Gymnasium Oberursel

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Schachspiel - Schachsport - Schulschach - Turnierschach

Der motivierende Schachsport an Schulen hat weltweit eine große Bedeutung gewonnen. Seit 2013/2014 hat das GO das Schulschach in unterschiedlichen Schach-AGs aufgebaut und zugleich mit der Teilnahme an Schulschachturnieren begonnen. Schach in der Kombination als Schul- und Vereinssport wird zu einem wertvollen Hobby, das bei Schachturnieren vielfältiger Art große Herausforderungen bietet und in Mannschaften zu schönen Teamerfolgen führen kann.

Die Struktur der Schach AGs sieht Einstiegsmöglichkeiten für „Ambitionierte Anfänger“, aufbauendes Training für „Schachtalente“ und anspruchsvolles Training für das „Leistungsteam“ vor. Zum Einstieg in das Schach ist besonders auch der Kurs „Miteinander Spielen“ beliebt. Über allen Schach AGs steht das Paradigma, dass das Spielen Spaß macht.

 

Miteinander Spielen 

 

Einfach mal miteinander Schach spielen im Alltag der Schule ist das Ziel dieser Gruppe, die regen Zuspruch genießt.

 

Ambitionierte Anfänger 

 

Wer Schach intensiv lernen möchte, ist bei den ambitionierten Anfängern richtig, wo neben gezielten kleinen Übungen auch erste Turniererfahrungen gesammelt werden.

 

Talente 

 

Wer schachliches Talent bei ersten Turniererfahrungen gezeigt hat, wird hier intensiv trainieren. Angemessene Aufgaben werden gelöst und herausfordernde Problemstellungen bearbeitet, um auf Schulschachturniere vorbereitet zu sein.

 

Leistungsteam

Hier finden sich hocherfahrene Spieler zusammen, die teils bereits mehrjährig im Verein mitspielen, teils bereits über Leistungskader schachliche Erfahrungen gesammelt haben und intensiv Schach trainieren. Es werden sehr anspruchsvolle Aufgaben gelöst, meisterliche Partien ebenso wie eigene Partien analysiert und nach intensivem Training die stärksten Schulschachturniere besucht.

Das GO richtet ein Schulschachturnier jährlich einmal aus. Die Teilnahme von etwa 40 und mehr Spielern ist für Hessen rekordverdächtig, noch besser ist aber das hohe Niveau der Teilnehmer an den GO-Schulmeisterschaften. Jeder Schüler des GO ist hier willkommen, diese Herausforderung anzunehmen!

Das Oberurseler Schulschach-Freizeitturnier im Juni ist ein idealer Turniereinstieg für jeden AG-Teilnehmer. Vom GO nehmen hier regelmäßig mehrere Mannschaften mit sehr guten Erfolgschancen teil. 

Das Hessische Kultusministerium hat die Hessische Schachjugend damit beauftragt, den Hessischen Schulschach-Mannschaftswettbewerb (HSMW) auszurichten, in denen alle Schulen Hessens angesprochen werden und die Qualifikanten für deutsche Schulschachmeisterschaften ausgespielt werden. In Altergruppen U13, U15 und U17 spielen die Gymnasiasten zunächst ab November zwei Vorgruppen zur Ausscheidung von Mannschaften. Die Schüler werden zum Turnier von einem Lehrer begleitet. In der Endrunde der HSMW (Hessischer Schulschach-Mannschaftswettbewerb) werden die Teilnehmer für Deutsche Schulmeisterschaften, dann auch gesondert bei den Mädchen, ermittelt, die danach an verschiedenen Orten der Republik, z.B. Bad Homburg, Berlin und anderswo mitspielen. Das GO ist bereits manches Mal mit seinen stärksten Spielern und Spielerinnen auf den deutschen Meisterschaften erfolgreich vertreten gewesen.

Mit Hibbdebach Dribbdebach in Frankfurt Bornheim richtet die Hessische Schachjugend seit vielen Jahren im Februar ein Schulschachturnier im Bürgerhaus Frankfurt Bornheim aus, das inzwischen zu einem der größten Schulschachturniere Deutschlands zählt. Das GO entsendet Mannschaften zu den Turnieren der Klassen 5-8 sowie der Klassen bis Q4.

Oliver und Christopher Stork bei den Deutschen Meisterschaften

 

Als Hessenmeister in den Altersklassen U12 und U16 hatten mein Bruder Christopher und ich uns für die Teilnahme an den deutschen Jugend-Einzelmeisterschaften 2019 qualifiziert. Diese fanden, genau wie schon in den Vorjahren, im Sauerlandstern Hotel im schönen Willingen (Hessen) statt, vom 8. bis zum 16. Juni. Mit meiner DWZ (deutsche Wertungszahl) von 2202 war ich an Setzlistenplatz 9 gesetzt und mein Bruder an Platz 12 mit seiner Wertungszahl von 1804.

Übrigens nahmen außer Christopher und mir vom SV Oberursel auch noch Samuel Weber (offene Meisterschaft), Noah Weyerer (U12), Sarah Neininger (U10w) und Elea Weyerer (KiKa-Turnier)teil. Noah wird ab nächstem Schuljahr  auch auf dem GO sein. Insgesamt nahmen 711 Spieler in den insgesamt 14 verschiedenen Altersklassen teil. Hier ein Bild des Turniersaals:

Aufgrund des Schweizer Systems wurden sowohl Christopher als auch ich in den ersten Runden gegen DWZ-schwächere Gegner gelost. Christopher zeigte sich dabei äußerst souverän, indem er am ersten Tag 2 aus 2 Punkten holte. In der zweiten Partie demonstrierte er dabei gegen Marlon Bock (DWZ 1695, Thüringen) hervorragende Endspieltechnik indem er die schlechte Bauernstruktur und Figurenkoordination seines Gegners vorbildlich ausnutzte. Zuerst legte Christopher die schwarzen Figuren am Königsflügel fest, um dann einen Freibauern auf dem Damenflügel zu bilden, welcher ihm den Sieg einbrachte.

 Währenddessen musste ich mich mit zwei sehr unglücklichen Remis und somit nur einem aus 2 möglichen Punkten nach Tag 1 zufrieden geben. Besonders ärgerlich war dabei, dass ich in beiden Partien klaren Vorteil herausgespielt hatte und dann mehrere Gewinnmöglichkeiten liegen ließ. Die folgende Stellung entstand nach dem 40. Zug in meiner Partie in der ersten Runde gegen Marius Fromm (DWZ 2039, Mecklenburg-Vorpommern), in der ich Weiß war.

Weil mein Gegner in der Zeitnotphase vergessen hatte, drei Züge zu notieren, war ich mir nicht sicher, ob ich die Zeitkontrolle geschafft hatte und nahm mir deswegen keine Zeit für meinen 41.Zug. Daraufhin übersah ich das starke Damenschach auf h4, welches eine forcierte Matt-Sequenz einleitet, inklusive eines Turmopfers auf g7, und gab stattdessen ein Schach auf g6, welches meinen Gewinnvorteil aus der Hand gab.

Am zweiten und dritten Tag wurde nur jeweils eine Runde gespielt. In der dritten Runde konnte ich nach den äußerst unglücklich verlaufenen ersten beiden Runden mit einigem Glück endlich meinen ersten Sieg einfahren, gegen Jan Boder (DWZ 2081) aus Rheinland-Pfalz. In einem ausgeglichenen aber komplizierten Endspiel spielte ich sehr risikoreich auf Gewinn und wurde schließlich belohnt, als ich in ein Turmendspiel abwickeln konnte, wo meine verbundenen Freibauern trotz Minusbauern einfach zu stark waren.

Christopher musste sich in Runde drei mit einem ereignislosen Remis als Schwarzer zufrieden geben, in dem sein Gegner Julius Ohler (DWZ 1774, Rheinland-Pfalz) sehr solide spielte und keine Gewinnversuche zuließ.

In der vierten Runde konnte ich meinen zweiten Sieg landen gegen Ilya Gutkin (DWZ 2056, NRW). In Zeitnot rechnete ich etwas schneller und konnte die Partie mit einer schönen Gewinnkombination für mich entscheiden.

Der Bauernvorstoß nach e3 öffnet die weiße Königsstellung für Dame, Springer und Läufer und führt forciert zu Matt oder entscheidendem Materialgewinn.

Nach Runde drei bekam Christopher Probleme damit, bessere Stellungen zu einem vollen Punkt zu verwerten und spielte alle Partien, bis zur sechsten Runde einschließlich, Remis. In der vierten Runde entschied er sich für den falschen Plan und erlaubte seinem Gegner den bis dahin erspielten leichten Vorteil zu egalisieren.  In der fünften Runde verpasste er eine Möglichkeit, den gegnerischen König in die Mitte zu zwingen und somit starken Angriff zu erhalten. Wenige Züge später erreichte sein Gegner durch ein Dauerschach die Punkteteilung. Und dann verpasste Christopher in der sechsten Runde seine wohl größte Chance auf einen wichtigen vollen Punkt gegen den Drittgesetzten, und späteren deutschen Vizemeister, Leonardo Costa (DWZ 1941) aus Bayern. Dieser übersah in Zeitnot eine Taktik, mit der Christopher eine Figur gewann. Leonardo schaffte es aber immer noch, einen Angriff zu inszenieren, der Christopher - ebenfalls in Zeitnot - vor genügend große Probleme stellte, so dass er seinen Gewinnvorteil nicht verwerten konnte.

Währenddessen war ich erfolgreicher. Mit 3 aus 4 war ich nun in der Spitzengruppe, nur einen halben Punkt hinter dem Führenden, und musste in der fünften Runde gegen den Erstgesetzten Alexander Suvorov (DWZ 2304, NRW) ran. Die Partie verlief ausgeglichen bis mir ein grober Fehler unterlief, bei dem ich einen absolut logischen Zug komplett übersah. Allerdings konnte ich mich verteidigen und entkam in ein Remis. Der Computer zeigt einen Gewinnweg für ihn auf, der allerdings in Zeitnot kaum zu sehen war.

In der sechsten Runde spielte ich gegen Ruben Gideon Köllner (DWZ 2255) auch aus Nordrhein-Westfalen, der zu dem Zeitpunkt mit einem halben Punkt Vorsprung führte. Nach einer sehr gelungenen Eröffnungsvorbereitung kam ich schnell zu Vorteil und sehr starkem Angriff. Und tatsächlich warf mein Gegner schon nach 24 Zügen das Handtuch, als ich mit einer hübschen Taktik eine Figur gewann. Mit dem Sieg übernahm ich die Führung mit 4,5 Punkten aus sechs Partien und hatte damit sogar einen halben Punkt Vorsprung auf den Rest des Feldes.

Auch außerhalb des Schachbretts hatten wir Spaß: Zwischendurch fand das traditionelle Eisessen zusammen mit der hessischen Delegation statt, bei dem auf Kosten der hessischen Schachjugend versucht wurde, Peter Kellers Rekord von 14 Eiskugeln zu übertreffen, doch niemand kam auch nur in die Nähe davon. Danach ging es dann aber wieder weiter mit dem Wettbewerb.

In der siebten Runde galt es, meinen Vorsprung gegen den Zweitgesetzten Nikolas Wachinger (DWZ 2270) aus Bremen zu verteidigen. Ich bekam mit den weißen Figuren wieder dank hervorragender Vorbereitung von meinem Coach sehr starken Angriff und erspielte mir bald eine Gewinnstellung. Dann brach ich jedoch unter dem enormen Druck, den ich mir selbst machte, zusammen. Ich übersah einfache Gewinnwege und auch die so ziemlich einzige Chance die er noch hatte. Somit verlor ich durch eine Serie schlechter Züge zuerst meinen Vorteil und dann sogar die Partie. Somit gab ich meine Führung aus der Hand und lag wieder mit einem halben Punkt zurück.

Christopher machte es besser und überwand seine Remis-Serie in Runde sieben. In einer chaotischen Partie gegen Peter Woltmann (DWZ 1468, Schleswig-Holstein) behielt er die Oberhand und schloss somit wieder zur Spitzengruppe auf. Allerdings blieb er dabei einen ganzen Punkt hinter dem alleine Führenden, Lucas Foerster-Yialamas, und einen halben Punkt hinter Platz zwei und drei zurück.

Nachdem ich in Runde sieben meine Führung so unglücklich verspielt hatte, brauchte ich zwei Siege in den letzten beiden Runden, um noch Chancen auf den Titel zu haben. In Runde acht ließ mein Gegner sich zu einem Figurenopfer hinreißen, welches jedoch inkorrekt war und keinen Angriff einbrachte, der stark genug gewesen wäre, um den Verlust einer Figur zu rechtfertigen. Ich wehrte den Angriff mit genauen Zügen ab und blieb mit einer Mehrfigur zurück, die ich in einen vollen Punkt umwandelte. Das Remis von Alexander Suvorov und Nikolas Wachinger am Spitzenbrett erlaubte mir, zu ihnen aufzuschließen. Außerdem kamen auch Marco Dobrikov und Torben Knüdel auf 5,5 aus 8 Punkten vor der letzten Runde, womit wir zu fünft auf dem geteilten ersten Platz lagen!

Christophers Titelchancen verflüchtigten sich, als er in der achten Runde gegen Felix Reichmann (DWZ 1778, Berlin) mal wieder trotz besserer Stellung nicht über ein Remis hinauskam. Mit einem Sieg in der letzten Runde hätte er trotzdem noch das Treppchen erreichen können, aber leider kam er gegen Diyor Bakiev (ebenfalls Hessen), der nicht nur Erstgesetzter war mit seiner DWZ von 2080, sondern auch ein guter Freund von Christopher. Die Partie endete Remis, was zum dritten Platz für Diyor reichte und zum sechsten für Christopher. Damit verpasste Christopher denkbar knapp die Top 5 und einen Platz auf der Bühne bei der Siegerehrung. Hier und da hatte es bei ihm an der Chancenverwertung gemangelt, aber trotzdem eine hervorragende Leistung: 6 aus 9 und keine Partie verloren, Sechster in Deutschland!

Und nun zum großen Showdown in der U16: Ich führte die weißen Figuren gegen Marco Dobrikov, Nikolas Wachinger spielte gegen Torben Knüdel und Alexander Suvorov spielte gegen Marius Fromm aus der erweiterten Führungsgruppe, da er gegen jeden an der Spitze bereits gespielt hatte. Ich bekam eine recht bequeme Stellung aus der Eröffnung heraus, verspielte meinen Vorteil aber durch einen positionellen Fehler. Der Druck war wieder da. Nikolas gelang es, Torben zu bezwingen, womit er sich einen Platz auf dem Treppchen sicherte, aber auch ich, sogar mit einer Niederlage, nicht mehr aus den Top 5 rausfallen konnte. In meiner eigenen Partie jedoch wurde ich überspielt, sodass mein Gegner schließlich eine Gewinnstellung bekam. Die Computeranalyse zeigt einen sofortigen - aber komplizierten - Gewinnweg für den Schwarzen, aber mein Gegner wollte wahrscheinlich kein Risiko eingehen und entschied sich für einen vermeidlich sicheren Weg zum Sieg. Doch was wie ein Gewinnzug aussah, gab tatsächlich den Vorteil an mich ab! In Zeitnot fand ich die richtigen Züge und konnte auf sehr glückliche Weise die Partie noch für mich entscheiden.

Auch Alexander Suvorov gewann seine Partie und sicherte sich damit aufgrund der besseren Feinwertung den Deutschen Meister Titel. Ebenfalls durch Feinwertung landete ich vor Nikolas Wachinger auf dem zweiten Platz. Zwar habe ich meine Chance auf den Titel vergeben, aber trotzdem kann ich als Deutscher Vizemeister sehr zufrieden sein. Glückwunsch an Alexander, der bärenstarkes Schach gezeigt hat und verdient gewonnen hat, ohne eine Partie zu verlieren, Respekt! Nächstes Jahr schlage ich ihn aber trotzdem ; )

Die ganze Siegerehrung könnt ihr euch hier anschauen: https://www.youtube.com/watch?v=GiEj4Mue7Pw&t=9359s                                        

Alle Partien findet ihr auf https://www.deutsche-schachjugend.de/dem2019/turnier/

 


GO-Teilnahme am Schulschachturnier Oberursel

Simultanveranstaltung "Internationaler Schachmeister gegen GO-Schüler"

Endrunde Hessische Schulschachmannschaftswettbewerbe am GO

In diesem Jahr hat das Gymnasium Oberursel mit der Hessischen Schachjugend am 20.März 2019 die Endrunden des Hessischen Schulschachmannschaftswettbewerbs (HSMW) erstmals ausgerichtet. In der Aula des Gymnasiums wurden die Hessischen Schulmeister in den Wettkampfklassen WK II (Jg. 2002/2003 und jünger), WK III (2004/2005), WK IV (2006/2007), Mädchen, WK HR (Haupt- und Realschüler) und WK G (Grundschulen) ausgespielt. Zusätzlich wurde die WK O (Offene Klasse) für alle Alterklassen angeboten.

Lesen Sie dazu bitte auch den Pressebericht vom 25.03.2019 (unten).

Frankfurt Hibbdebach Dribbdebach 2019

Presseberichte (Auswahl)

Zwei Hessensieger-Pokale bleiben in Oberursel - Bei den Hessischen Schulschachmeisterschaften am Gymnasium Oberursel ging es um die Teilnahme an den deutschen Meisterschaften

 

Oberursel erlebte in dieser Woche einen ganz besonderen Wettbewerb im Denksport. Am 20. März trat die Schachelite von Hessens Schulen mit 70 Teams im Gymnasium Oberursel an, um die Schulschachmeisterschaften des Landes auszuspielen, darunter auch sechs Teams des Gymnasiums Oberursel. Am Ende siegten die Schüler der Wettkampfklasse 2 (WK 2) und die Mädchenmannschaft 1 des GO  in der Aula der eigenen Schule knapp, aber hochverdient. Damit qualifizierten sie sich für die Deutsche Finalrunde im Mai in Berlin. Vier weitere Teams des Gymnasiums aus Oberursel erreichten gute Platzierungen zwischen Platz 2 und 15. Viel gelobt wurde nach dem Turnier auch die gelungene Ausrichtung der hessischen Meisterschaften durch das Gymnasium Oberursel.

 

Bereits um 10.00 Uhr war die Aula gefüllt mit 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern von verschiedenen hessischen Schulen. Weit gereiste Teams, wie z.B. aus Kassel, aber auch Schulen aus näherer Umgebung hatten den Weg nach Oberursel gefunden, in der Hoffnung, Hessenmeister zu werden. Die Schüler traten in Viererteams (plus zwei Ersatzspielern) getrennt nach Alter, Geschlecht und Schulform gegeneinander an. Das Gymnasium Oberursel schickte eine WK2-Mannschaft, zwei Mädchenteams und drei offene Schachmannschaften ins Rennen.

 

Schon vor Beginn der Veranstaltung erhofften sich der Koordinator des GO-Schulschachs, Christoph Müller-Dahmer, und der AG-Leiter Ernst Fromme vom Schachverein Oberursel gute Chancen auf einen Sieg. Dass es am Ende zwei Siege wurden, erfreute sie besonders. Mit Unterstützung anderer Lehrerkollegen haben sie seit vier Jahren die Schachteams des Gymnasiums Oberursel aufgebaut und diese Schritt für Schritt an das hohe Niveau des hessischen Schulschachs herangeführt. So konnten alle Zuschauer in Oberursel beobachten, wie die jungen Talente manchmal mit taktischen Finessen, manchmal mit strategischer Weitsicht den König des Gegners mattsetzten.

 

Der Schulleiter des Gymnasium Oberursels, Volker Räuber, freute sich, die antretenden Schach-Schüler begrüßen zu können und gratulierte allen Teilnehmern zu ihrem Erfolg, die Endrunde der hessischen Schulmeisterschaften erreicht zu haben. Zudem hob er das Engagement der anwesenden Lehrer und Trainer hervor, was einen lauten Applaus hervorrief.  Mit dem Zitat „Außer der Philosophie weiß ich kein so gutes Treibmittel des Gehirns als höchstens Schach und Kaffee“ von Johann Richter zeigte Volker Räuber den Turnierspielenden seine Anerkennung und wies auf die Bedeutung des Schachspiels hin. Er freue sich, dass sich so viele junge Menschen sich für den Schachsport begeistern. Nach der Begrüßung starteten die Schüler mit voller Konzentration und Ruhe in das Schachturnier.

 

 

Das erste Spiel der WK2 aus Oberursel gegen den weiteren großen Favoriten aus Gelnhausen war als Vorentscheidung für den Gesamtsieg zu betrachten. Überraschenderweise verlor der Topspieler des GO, Ioannis Papadopoulos, bereits nach 5 Minuten seine Partie. Im vergangenen Jahr beendete er die Weltmeisterschaft seiner Altersklasse als 98. von 200 Teilnehmern. Nun stieg die Spannung und der junge Christopher Stork  sowie die beiden erfahrenen Spieler Jonas Glückmann und Lennart Moldenhauer waren gefragt. Sie hielten dem großen Druck stand und konnten zwei Siege verbuchen. Dadurch war das Unentschieden gerettet, und nun sollte die Anzahl der einzelnen Siege der Partien entscheiden.

 

In den Folgerunden spürten die anderen Mannschaften den großen Ehrgeiz der Favoriten, die nunmehr um die maximale Brettpunktzahl in jeder einzelnen Partie kämpften. Das Team aus Gelnhausen trumpfte auf und gewann ein Spiel mit 4:0 und das folgende mit 3,5:0,5. Dass Team des GO brillierte in beiden Spielen gegen die Schule aus Rotenburg und Kassel mit jeweils 4:0, sodass die Oberurseler äußerst knapp, aber hochverdient, am Ende im stolzen Besitz des Siegerpokals waren.

 

 

Bei den Mädchen waren die vorjährigen Meisterinnen der Bertha-Von-Suttner-Schule Mörfelden/Walldorf als Favoriten angereist. Gegen sie erreichten die Oberurseler Mädchen (Carolina Köpke, Karolin Tobias, Rebecca Pergament und Anna Glückmann) in der 2. Runde ein 2:2 Unentschieden. Abermals mussten die Brettpunkte entscheiden. Auch die GO-Mädchen brachten das Kunststück fertig, gegen alle folgenden Mannschaften ohne Punktverlust 4:0 zu gewinnen. Sie holten damit den Hessenmeistertitel und nahmen freudestrahlend den Pokal entgegen.

Die zweite, sehr junge Mädchen-Mannschaft des Gymnasiums, spielend in der Reihenfolge Aliki Papadopoulou, Leonie Rödermel, Anna Knez und Esther Pergament,  konnte sich unter den U14-Teams den Vizemeister-Titel hinter der Gesamtschule Obersberg sichern.

 

Im offenen Turnier mit 25  Mannschaften spielten die drei weiteren Mannschaften des GO eher eine Nebenrolle, da einige Schulen ihre stärksten Teams in dieses Turnier entsendet hatten. Die Mannschaft der Internatsschule Schloss Hansenberg konnte sich gegen die restlichen Teams souverän durchsetzen. In diesem Team gab es ein willkommenes Wiedersehen mit dem ehemaligen GO-Schüler Sönke Schneider. Über die Platzierungen vier, fünf und fünfzehn der drei Oberurseler-Teams freute sich AG-Leiter Ernst Fromme, da die Schachgegner in dieser Kategorie als deutlich erfahrener zu bewerten sind. Die drei anderen Wettkampfklassen-Sieger waren die Schulen aus Gelnhausen (WK3), Offenbach (WK4) und Viernheim (WK5).

 

Die Mannschaft WK2 und die Mädchenmannschaft 1 des GO jubelten über die geglückte Qualifikation für die deutschen Endrunden.  Christoph Müller-Dahmer wird die Teilnehmer zu den Endrunden im Mai 2019 nach Berlin begleiten. Vielleicht darf eine Mannschaft des Gymnasiums Oberursel sich in naher Zukunft  darüber freuen, einen deutschen Endrunden-Pokal in den Händen halten zu können.

 

 

(Fabian Noah Medler, E2)

Schachschüler des GO zeigten viel Leidenschaft bei „Hibbdebach Dribbdebach“- Sieg in Wettkampfgruppe II und weitere gute Platzierungen

 

Für Schachschüler ist das größte hessische Schulschachturnier „Hibbdebach gegen Dribbdebach“ in Frankfurt ein herausragendes Ereignis im Jahresablauf, so auch am 6. und 7. Februar 2019. Drei Mannschaften schickte das Gymnasium Oberursel in diesem Jahr ins Rennen, unterstützt von drei Lehrern und dem Leiter der Schach-AG am GO, Ernst Fromme. Die Teams mit Schülern der Klassen 5-6 errangen dabei gute Platzierungen. Die stärkste Mannschaft des GO aber konnte in der Kategorie „Weiterführende Schulen II“ sogar den Gesamtsieg für sich verbuchen.

 

73 Mannschaften traten diesmal gegeneinander an. In der Kategorie „Weiterführende Schulen I“ mit Schülern der 5. bis zur 8. Klasse waren es nicht weniger als 37 Schulmannschaften. Jede Mannschaft spielte mit 8 Schachschülern und weiteren Ersatzspielern.

 

Das Gymnasium Oberursel beteiligte sich in dieser Kategorie am ersten Tag mit zwei Mannschaften, die dem Reglement nach zunächst gegeneinander spielen mussten. Für die erste Mannschaft I traten der Aufstellung nach Tim Viebahn, Nils Moldenhauer, Karolin Tobias, Rebecca Pergament, Anna Glückmann, Aliki Papadopoulou, Victor Sander, Anna Knez und Georg Langsdorf, für die zweite Mannschaft Tristan Merkel, Sven Stummvoll, Tobias Auer, Alwin Mohr, Su Yul Chun, Mustafa Ordukaya, Leonie Rödermel, Timon Röhner und Maro Slomka an. Etwas überraschend setzte sich nach hartem Kampf das jüngere Team mit größerem Elan durch und gewann mit 5:3.

 

In der zweiten Runde gewannen beide Teams ihre Kämpfe. Erst in der dritten Runde musste das Team „GO 2“ seine erste Niederlage gegen die in Schachkreisen renommierte Leibnizschule Offenbach einstecken, die später zum Sieger des Turniers wurde. Am Ende hatten beide Teams jeweils beachtliche 4 Siege bei 1 Niederlage erreicht. Die erste Mannschaft heimste ganz knapp die Pokale für den 5. Platz ein, während die 2. Mannschaft direkt dahinter auf dem 6. Platz einen schönen Erfolg erkämpfte. Schachkoordinator Christoph Müller-Dahmer jedenfalls begleitete die erfolgreiche Schülergruppe zufrieden zurück nach Oberursel. 

 

Am Donnerstag , dem 7.2. 2019,  reiste aus dem Gymnasium Oberursel die stärkste Schul-Mannschaft in Begleitung von Dr. Klaus Sauermann zum Bürgerhaus nach Frankfurt Bornheim an, um sich in der obersten Kategorie „Weiterführende Schulen II“  mit der  Konkurrenz zu messen. Der Spitzenspieler Ioannis Papadopoulos führte das Team mit Christopher Stork, Jonas Glückmann, Lennart Moldenhauer, Carolina Köpke, Leon Papadopoulos, Lukas Knez und Lennard Borgmann in den Kampf und besiegte zunächst an allen 8 Brettern das Lessing Gymnasium Frankfurt und danach die Liebigschule Frankfurt. In der dritten Runde gegen die Freie Erste Christliche Gemeinde Frankfurt siegten die Oberurseler mit 6:2. Danach wurde die 4. Runde zum entscheidenden Mannschaftsduell.

 

Dort trafen die GO-Spieler auf die Spitzengruppe der Dreieichschule aus Langen. Nach Niederlagen am 4., 5. und 8. Brett bei Siegen am 1. Brett und einem Remis am 3. Brett wurde es kritisch für das GO-Team, bevor Lukas Knez an Brett 7 die Wende gelang. Auch der spielstarke Christopher Stork entschied seine Partie für sich und der Jüngste im Team, Leon Papadopoulos, spielte nun beim Stand von 3,5:3,5 um die Entscheidung. Aus einer offenen und spannenden Stellung machte er mit höchster Anstrengung eine Gewinnpartie. Als Favoriten spielten nun die Oberurseler die letzte Runde und gewannen auch gegen die starke  Leibnizschule Offenbach mit 6,5:1,5. Damit war das Schachteam des GO die beste Mannschaft in der Kategorie II. 

 

Das schulstärkste Schachteam aus Oberursel hat damit das größte Schulschach-Turnier Hessens in fairer und souveräner Weise gewinnen können. Die Schach-AG am GO freut sich nun über alle Siegerpokale sowie die Ausrichtung der Endrunden des Hessischen Schulmannschaftswettbewerbs (HSMW) am 20. März in der Aula des Gymnasiums Oberursel. Zu diesem besonderen Event hoffen die Schachspieler des Gymnasiums auf viele interessierte Zuschauer.

 

Seit nunmehr 4 Jahren trainieren die Schüler und Schülerinnen am Gymnasium Oberursel mit dem AG- Leiter Ernst Fromme und haben einen starken Mannschaftszusammenhalt entwickelt. Besonders auch die 5. und 6. Plätze im Turnier der weiterführenden Schulen I freuen den AG-Leiter, weil diese jungen Spieler große Begeisterung für das Schachspiel und ein sehr gutes schachliches Potential zeigen.

 

In den verschiedenen Schach-AGs des Gymnasiums Oberursel heißen der schachliche Koordinator Christoph Müller-Dahmer zusammen mit dem AG-Leiter alle Schachbegeisterten, dabei auch jederzeit Anfänger im Schachspiel, sehr herzlich willkommen.  (from/ nlh)

 

 

J. Niesel-Heinrichs (Pressesprecherin)                                                                                V. Räuber (Schulleiter)


Schülerporträts

Carolina Köpke, Klasse 9c, Teilnahme Schach-AG „Leistungsteam“ seit der 5. Klasse (2013/2014).

Die Züge der Schachfiguren wurde mir damals bereits von meinen Betreuern im Kindergarten erklärt, aber so richtig mit Schach bin ich erst in der 2. Klasse in Kontakt gekommen, als ich in meiner Grundschule (Dornbachschule) bei der Schach-AG teilgenommen habe. Diese wurde mit viel Geduld und Liebe von Ursula und Helmut Escher aus dem Schachverein Oberursel geleitet und die beiden haben mich immer sehr unterstützt, sodass ich daher auch dem Verein beigetreten bin. Bei meiner Einschulung ins GO war mir natürlich sofort klar, dass ich auch hier der Schach-AG beitreten werde.

Außerdem mache ich seit ca. 2 Jahren Judo in der HTG in Bad Homburg und bin seit eineinhalb Jahren im Schulsanitätsdienst am GO dabei.

Eine weitere Besonderheit in meinem Leben sind definitiv meine Haustiere. Seit 2011 bin ich stolze Schlangen-Mama von zwei Kornnattern und amüsiere mich immer über die erstaunten Blicke der Leute, denen ich das erzähle.

Mein größter schachlicher Erfolg ist wohl die Teilnahme an den deutschen Schulschachmeisterschaften mit meinem Team in Bad Homburg, Aurich und Berlin, mein Bezirksmeistertitel in der U16w und die vielen andere Turniere in verschiedenen Mannschaften sowie alleine, bei denen ich viel lernen und Erfahrung sammeln konnte.

Schach bedeutet mir Spaß und ist schon lange fester Bestandteil meines Lebens. Ich liebe Langzeitpartien, bei denen man sich komplett auf das Schachbrett vor einem konzentrieren kann und alles andere ausblendet.

Besonders mag ich auch Abwandlungen des Schachs wie z.B. Tandem, Räuber- und Bombenschach. Blitzschach oder Bullet dagegen spiele ich eher weniger gern, allerdings bereitet mir das Zuschauen immer große Freude.

Ich freue mich darauf, im Mai 2019 das erste Mal mit meiner Mädchenmannschaft an den deutschen Schulschachmeisterschaften in Berlin teilzunehmen, sowie auf das Zentrale Lager in den Osterferien, bei denen ich hoffentlich eine höhere DWZ erspielen kann.

Meine Tipps für andere Schachspieler sind:

Löst Taktikaufgaben. So trainiert ihr in der Partie einen guten Zug zu finden.

Außerdem empfehle ich euch, hin und wieder neue Eröffnungen auszuprobieren.

Oliver Stork (15), Einführungsphase, Mitinitiator der Schach-AG und Mitglied im Leistungsteam seit 2014.

Ich spiele Schach seit meinem fünften Lebensjahr, als ich das Spiel im Kindergarten entdeckte. Nachdem ich 6 Monate später meine Eltern, beide Mathematiker, besiegen konnte, kam ich in den SV Oberursel und begann mit einem Schach-Trainer zusammen zu arbeiten. Schon bald folgten zahlreiche schachliche Erfolge, während ich meine Spielstärke kontinuierlich steigerte. Inzwischen bin ich 5-maliger Einzelhessenmeister meiner Altersklasse, habe bereits Internationale Meister und Großmeister geschlagen und selbst schon den Titel des Fide-Meisters errungen. Meine wohl größten Erfolge sind meine Deutschen Vize-Meister Titel, die ich 2015 in der Altersklasse U12, und 2019 in der Altersklasse U16 errungen habe. Damit verbunden ist die Teilnahme an den Schachweltmeisterschaften der jeweiligen Altersklasse.

Neben Schach spiele ich auch noch Basketball im Verein, nehme an Mathematikwettbewerben teil und interessiere mich für Naturwissenschaften und Programmierung. Das letzte Jahr habe ich in England verbracht und dort viele neue und interessante Erfahrungen abseits von Schach gesammelt.

Trotz des großen Drucks, welcher oft mit dem hohen Niveau verbunden ist, macht mir Schach sehr viel Spaß und meine frühen Erfolge waren definitiv entscheidend für meine Persönlichkeitsentwicklung. In der Schach-AG habe ich die Möglichkeit, mein Wissen an jüngere und weniger erfahrene Spieler weiterzugeben und ihnen dabei zu helfen, zusammen mit der Schulmannschaft ihre eigenen Erfolge zu erzielen. Persönlich freue ich mich zunächst auf die Teilnahme an den Jugendweltmeisterschaften im Oktober dieses Jahres und darauf, in der Zukunft gegen möglichst viele Meister zu spielen, um mir selbst noch höhere Schach-Titel zu verdienen. Allerdings kann ich es auch kaum noch erwarten, bei der deutschen Schulschachmeisterschaft 2020 zusammen mit meinem Team um den Deutschen Meistertitel, und somit einen riesigen Erfolg für jeden einzelnen Schüler, zu kämpfen.

Anderen Schachspielern empfehle ich, niemals zu vergessen, Spaß an dem Spiel zu haben, und nicht Ergebnisse in den Vordergrund zu rücken. Um die eigene Spielstärke zu verbessern sollte man einfach viele Schach-Partien - möglichst Langzeit - spielen und nachher mit einem erfahrenen Spieler ausführlich analysieren. Allerdings gehört es auch dazu, manchmal selbst Arbeit reinzustecken und selbstständig Taktikaufgaben zu bearbeiten, Lehrbücher durchzuarbeiten oder sich mit Eröffnungstheorie vertraut zu machen.

 




Aktuelle Info

- derzeit keine -

Termine

Di, 29.10.2019
Austauschinfoabend für die Klassen 7-10 (Rotunde)

Mi, 30.10.2019
Pädagogische Konferenzen Klassen 5

Di, 05.11.2019
Gesprächsnachmittag mit Grundschulkollegen

Di, 12.11.2019
Rotary Berufsinformationsabend (Aula)

Mi, 20.11.2019
Gesamtkonferenz (Der Unterricht endet 13:30 Uhr.)

Mo, 25.11.2019
Schulkonferenz (G101)

Sa, 30.11.2019
Monoid

Di, 03.12.2019
Grundschulinformationsabend (Aula)