Gymnasium Oberursel

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Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Oberursel besuchten die Vernissage der Fotoausstellung „Menschen auf der Flucht“

Drei Oberstufenkurse des Gymnasiums Oberursel besuchten am 13. August die Vernissage zur Ausstellung der Foto-Agentur Magnum „Menschen auf der Flucht“ im Rathaus Oberursel, die in Kooperation mit Amnesty International an mehreren Orten in Deutschland gezeigt wird. Die Fotografien werfen berührende Blicke auf 70 Jahre Fluchtgeschehen in verschiedenen Teilen der Welt. Nach dem Besuch der Ausstellung hörten die Jugendlichen noch den Vortrag von Margit Becker-Köberer (Amnesty Frankfurt) über  das heutige Fluchtgeschehen und damit verbundene Menschenrechtsfragen. 

Die Foto-Ausstellung der Agentur Magnum „Menschen auf der Flucht“, die am 13. August im Rathaus Oberursel mit einer Vernissage eröffnet wurde, zeigt eindrucksvolle Bilder von Menschen, die sich auf der Flucht befinden, und blickt dabei auf 70 Jahre Fluchtgeschehen in der Welt zurück. Wer sich wie die Oberstufenschüler aus drei Politikkursen des Gymnasiums auf die Fotos einlässt, bekommt durch diese Momentaufnahmen einen Einblick in die Geschichte von Menschen, die sich auf der Suche nach Sicherheit auf die Flucht begeben haben. Die Ausstellung berührt dabei die Zeit von Flucht und Vertreibung seit 1948 bis heute und zeigt Flüchtende in allen Teilen der Welt, die vor bewaffneten Konflikten, Unruhen oder gesellschaftlichen Umbrüchen fliehen.

In seiner Eröffnungsrede zu der von Amnesty International in Kooperation mit der Agentur Magnum organisierten Ausstellung betonte Bürgermeister Hans-Georg Brum die Bedeutung, die das Thema „Flucht“ heute nicht nur weltweit habe, sondern auch ganz konkret für die Stadt Oberursel. Noch vor kurzem sei man in der Stadtgesellschaft stolz gewesen, Flüchtlinge aufzunehmen, aber das gesellschaftliche Klima habe sich verändert. Rechtspopulismus und die Angst vor Wohlfahrtsverlusten hätten zugenommen, doch dies könne nicht die Maxime des Handelns sein. Als Verursacher vieler Probleme auf der Welt trügen die entwickelten Staaten Verantwortung. Man müsse sich um die Menschen in anderen Teilen der Welt kümmern, dort, wo Hunger, Armut, Gewalt und Bedrohung herrschten. Daher sei er froh, dass diese Ausstellung auf das Schicksal der Flüchtlinge aufmerksam mache.

Zu der vormittäglichen Eröffnungsveranstaltung im Rathaus hatte die hiesige Amnesty International Gruppe unter der Leitung von Helmut Ernst auch drei Oberstufenkurse des Faches Politik und Wirtschaft des Gymnasiums eingeladen. Über die Ausstellung hinaus hielt Margit Becker- Köberer, Rechtsanwältin und aktives Mitglied der Asylgruppe Frankfurt von Amnesty International sowie tätig in der Asyl- und Haftberatung GfA Ingelheim, einen Gastvortrag zum Thema „Fluchtursachen und Fluchtwege“. Im gut gefüllten großen Sitzungssaal des Rathauses waren auch  weitere Vertreter von Amnesty International sowie Mitarbeiter und Helfer der Stadt Oberursel anwesend, die sich um die Aufnahme von Flüchtlingen und die Integration in die Stadtgemeinschaft kümmern.

Margit Becker- Köberer gab in ihrem rund anderthalbstündigen Vortrag einen Überblick über die aktuellen weltweiten Konflikt- und Fluchtursachen, zeigte eindrucksvolle Bilder von Flüchtlingslagern in verschiedenen Teilen der Welt, lieferte Zahlen und Fakten des UNHCR und schilderte Schicksale von Menschen, die sich auf unterschiedlichen Fluchtrouten auf den Weg ins Ungewisse machen. Besonders ihre Fotografien zur Seenotrettung im Mittelmeer und ihre persönlichen Erlebnisse mit Flüchtlingen bewirkten Betroffenheit bei den Zuhörern. Die Referentin prangerte dabei eine aus ihrer Sicht zunehmende Verletzung von Menschenrechten der Flüchtlinge an, wobei sie auch ganz bewusst das Handeln vieler europäischer Staaten kritisierte. Konkrete Lösungswege und Strategien für die Zukunft konnte aber auch sie nicht liefern, wie die Schülerinnen und Schüler des GO feststellen mussten.

 Jens Frowerk, Fachbereichsleiter des gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeldes am GO, bedankte sich nach dem Vortrag bei Helmut Ernst von Amnesty International Oberursel für die Einladung der Kurse zu dieser Veranstaltung und wünschte der eindrucksvollen Ausstellung im  Rathaus viele Besucher.

Die Fotografien der Ausstellung „Menschen auf der Flucht“ der renommierten Fotoagentur Magnum können noch bis zum 24. August im Foyer des Rathauses betrachtet werden. (slz/ nlh)

J. Niesel-Heinrichs (Pressesprecherin)                                                                        V. Räuber (Schulleiter)




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