.

 21.Le3 Tb8 22.a4 Lc6 erhöht den Druck auf den weißen Damenflügel. Ich lebte hier schon nur noch vom 30-Sekunden-Inkrement pro Zug, aber erstaunlicherweise ist die schwarze Stellung sehr einfach zu spielen, so dass die Uhr kaum ein Faktor war. 23.Scd6 Lf8 24.Dc4 Lxd6 25.Sxd6 Txb2 (Diagramm) Ich habe den ersten Bauern zurückerobert und der auf a4 ist immer noch unter  schwerem Beschuss. Erstaunlicherweise ist dies aber so ziemlich das beste Szenario, dass Weiß erreichen konnteund nach dem starken 26.a5! hat Weiß sehr großen, wahrscheinlich gewinnbringenden Vorteil. Auf die Ideen der Engine muss man aber erst einmal kommen, z.B. gibt diese an, dass nach 26….Tb4 27.Dc5 Sxe3 28.Dxe3 der Bauern auf a5 tabu ist, weil nach 28….Txa5 29.De7! Tb7 30.Df6! Txa1 31.Txa1 Ta7 32.Tc1 Weiß wegen seiner Dominanz einfach total auf Gewinn steht…-Wow. Ich denke es ist wirklich nicht verwunderlich, dass Nikolas a5 nicht fand. 26.Lh6? versucht, die entstandenen schwarzen Felderschwächen um meinen König herum auszunutzen, scheitert jedoch an einer hübschen Taktik: Txa4! 27.Txa4 Dxa4 28.Dxa4 Lxa4 und der Läufer ist aufgrund der schwachen weißen Grundreihe sicher. 29.Tc1 Tb8=

Das 3-gegen-3-Endspiel auf einem Flügel mit ungleichfarbigen Läufern ist natürlich totremis, Nikolas versuchte jedoch verständlicherweise noch seine dominante Figurenstellung, besonders die des Läufers auf h6, zu nutzen um doch noch einen Sieg aus der Stellung herauszupressen. Wir erreichten schließlich die Diagrammstellung. Nikolas hatte seinen Druck immer weiter verstärkt  und war an einer Stelle sogar kurz davor, eine Zugzwangstellung zu erreichen, doch hier ging sein unbedingter Gewinnversuch dann nach hinten los: 64.Kb5? (Kd6= Tg4 65.Lc7 Txg5?? 66.Ke7+-) Tg4! droht nun Lc4 mit Turmgewinn und außerdem Gewinn des Bauern g5 mit Schach. Auf einmal muss Weiß sich exakt verteidigen um wenigstens noch das Remis zu sichern, doch das war nach 5 Stunden in der zweiten Runde des Tages und diesem Partieverlauf kaum noch möglich… 65.Kb6? (Kc6=+) Txg5 66.Lc7 Le8 67.Te3 Lf7 68.Td3 Le6 69.Kc6 Tf5 70.Td8+ Kf7 71.Th8 Th5 72.Ld8 g5-+ 73.Le7 g4 74.Kd6 Lb3 75.Tb8 Td5+ 76.Kc6 Td3 77.Tb4 h5 78.Kb6 Le6 79.Tb5 Tb3 die verbundenen Freibauern entscheiden die Partie. 80.Txb3 Lxb3 (Diagramm) 81.Kc5 h4 82.Kd4 g3 83.Ke3 h3 0-1

Natürlich ein sehr glücklicher Sieg für mich, in gewisser Weise aber auch ausgleichende Gerechtigkeit für letztes Jahr. Alexander Suvorov hatte an Brett 2 ebenfalls gewonnen, sodass wir punktgleich in die letzte Runde gingen, eine weitere Parallele zu letztem Jahr. Sein Buchholzvorsprung betrug nur noch einen halben Punkt, was bedeutete: Bei gleichen Ergebnissen an Brett 1 und 2 war alles möglich. Wir beide bekamen Weiß, er gegen Nico Stelmaszyk (ELO 2301, Niedersachsen) und ich gegen David Färber (ELO 2321, Baden).

Für die Entscheidungspartie ließen Robert und ich uns eine ganz besondere Überraschung einfallen: 1.b3. Es funktionierte hervorragend: Ich bekam sehr schnell eine leicht bessere Stellung mit beträchtlichem Zeitvorteil und nachdem Nico Stelmaszyk Suvorov mit exzellenter Vorbereitung in nur 20 Zügen abremisiert hatte, hatte ich den Ausgang der Meisterschaft in der Hand: Ein Sieg würde mich sicher zum Deutschen Meister machen, bei einem Remis würde alles von der Buchholz abhängen. Natürlich behielt ich daher auch alle buchholzrelevanten Partien im Blick.

David verteidigte sich sehr solide und machte es mir schwer, Fortschritte zu erzielen. Zwar sicherte meine starke Zentrumsstruktur mir langfristig positionellen Vorteil, trotzdem war ein Gewinnplan nicht leicht zu finden. Dennoch lehnte ich ein Remisangebot im 20.Zug ab, da an den anderen Brettern noch keine Ergebnisse abzusehen waren. Mir gelang es, auf b6 meinen a- gegen seinen c-Bauern zu tauschen und anschließend meinen Springer auf d5 zu etablieren, doch David blieb zäh und gab mir keine Chancen, meinen Vorteil auszubauen. Währenddessen ergaben sich aber an anderen Brettern positive Entwicklungen, unter anderem neigte sich die für die Buchholz wichtigste Paarung Huber – Roseneck (Ich hatte gegen Benedikt Huber gespielt, Alexander gegen Jonas Roseneck) zugunsten von Benedikt – und somit auch mir.

In meiner eigenen Partie wurden die Springer auf d5 getauscht und kurz darauf kam ein erneutes  Remisangebot meines Gegners. In der Endstellung hat Weiß zwar immer noch Vorteil, jedoch hatte ich das Gefühl, dass dieser schon größer gewesen war und dass der Trend gegen mich geht. Zudem war mir auch objektiv nicht klar, wie Weiß tatsächlich auf Gewinn spielen kann ohne dabei ernst Gefahr zu laufen, zu überziehen. Da außerdem meine Chancen, in der Buchholzwertung vor Alexander zu landen, zu diesem Zeitpunkt bereits sehr hoch waren, nahm ich das Remis an. Nun blieb nur noch, die restlichen Ergebnisse abzuwarten, doch besonders lange musste ich mich nicht gedulden.

 Bereits eine Viertelstunde später waren alle relevanten Paarungen entschieden und ich stand als Deutscher Meister fest, mit 5,5 Punkten aus 7 Partien und einem Buchholzpunkt Vorsprung vor Alexander Suvorov, der das ganze Turnier über eine beeindruckende Leistung zeigte und den Vizemeistertitel mehr als verdient hat. Dritter wurde Nils Richter aus Württemberg mit 5 Punkten. Wie jedes Jahr verbrachten die Hessen den letzten Nachmittag noch zusammen auf der Sommerrodelbahn in Willingen und brachten sich ordentlich in Stimmung für die Siegerehrung am Abend. Bei dieser konnte ich dann den größten Erfolg meiner schachlichen Laufbahn ganz oben auf dem Treppchen genießen. Ein großartiger Abschluss für ein Jahr, das ansonsten wirklich nicht viel Gutes zu bieten hatte.

Natürlich war bei meinem Erfolg einiges Glück dabei, aber auf solch einer Meisterschaft geht es nun einmal nicht ohne. Mit meiner spielerischen Leistung bin ich, abgesehen von der vierten Runde gegen Alexander, hochzufrieden und das Ergebnis ist natürlich absolut großartig und für mich die Erfüllung eines Traums.

Nach Abschluss dieser Meisterschaft ohne Niederlage bin ich nun in meinen letzten 20 klassischen Partien ungeschlagen und stehe mit meiner neuen ELO von 2394 kurz vor dem Überschreiten der 24er-Marke. Diese wird hoffentlich bald fallen, sobald wieder regulär Turniere stattfinden.

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Oliver und Christopher Stork bei den Deutschen Meisterschaften 2019

 

Als Hessenmeister in den Altersklassen U12 und U16 hatten mein Bruder Christopher und ich uns für die Teilnahme an den deutschen Jugend-Einzelmeisterschaften 2019 qualifiziert. Diese fanden, genau wie schon in den Vorjahren, im Sauerlandstern Hotel im schönen Willingen (Hessen) statt, vom 8. bis zum 16. Juni. Mit meiner DWZ (deutsche Wertungszahl) von 2202 war ich an Setzlistenplatz 9 gesetzt und mein Bruder an Platz 12 mit seiner Wertungszahl von 1804.

Übrigens nahmen außer Christopher und mir vom SV Oberursel auch noch Samuel Weber (offene Meisterschaft), Noah Weyerer (U12), Sarah Neininger (U10w) und Elea Weyerer (KiKa-Turnier)teil. Noah wird ab nächstem Schuljahr  auch auf dem GO sein. Insgesamt nahmen 711 Spieler in den insgesamt 14 verschiedenen Altersklassen teil. Hier ein Bild des Turniersaals:

Aufgrund des Schweizer Systems wurden sowohl Christopher als auch ich in den ersten Runden gegen DWZ-schwächere Gegner gelost. Christopher zeigte sich dabei äußerst souverän, indem er am ersten Tag 2 aus 2 Punkten holte. In der zweiten Partie demonstrierte er dabei gegen Marlon Bock (DWZ 1695, Thüringen) hervorragende Endspieltechnik indem er die schlechte Bauernstruktur und Figurenkoordination seines Gegners vorbildlich ausnutzte. Zuerst legte Christopher die schwarzen Figuren am Königsflügel fest, um dann einen Freibauern auf dem Damenflügel zu bilden, welcher ihm den Sieg einbrachte.

 Währenddessen musste ich mich mit zwei sehr unglücklichen Remis und somit nur einem aus 2 möglichen Punkten nach Tag 1 zufrieden geben. Besonders ärgerlich war dabei, dass ich in beiden Partien klaren Vorteil herausgespielt hatte und dann mehrere Gewinnmöglichkeiten liegen ließ. Die folgende Stellung entstand nach dem 40. Zug in meiner Partie in der ersten Runde gegen Marius Fromm (DWZ 2039, Mecklenburg-Vorpommern), in der ich Weiß war.

Weil mein Gegner in der Zeitnotphase vergessen hatte, drei Züge zu notieren, war ich mir nicht sicher, ob ich die Zeitkontrolle geschafft hatte und nahm mir deswegen keine Zeit für meinen 41.Zug. Daraufhin übersah ich das starke Damenschach auf h4, welches eine forcierte Matt-Sequenz einleitet, inklusive eines Turmopfers auf g7, und gab stattdessen ein Schach auf g6, welches meinen Gewinnvorteil aus der Hand gab.

Am zweiten und dritten Tag wurde nur jeweils eine Runde gespielt. In der dritten Runde konnte ich nach den äußerst unglücklich verlaufenen ersten beiden Runden mit einigem Glück endlich meinen ersten Sieg einfahren, gegen Jan Boder (DWZ 2081) aus Rheinland-Pfalz. In einem ausgeglichenen aber komplizierten Endspiel spielte ich sehr risikoreich auf Gewinn und wurde schließlich belohnt, als ich in ein Turmendspiel abwickeln konnte, wo meine verbundenen Freibauern trotz Minusbauern einfach zu stark waren.

Christopher musste sich in Runde drei mit einem ereignislosen Remis als Schwarzer zufrieden geben, in dem sein Gegner Julius Ohler (DWZ 1774, Rheinland-Pfalz) sehr solide spielte und keine Gewinnversuche zuließ.

In der vierten Runde konnte ich meinen zweiten Sieg landen gegen Ilya Gutkin (DWZ 2056, NRW). In Zeitnot rechnete ich etwas schneller und konnte die Partie mit einer schönen Gewinnkombination für mich entscheiden.

Der Bauernvorstoß nach e3 öffnet die weiße Königsstellung für Dame, Springer und Läufer und führt forciert zu Matt oder entscheidendem Materialgewinn.

Nach Runde drei bekam Christopher Probleme damit, bessere Stellungen zu einem vollen Punkt zu verwerten und spielte alle Partien, bis zur sechsten Runde einschließlich, Remis. In der vierten Runde entschied er sich für den falschen Plan und erlaubte seinem Gegner den bis dahin erspielten leichten Vorteil zu egalisieren.  In der fünften Runde verpasste er eine Möglichkeit, den gegnerischen König in die Mitte zu zwingen und somit starken Angriff zu erhalten. Wenige Züge später erreichte sein Gegner durch ein Dauerschach die Punkteteilung. Und dann verpasste Christopher in der sechsten Runde seine wohl größte Chance auf einen wichtigen vollen Punkt gegen den Drittgesetzten, und späteren deutschen Vizemeister, Leonardo Costa (DWZ 1941) aus Bayern. Dieser übersah in Zeitnot eine Taktik, mit der Christopher eine Figur gewann. Leonardo schaffte es aber immer noch, einen Angriff zu inszenieren, der Christopher - ebenfalls in Zeitnot - vor genügend große Probleme stellte, so dass er seinen Gewinnvorteil nicht verwerten konnte.

Währenddessen war ich erfolgreicher. Mit 3 aus 4 war ich nun in der Spitzengruppe, nur einen halben Punkt hinter dem Führenden, und musste in der fünften Runde gegen den Erstgesetzten Alexander Suvorov (DWZ 2304, NRW) ran. Die Partie verlief ausgeglichen bis mir ein grober Fehler unterlief, bei dem ich einen absolut logischen Zug komplett übersah. Allerdings konnte ich mich verteidigen und entkam in ein Remis. Der Computer zeigt einen Gewinnweg für ihn auf, der allerdings in Zeitnot kaum zu sehen war.

In der sechsten Runde spielte ich gegen Ruben Gideon Köllner (DWZ 2255) auch aus Nordrhein-Westfalen, der zu dem Zeitpunkt mit einem halben Punkt Vorsprung führte. Nach einer sehr gelungenen Eröffnungsvorbereitung kam ich schnell zu Vorteil und sehr starkem Angriff. Und tatsächlich warf mein Gegner schon nach 24 Zügen das Handtuch, als ich mit einer hübschen Taktik eine Figur gewann. Mit dem Sieg übernahm ich die Führung mit 4,5 Punkten aus sechs Partien und hatte damit sogar einen halben Punkt Vorsprung auf den Rest des Feldes.

Auch außerhalb des Schachbretts hatten wir Spaß: Zwischendurch fand das traditionelle Eisessen zusammen mit der hessischen Delegation statt, bei dem auf Kosten der hessischen Schachjugend versucht wurde, Peter Kellers Rekord von 14 Eiskugeln zu übertreffen, doch niemand kam auch nur in die Nähe davon. Danach ging es dann aber wieder weiter mit dem Wettbewerb.

In der siebten Runde galt es, meinen Vorsprung gegen den Zweitgesetzten Nikolas Wachinger (DWZ 2270) aus Bremen zu verteidigen. Ich bekam mit den weißen Figuren wieder dank hervorragender Vorbereitung von meinem Coach sehr starken Angriff und erspielte mir bald eine Gewinnstellung. Dann brach ich jedoch unter dem enormen Druck, den ich mir selbst machte, zusammen. Ich übersah einfache Gewinnwege und auch die so ziemlich einzige Chance die er noch hatte. Somit verlor ich durch eine Serie schlechter Züge zuerst meinen Vorteil und dann sogar die Partie. Somit gab ich meine Führung aus der Hand und lag wieder mit einem halben Punkt zurück.

Christopher machte es besser und überwand seine Remis-Serie in Runde sieben. In einer chaotischen Partie gegen Peter Woltmann (DWZ 1468, Schleswig-Holstein) behielt er die Oberhand und schloss somit wieder zur Spitzengruppe auf. Allerdings blieb er dabei einen ganzen Punkt hinter dem alleine Führenden, Lucas Foerster-Yialamas, und einen halben Punkt hinter Platz zwei und drei zurück.

Nachdem ich in Runde sieben meine Führung so unglücklich verspielt hatte, brauchte ich zwei Siege in den letzten beiden Runden, um noch Chancen auf den Titel zu haben. In Runde acht ließ mein Gegner sich zu einem Figurenopfer hinreißen, welches jedoch inkorrekt war und keinen Angriff einbrachte, der stark genug gewesen wäre, um den Verlust einer Figur zu rechtfertigen. Ich wehrte den Angriff mit genauen Zügen ab und blieb mit einer Mehrfigur zurück, die ich in einen vollen Punkt umwandelte. Das Remis von Alexander Suvorov und Nikolas Wachinger am Spitzenbrett erlaubte mir, zu ihnen aufzuschließen. Außerdem kamen auch Marco Dobrikov und Torben Knüdel auf 5,5 aus 8 Punkten vor der letzten Runde, womit wir zu fünft auf dem geteilten ersten Platz lagen!

Christophers Titelchancen verflüchtigten sich, als er in der achten Runde gegen Felix Reichmann (DWZ 1778, Berlin) mal wieder trotz besserer Stellung nicht über ein Remis hinauskam. Mit einem Sieg in der letzten Runde hätte er trotzdem noch das Treppchen erreichen können, aber leider kam er gegen Diyor Bakiev (ebenfalls Hessen), der nicht nur Erstgesetzter war mit seiner DWZ von 2080, sondern auch ein guter Freund von Christopher. Die Partie endete Remis, was zum dritten Platz für Diyor reichte und zum sechsten für Christopher. Damit verpasste Christopher denkbar knapp die Top 5 und einen Platz auf der Bühne bei der Siegerehrung. Hier und da hatte es bei ihm an der Chancenverwertung gemangelt, aber trotzdem eine hervorragende Leistung: 6 aus 9 und keine Partie verloren, Sechster in Deutschland!

Und nun zum großen Showdown in der U16: Ich führte die weißen Figuren gegen Marco Dobrikov, Nikolas Wachinger spielte gegen Torben Knüdel und Alexander Suvorov spielte gegen Marius Fromm aus der erweiterten Führungsgruppe, da er gegen jeden an der Spitze bereits gespielt hatte. Ich bekam eine recht bequeme Stellung aus der Eröffnung heraus, verspielte meinen Vorteil aber durch einen positionellen Fehler. Der Druck war wieder da. Nikolas gelang es, Torben zu bezwingen, womit er sich einen Platz auf dem Treppchen sicherte, aber auch ich, sogar mit einer Niederlage, nicht mehr aus den Top 5 rausfallen konnte. In meiner eigenen Partie jedoch wurde ich überspielt, sodass mein Gegner schließlich eine Gewinnstellung bekam. Die Computeranalyse zeigt einen sofortigen - aber komplizierten - Gewinnweg für den Schwarzen, aber mein Gegner wollte wahrscheinlich kein Risiko eingehen und entschied sich für einen vermeidlich sicheren Weg zum Sieg. Doch was wie ein Gewinnzug aussah, gab tatsächlich den Vorteil an mich ab! In Zeitnot fand ich die richtigen Züge und konnte auf sehr glückliche Weise die Partie noch für mich entscheiden.

Auch Alexander Suvorov gewann seine Partie und sicherte sich damit aufgrund der besseren Feinwertung den Deutschen Meister Titel. Ebenfalls durch Feinwertung landete ich vor Nikolas Wachinger auf dem zweiten Platz. Zwar habe ich meine Chance auf den Titel vergeben, aber trotzdem kann ich als Deutscher Vizemeister sehr zufrieden sein. Glückwunsch an Alexander, der bärenstarkes Schach gezeigt hat und verdient gewonnen hat, ohne eine Partie zu verlieren, Respekt! Nächstes Jahr schlage ich ihn aber trotzdem ; )

Die ganze Siegerehrung könnt ihr euch hier anschauen: https://www.youtube.com/watch?v=GiEj4Mue7Pw&t=9359s                                        

Alle Partien findet ihr auf https://www.deutsche-schachjugend.de/dem2019/turnier/

 


Frankfurt Hibbdebach Dribbdebach 2020

Simultanschach - Alle gegen Oliver Stork

GO-Teilnahme am Schulschachturnier Oberursel

Simultanveranstaltung "Internationaler Schachmeister gegen GO-Schüler"

Endrunde Hessische Schulschachmannschaftswettbewerbe am GO

Frankfurt Hibbdebach Dribbdebach 2019

Presseberichte (Auswahl)

„Hibbdebach Dribbdebach“ – Zwei 2. Plätze für das Gymnasium Oberursel beim zweitgrößten Schulschachturnier Deutschlands

 

Das zweitgrößte deutsche Schulschachturnier „Hibbdebach Dribbdebach“ fand am 06. und 07. Februar 2020 bereits zum 30. Mal statt. Etwa 900 Schüler aus der Region Frankfurt und Gäste aus Serbien trafen sich dazu im Bürgerhaus Frankfurt-Bornheim. Organisator der Veranstaltung ist die Hessische Schachjugend. In mehreren Runden nehmen Grundschüler und Schüler weiterführender Schulen daran teil. Das Gymnasium Oberursel war mit 32 Schülerinnen und Schülern in vier Mannschaften vertreten.

 

In den Gruppen der weiterführenden Schulen der Klassen 5 bis 8 (WS I) und der Klassen 9 bis Abiturjahrgang (WS II) belegte das GO zwei 2. Plätze. Damit nahm es eine insgesamt führende Rolle unter den beteiligten Schulen ein. Karolin Tobias und Christopher Stork holten für ihr Team in der Gruppe WS I mit jeweils 5 Siegen in 5 Spielen die entscheidenden Punkte. In der Gruppe WS II gelang Ioannis Papadopoulos und Lennart Moldenhauer das gleiche Ergebnis.

 

Die anderen Mannschaften des GO landeten auf den Plätzen 8 und 26 bei insgesamt 41 gemeldeten Teams. Auch neue Schachspielerinnen und Schachspieler am GO trugen mit ihren Ergebnissen zum Gesamterfolg bei. Ernst Fromme und Christoph Müller-Dahmer, Leiter der Schach-AG, freuten sich über die begeisterte Teilnahme ihrer Schützlinge. Sie gratulierten allen zu den persönlichen Erfolgen im Dienste der Schulmannschaften. Die beiden neuen Sieger-Pokale reihen sich inzwischen nahtlos in die Gruppe der Pokale vergangener Siege in den Vitrinen am Gymnasium Oberursel ein. (jun)

 

 

Christina Jung                                                                                                                 Volker Räuber

(Pressesprecherin)                                                                                                           (Schulleiter)

Brilliantes Simultan-Schach-Turnier am Gymnasium Oberursel

 

„Alle gegen Oliver Stork“ war das Motto eines Simultan-Schach-Turniers. Dazu hatte die Schach-AG des Gymnasiums Oberursel am 31.01.2020 in die Aula der Schule eingeladen. Dabei trat der 16-jährige Oliver Stork gleichzeitig gegen 20 Mitspieler, darunter zwei Lehrer, an. Stork ist Mitglied der  Oberligamannschaft des Schachvereins Oberursel und seit dem vergangenen Jahr FIDE Meister. Der internationale Schachverband (Fédération Internationale des Échecs) vergibt diesen begehrten Titel auf Lebenszeit für Spielerinnen und Spieler mit herausragenden Leistungen. Zuletzt hatte Oliver in seiner Jahrgangsklasse die Hessenmeisterschaft und die Deutsche Meisterschaft gewonnen. Außerdem nahm er erfolgreich an der Weltmeisterschaft in Indien teil.

 

Ab 11.00 Uhr drehte der Simultanspieler hochkonzentriert seine Runden an allen Brettern. Überall spielte er mit Weiß. Bereits nach etwa 20 Zügen mussten einige Spieler kapitulieren. Runde für Runde baute Oliver Stork weiterhin an fast allen Brettern Spielvorteile auf. Nach gut einer Stunde verzeichnete er ausschließlich Siege.  Bei den wenigen verbleibenden Partien schien er an keinem einzigen Brett gefährdet.

 

Erst kurz vor Schluss erreichte der 11jährige Noah Weyerer ein günstiges Springerendspiel mit einer Überzahl an Bauern. So stand das Nachwuchstalent des GO am Ende als Einziger noch dem Simultanmeister gegenüber. Die Partie endete mit Remis. Somit konnte Oliver Stork das Simultanmatch mit dem brillianten Ergebnis von 19,5 zu 0,5 Punkten für sich entscheiden. Ernst Fromme, Turnierleiter und Leiter der Schach-AG des GO, betonte, dass ein solches Resultat selbst unter den  Simultanveranstaltungen internationaler Schachmeister herausrage.

 

Alle Beteiligten hatte große Freude an dem Turnier. Die Leiter der Schach-AG, Christoph Müller-Dahmer und Ernst Fromme, laden zum neuen Schulhalbjahr alle Anfänger und Könner zum Mitmachen ein. Die Schach-AG trifft sich jeden Dienstag nach dem Unterricht. (jun)

Zwei Hessensieger-Pokale bleiben in Oberursel - Bei den Hessischen Schulschachmeisterschaften am Gymnasium Oberursel ging es um die Teilnahme an den deutschen Meisterschaften

 

Oberursel erlebte in dieser Woche einen ganz besonderen Wettbewerb im Denksport. Am 20. März trat die Schachelite von Hessens Schulen mit 70 Teams im Gymnasium Oberursel an, um die Schulschachmeisterschaften des Landes auszuspielen, darunter auch sechs Teams des Gymnasiums Oberursel. Am Ende siegten die Schüler der Wettkampfklasse 2 (WK 2) und die Mädchenmannschaft 1 des GO  in der Aula der eigenen Schule knapp, aber hochverdient. Damit qualifizierten sie sich für die Deutsche Finalrunde im Mai in Berlin. Vier weitere Teams des Gymnasiums aus Oberursel erreichten gute Platzierungen zwischen Platz 2 und 15. Viel gelobt wurde nach dem Turnier auch die gelungene Ausrichtung der hessischen Meisterschaften durch das Gymnasium Oberursel.

 

Bereits um 10.00 Uhr war die Aula gefüllt mit 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern von verschiedenen hessischen Schulen. Weit gereiste Teams, wie z.B. aus Kassel, aber auch Schulen aus näherer Umgebung hatten den Weg nach Oberursel gefunden, in der Hoffnung, Hessenmeister zu werden. Die Schüler traten in Viererteams (plus zwei Ersatzspielern) getrennt nach Alter, Geschlecht und Schulform gegeneinander an. Das Gymnasium Oberursel schickte eine WK2-Mannschaft, zwei Mädchenteams und drei offene Schachmannschaften ins Rennen.

 

Schon vor Beginn der Veranstaltung erhofften sich der Koordinator des GO-Schulschachs, Christoph Müller-Dahmer, und der AG-Leiter Ernst Fromme vom Schachverein Oberursel gute Chancen auf einen Sieg. Dass es am Ende zwei Siege wurden, erfreute sie besonders. Mit Unterstützung anderer Lehrerkollegen haben sie seit vier Jahren die Schachteams des Gymnasiums Oberursel aufgebaut und diese Schritt für Schritt an das hohe Niveau des hessischen Schulschachs herangeführt. So konnten alle Zuschauer in Oberursel beobachten, wie die jungen Talente manchmal mit taktischen Finessen, manchmal mit strategischer Weitsicht den König des Gegners mattsetzten.

 

Der Schulleiter des Gymnasium Oberursels, Volker Räuber, freute sich, die antretenden Schach-Schüler begrüßen zu können und gratulierte allen Teilnehmern zu ihrem Erfolg, die Endrunde der hessischen Schulmeisterschaften erreicht zu haben. Zudem hob er das Engagement der anwesenden Lehrer und Trainer hervor, was einen lauten Applaus hervorrief.  Mit dem Zitat „Außer der Philosophie weiß ich kein so gutes Treibmittel des Gehirns als höchstens Schach und Kaffee“ von Johann Richter zeigte Volker Räuber den Turnierspielenden seine Anerkennung und wies auf die Bedeutung des Schachspiels hin. Er freue sich, dass sich so viele junge Menschen sich für den Schachsport begeistern. Nach der Begrüßung starteten die Schüler mit voller Konzentration und Ruhe in das Schachturnier.

 

 

Das erste Spiel der WK2 aus Oberursel gegen den weiteren großen Favoriten aus Gelnhausen war als Vorentscheidung für den Gesamtsieg zu betrachten. Überraschenderweise verlor der Topspieler des GO, Ioannis Papadopoulos, bereits nach 5 Minuten seine Partie. Im vergangenen Jahr beendete er die Weltmeisterschaft seiner Altersklasse als 98. von 200 Teilnehmern. Nun stieg die Spannung und der junge Christopher Stork  sowie die beiden erfahrenen Spieler Jonas Glückmann und Lennart Moldenhauer waren gefragt. Sie hielten dem großen Druck stand und konnten zwei Siege verbuchen. Dadurch war das Unentschieden gerettet, und nun sollte die Anzahl der einzelnen Siege der Partien entscheiden.

 

In den Folgerunden spürten die anderen Mannschaften den großen Ehrgeiz der Favoriten, die nunmehr um die maximale Brettpunktzahl in jeder einzelnen Partie kämpften. Das Team aus Gelnhausen trumpfte auf und gewann ein Spiel mit 4:0 und das folgende mit 3,5:0,5. Dass Team des GO brillierte in beiden Spielen gegen die Schule aus Rotenburg und Kassel mit jeweils 4:0, sodass die Oberurseler äußerst knapp, aber hochverdient, am Ende im stolzen Besitz des Siegerpokals waren.

 

 

Bei den Mädchen waren die vorjährigen Meisterinnen der Bertha-Von-Suttner-Schule Mörfelden/Walldorf als Favoriten angereist. Gegen sie erreichten die Oberurseler Mädchen (Carolina Köpke, Karolin Tobias, Rebecca Pergament und Anna Glückmann) in der 2. Runde ein 2:2 Unentschieden. Abermals mussten die Brettpunkte entscheiden. Auch die GO-Mädchen brachten das Kunststück fertig, gegen alle folgenden Mannschaften ohne Punktverlust 4:0 zu gewinnen. Sie holten damit den Hessenmeistertitel und nahmen freudestrahlend den Pokal entgegen.

Die zweite, sehr junge Mädchen-Mannschaft des Gymnasiums, spielend in der Reihenfolge Aliki Papadopoulou, Leonie Rödermel, Anna Knez und Esther Pergament,  konnte sich unter den U14-Teams den Vizemeister-Titel hinter der Gesamtschule Obersberg sichern.

 

Im offenen Turnier mit 25  Mannschaften spielten die drei weiteren Mannschaften des GO eher eine Nebenrolle, da einige Schulen ihre stärksten Teams in dieses Turnier entsendet hatten. Die Mannschaft der Internatsschule Schloss Hansenberg konnte sich gegen die restlichen Teams souverän durchsetzen. In diesem Team gab es ein willkommenes Wiedersehen mit dem ehemaligen GO-Schüler Sönke Schneider. Über die Platzierungen vier, fünf und fünfzehn der drei Oberurseler-Teams freute sich AG-Leiter Ernst Fromme, da die Schachgegner in dieser Kategorie als deutlich erfahrener zu bewerten sind. Die drei anderen Wettkampfklassen-Sieger waren die Schulen aus Gelnhausen (WK3), Offenbach (WK4) und Viernheim (WK5).

 

Die Mannschaft WK2 und die Mädchenmannschaft 1 des GO jubelten über die geglückte Qualifikation für die deutschen Endrunden.  Christoph Müller-Dahmer wird die Teilnehmer zu den Endrunden im Mai 2019 nach Berlin begleiten. Vielleicht darf eine Mannschaft des Gymnasiums Oberursel sich in naher Zukunft  darüber freuen, einen deutschen Endrunden-Pokal in den Händen halten zu können.

 

 

(Fabian Noah Medler, E2)

Schachschüler des GO zeigten viel Leidenschaft bei „Hibbdebach Dribbdebach“- Sieg in Wettkampfgruppe II und weitere gute Platzierungen

 

Für Schachschüler ist das größte hessische Schulschachturnier „Hibbdebach gegen Dribbdebach“ in Frankfurt ein herausragendes Ereignis im Jahresablauf, so auch am 6. und 7. Februar 2019. Drei Mannschaften schickte das Gymnasium Oberursel in diesem Jahr ins Rennen, unterstützt von drei Lehrern und dem Leiter der Schach-AG am GO, Ernst Fromme. Die Teams mit Schülern der Klassen 5-6 errangen dabei gute Platzierungen. Die stärkste Mannschaft des GO aber konnte in der Kategorie „Weiterführende Schulen II“ sogar den Gesamtsieg für sich verbuchen.

 

73 Mannschaften traten diesmal gegeneinander an. In der Kategorie „Weiterführende Schulen I“ mit Schülern der 5. bis zur 8. Klasse waren es nicht weniger als 37 Schulmannschaften. Jede Mannschaft spielte mit 8 Schachschülern und weiteren Ersatzspielern.

 

Das Gymnasium Oberursel beteiligte sich in dieser Kategorie am ersten Tag mit zwei Mannschaften, die dem Reglement nach zunächst gegeneinander spielen mussten. Für die erste Mannschaft I traten der Aufstellung nach Tim Viebahn, Nils Moldenhauer, Karolin Tobias, Rebecca Pergament, Anna Glückmann, Aliki Papadopoulou, Victor Sander, Anna Knez und Georg Langsdorf, für die zweite Mannschaft Tristan Merkel, Sven Stummvoll, Tobias Auer, Alwin Mohr, Su Yul Chun, Mustafa Ordukaya, Leonie Rödermel, Timon Röhner und Maro Slomka an. Etwas überraschend setzte sich nach hartem Kampf das jüngere Team mit größerem Elan durch und gewann mit 5:3.

 

In der zweiten Runde gewannen beide Teams ihre Kämpfe. Erst in der dritten Runde musste das Team „GO 2“ seine erste Niederlage gegen die in Schachkreisen renommierte Leibnizschule Offenbach einstecken, die später zum Sieger des Turniers wurde. Am Ende hatten beide Teams jeweils beachtliche 4 Siege bei 1 Niederlage erreicht. Die erste Mannschaft heimste ganz knapp die Pokale für den 5. Platz ein, während die 2. Mannschaft direkt dahinter auf dem 6. Platz einen schönen Erfolg erkämpfte. Schachkoordinator Christoph Müller-Dahmer jedenfalls begleitete die erfolgreiche Schülergruppe zufrieden zurück nach Oberursel. 

 

Am Donnerstag , dem 7.2. 2019,  reiste aus dem Gymnasium Oberursel die stärkste Schul-Mannschaft in Begleitung von Dr. Klaus Sauermann zum Bürgerhaus nach Frankfurt Bornheim an, um sich in der obersten Kategorie „Weiterführende Schulen II“  mit der  Konkurrenz zu messen. Der Spitzenspieler Ioannis Papadopoulos führte das Team mit Christopher Stork, Jonas Glückmann, Lennart Moldenhauer, Carolina Köpke, Leon Papadopoulos, Lukas Knez und Lennard Borgmann in den Kampf und besiegte zunächst an allen 8 Brettern das Lessing Gymnasium Frankfurt und danach die Liebigschule Frankfurt. In der dritten Runde gegen die Freie Erste Christliche Gemeinde Frankfurt siegten die Oberurseler mit 6:2. Danach wurde die 4. Runde zum entscheidenden Mannschaftsduell.

 

Dort trafen die GO-Spieler auf die Spitzengruppe der Dreieichschule aus Langen. Nach Niederlagen am 4., 5. und 8. Brett bei Siegen am 1. Brett und einem Remis am 3. Brett wurde es kritisch für das GO-Team, bevor Lukas Knez an Brett 7 die Wende gelang. Auch der spielstarke Christopher Stork entschied seine Partie für sich und der Jüngste im Team, Leon Papadopoulos, spielte nun beim Stand von 3,5:3,5 um die Entscheidung. Aus einer offenen und spannenden Stellung machte er mit höchster Anstrengung eine Gewinnpartie. Als Favoriten spielten nun die Oberurseler die letzte Runde und gewannen auch gegen die starke  Leibnizschule Offenbach mit 6,5:1,5. Damit war das Schachteam des GO die beste Mannschaft in der Kategorie II. 

 

Das schulstärkste Schachteam aus Oberursel hat damit das größte Schulschach-Turnier Hessens in fairer und souveräner Weise gewinnen können. Die Schach-AG am GO freut sich nun über alle Siegerpokale sowie die Ausrichtung der Endrunden des Hessischen Schulmannschaftswettbewerbs (HSMW) am 20. März in der Aula des Gymnasiums Oberursel. Zu diesem besonderen Event hoffen die Schachspieler des Gymnasiums auf viele interessierte Zuschauer.

 

Seit nunmehr 4 Jahren trainieren die Schüler und Schülerinnen am Gymnasium Oberursel mit dem AG- Leiter Ernst Fromme und haben einen starken Mannschaftszusammenhalt entwickelt. Besonders auch die 5. und 6. Plätze im Turnier der weiterführenden Schulen I freuen den AG-Leiter, weil diese jungen Spieler große Begeisterung für das Schachspiel und ein sehr gutes schachliches Potential zeigen.

 

In den verschiedenen Schach-AGs des Gymnasiums Oberursel heißen der schachliche Koordinator Christoph Müller-Dahmer zusammen mit dem AG-Leiter alle Schachbegeisterten, dabei auch jederzeit Anfänger im Schachspiel, sehr herzlich willkommen.  (from/ nlh)

 

 

J. Niesel-Heinrichs (Pressesprecherin)                                                                                V. Räuber (Schulleiter)


Schülerporträts

Carolina Köpke, Klasse 9c, Teilnahme Schach-AG „Leistungsteam“ seit der 5. Klasse (2013/2014).

Die Züge der Schachfiguren wurde mir damals bereits von meinen Betreuern im Kindergarten erklärt, aber so richtig mit Schach bin ich erst in der 2. Klasse in Kontakt gekommen, als ich in meiner Grundschule (Dornbachschule) bei der Schach-AG teilgenommen habe. Diese wurde mit viel Geduld und Liebe von Ursula und Helmut Escher aus dem Schachverein Oberursel geleitet und die beiden haben mich immer sehr unterstützt, sodass ich daher auch dem Verein beigetreten bin. Bei meiner Einschulung ins GO war mir natürlich sofort klar, dass ich auch hier der Schach-AG beitreten werde.

Außerdem mache ich seit ca. 2 Jahren Judo in der HTG in Bad Homburg und bin seit eineinhalb Jahren im Schulsanitätsdienst am GO dabei.

Eine weitere Besonderheit in meinem Leben sind definitiv meine Haustiere. Seit 2011 bin ich stolze Schlangen-Mama von zwei Kornnattern und amüsiere mich immer über die erstaunten Blicke der Leute, denen ich das erzähle.

Mein größter schachlicher Erfolg ist wohl die Teilnahme an den deutschen Schulschachmeisterschaften mit meinem Team in Bad Homburg, Aurich und Berlin, mein Bezirksmeistertitel in der U16w und die vielen andere Turniere in verschiedenen Mannschaften sowie alleine, bei denen ich viel lernen und Erfahrung sammeln konnte.

Schach bedeutet mir Spaß und ist schon lange fester Bestandteil meines Lebens. Ich liebe Langzeitpartien, bei denen man sich komplett auf das Schachbrett vor einem konzentrieren kann und alles andere ausblendet.

Besonders mag ich auch Abwandlungen des Schachs wie z.B. Tandem, Räuber- und Bombenschach. Blitzschach oder Bullet dagegen spiele ich eher weniger gern, allerdings bereitet mir das Zuschauen immer große Freude.

Ich freue mich darauf, im Mai 2019 das erste Mal mit meiner Mädchenmannschaft an den deutschen Schulschachmeisterschaften in Berlin teilzunehmen, sowie auf das Zentrale Lager in den Osterferien, bei denen ich hoffentlich eine höhere DWZ erspielen kann.

Meine Tipps für andere Schachspieler sind:

Löst Taktikaufgaben. So trainiert ihr in der Partie einen guten Zug zu finden.

Außerdem empfehle ich euch, hin und wieder neue Eröffnungen auszuprobieren.

Oliver Stork (15), Einführungsphase, Mitinitiator der Schach-AG und Mitglied im Leistungsteam seit 2014.

Ich spiele Schach seit meinem fünften Lebensjahr, als ich das Spiel im Kindergarten entdeckte. Nachdem ich 6 Monate später meine Eltern, beide Mathematiker, besiegen konnte, kam ich in den SV Oberursel und begann mit einem Schach-Trainer zusammen zu arbeiten. Schon bald folgten zahlreiche schachliche Erfolge, während ich meine Spielstärke kontinuierlich steigerte. Inzwischen bin ich 5-maliger Einzelhessenmeister meiner Altersklasse, habe bereits Internationale Meister und Großmeister geschlagen und selbst schon den Titel des Fide-Meisters errungen. Meine wohl größten Erfolge sind meine Deutschen Vize-Meister Titel, die ich 2015 in der Altersklasse U12, und 2019 in der Altersklasse U16 errungen habe. Damit verbunden ist die Teilnahme an den Schachweltmeisterschaften der jeweiligen Altersklasse.

Neben Schach spiele ich auch noch Basketball im Verein, nehme an Mathematikwettbewerben teil und interessiere mich für Naturwissenschaften und Programmierung. Das letzte Jahr habe ich in England verbracht und dort viele neue und interessante Erfahrungen abseits von Schach gesammelt.

Trotz des großen Drucks, welcher oft mit dem hohen Niveau verbunden ist, macht mir Schach sehr viel Spaß und meine frühen Erfolge waren definitiv entscheidend für meine Persönlichkeitsentwicklung. In der Schach-AG habe ich die Möglichkeit, mein Wissen an jüngere und weniger erfahrene Spieler weiterzugeben und ihnen dabei zu helfen, zusammen mit der Schulmannschaft ihre eigenen Erfolge zu erzielen. Persönlich freue ich mich zunächst auf die Teilnahme an den Jugendweltmeisterschaften im Oktober dieses Jahres und darauf, in der Zukunft gegen möglichst viele Meister zu spielen, um mir selbst noch höhere Schach-Titel zu verdienen. Allerdings kann ich es auch kaum noch erwarten, bei der deutschen Schulschachmeisterschaft 2020 zusammen mit meinem Team um den Deutschen Meistertitel, und somit einen riesigen Erfolg für jeden einzelnen Schüler, zu kämpfen.

Anderen Schachspielern empfehle ich, niemals zu vergessen, Spaß an dem Spiel zu haben, und nicht Ergebnisse in den Vordergrund zu rücken. Um die eigene Spielstärke zu verbessern sollte man einfach viele Schach-Partien - möglichst Langzeit - spielen und nachher mit einem erfahrenen Spieler ausführlich analysieren. Allerdings gehört es auch dazu, manchmal selbst Arbeit reinzustecken und selbstständig Taktikaufgaben zu bearbeiten, Lehrbücher durchzuarbeiten oder sich mit Eröffnungstheorie vertraut zu machen.

 




Aktuelle Info


An die zukünftigen Fünftklässler*innen: Wenn ihr schon immer mal wissen wolltet, wie es wirklich am GO ist, dann seid ihr hier genau richtig! Weiter unten auf der Startseite findet ihr einen Film, den wir nur für euch gedreht haben! Film ab! 


Und ihr so? Der Lockdown-Talk im GTB

Liebe Schüler*Innen der 7.-10. Klassen, liebe Oberstufenschüler*Innen,

fällt es euch auch immer schwerer, euch für das Homeschooling zu motivieren? Läuft es schleppend? Seid ihr antriebslos? Was fehlt euch am meisten im Lockdown? Wenn ja, ihr seid nicht allein mit diesen Gefühlen. Wir, Andreas, Marc und Sandra möchten euch zu Gesprächsrunden in den Ganztagsbereich einladen. Wir möchten wissen, wie es euch geht und euch Gelegenheit geben, mit Gleichgesinnten im Klassenverband zu sprechen. Alles natürlich unter den nötigen Hygiene- und Abstandsregeln.

Wenn ihr Lust habt, meldet euch per Email an: ganztag@oug.hochtaunuskreis.net

Zeitfenster: Montags 14- 16 Uhr für die 7. Klassen Dienstags 14-16 Uhr für die 8. Klassen Mittwoch 14-16 Uhr für die 9. Klassen Donnerstag 14-16 Uhr für die 10. Klassen Freitags 14-16 Uhr für die Oberstufen

Wir freuen uns auf euch – ein Austausch und das Wissen, dass es uns oft nicht allein so geht, wie es uns gerade geht, kann enorm helfen. Gemeinsam gegen den Corona-Blues – keep on rocking. Euer GTB Team vom GO


Termine

Mo, 01.03.2021
Eröffnung Online-Ausstellung Kunst-LK Q4 (Mozartfoyer)

Di, 09.03.2021
Schulkonferenz

Do, 01.04.2021
Ende Kursphase Q4

Fr, 02.04.2021
Osterferien

Mi, 21.04.2021
Schriftliche Abiturprüfungen