Gymnasium Oberursel

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Vor dem Absprung ins Leben – Das GO verabschiedet den Abiturjahrgang 2019 mit einer „Akademischen Feier“ in der Aula

 

Am Dienstag, dem 18. Juni 2019, fand in der Aula des Gymnasiums Oberursel die akademische Feier zur Verabschiedung von 150 Abiturientinnen und Abiturienten des Abiturjahrgangs 2019 statt. Durch die kurzweilige Veranstaltung führten charmant und geistreich Abiturientin Alice Bouyer und Musik- und Deutschlehrer Sebastian Leichtfuß.

Unbeantwortet blieb zunächst deren eingangs gestellte ironische Frage, was denn Schüler aus den Pflichtlektüren im Fach Deutsch eigentlich lernen sollen, in denen es um alternde, frustrierte  Wissenschaftler à la Faust, paranoide Soldaten wie Woyzeck und Reisende geht, die sich kafkaesk in Käfer verwandeln, und ob das „Leben eines Taugenichts“ da nicht schon ein passenderes Thema sei.

 

Den Reigen der Reden startete der Hausherr, Schulleiter Volker Räuber, mit einer vielschichtigen Analyse des Covers der Einladungskarte zu dieser Feier, eines Gemäldes von Abiturient Lukas Meißauer aus dem Kunst-LK von Melanie Müller: Eine Rose entsprießt einem sich häutenden Kopf, Bruchstücke und Risse am Hals weisen darauf hin, dass sich die über Jahre entwickelte Persönlichkeit langsam, aber stetig herauslöst. Um Loslösung von Schule und Elternhaus gehe es, um das Entfalten von Potenzialen, um das Finden der eigenen Persönlichkeit - und das angesichts enormer gesellschaftlicher Herausforderungen in unserer Zeit. All das las der Schulleiter aus diesem Bild heraus und blendete sodann das Bild einer Flussfahrt ein, mit der er die neuen Fünftklässler am 9. August 2011 zu Beginn ihrer acht Jahre am GO begrüßt hatte. Das Ziel dieser Reise sei nun erreicht, befand Räuber. Die Bestätigung dessen werde jedem Einzelnen in Form des Abiturzeugnisses an diesem Tag überreicht.

 

Die wichtigen Eckdaten zu diesem Erfolg lieferte Studienleiterin Gisela Tenter mit Dank an alle an diesem Ergebnis Beteiligten: Schüler, Eltern, Lehrkräfte. Mit einem Schnitt von 2,18, sieben Bestnoten von 1,0 (6 davon Mädchen), 34-mal einem Schnitt von 1,5 und besser, außerdem zahlreichen Ehrungen für fachliches und soziales Engagement könne sich der Abi-Jahrgang 2019 sehen lassen, der zu gleichen Teilen aus Mädchen und Jungen bestehe. Mit einigen humorigen Zitaten wie „Wer wartet, um viel Gutes auf einmal zu tun, wird nie etwas tun“ (frei nach Samuel Johnson) verwies Tenter auf die unterschiedlichsten Techniken zur Prüfungsvorbereitung, erwähnte außerordentliche Ergebnisse, die das Lehrerherz erfreuen, vergaß aber auch nicht, die Welt des akademischen Lernens kritisch zu betrachten. Wie in allen Reden an diesem Abend klang an, dass der Wert von Bildung auch darin liege, junge Menschen zu selbstkritischem Denken und Urteilsvermögen zu erziehen. Wissen allein genüge nicht, Bildungsarbeit müsse junge Menschen auch befähigen, Toleranz zu pflegen, Dogmen mit kritischer Distanz zu begegnen und selbstbewusst den eigenen Weg zu gehen.  

 

Sehr pointiert und persönlich setzten vier Tutorinnen und ein Tutor, die stellvertretend für die Gruppe der Leistungskursleiter sprachen, ihre Akzente. Manuela Althenn-Lux zog als Englischlehrerin das Bild von Othello heran, um zu betonen, dass nicht nur der berufliche Aufstieg zählt, sondern auch Beziehungsarbeit wesentlich ist, und warnte mit Blick auf die gegenwärtige politische Situation in den USA: „Hüten Sie sich vor Manipulation!“ Kirsten Busse wählte als Sportlehrerin das Bild des Sprungbretts, auf dem die Abiturienten nun stünden, kurz vor dem Absprung ins manchmal auch kalte Wasser. Schwimmen sei angesagt, die eigene Spur zu finden. Schwungvoll und mitreißend blickte Geschichtslehrer Jens Judisch zurück auf die 8 oder auch mal 9 Jahre des Lebens seiner Schülerinnen und Schüler am GO. Sein Aufruf, dass die nun ins Erwachsenenleben Eintretenden niemals vergessen sollten, für ihre und die Rechte anderer einzutreten, war überzeugend. Musikalisch mit der Ukulele unterlegte Sabine Reinke ihren warmherzigen Redebeitrag und betonte frei nach Loriot, dass ein Leben ohne Musik möglich, aber sinnlos sei. Den Abschluss bildete Heike Scholz mit dem Bild des Gartens, in

dem die Abiturientinnen und Abiturienten nun angekommen seien. In diesem Garten müsse selbst gehegt und gepflegt, entschieden und gewirkt werden, damit der weitere berufliche Weg gelinge.

 

Den Reigen der insgesamt sehr gehaltvollen Reden setzte die Elternrede von Dagmar Müller-Funk fort. Diesen jungen Menschen sei, im Gegensatz zu früheren Generationen, nun fast alles möglich, betonte Müller-Funk eingangs, kam aber dann auf die Problematik der Entscheidungsfindung zu sprechen und plädierte dafür, den jungen Menschen so viel Freiheit wie möglich einzuräumen. Dies veranschaulichte sie sehr humorig am Beispiel von „Schlumpfeis“ und einer Szene am Eisstand, die sie als junge Mutter miterlebt hatte. Ein kleines Mädchen habe hartnäckig just nach dieser Eissorte verlangt. Vielleicht sei „Schlumpfeis“ nicht gerade die beste Wahl, doch es sei eine Entscheidung angesichts unendlich vieler anderer Möglichkeiten. Auch um Durststrecken bei der Persönlichkeitsentwicklung ging es in der sehr ansprechenden Rede. Durststrecken erforderten Geduld, man müsse sie durchstehen und nicht gleich aufgeben, gab sie den Abiturienten mit auf den Weg.

 

Die Schülerrede von Victoria Thöne und Laurin Gerber griff die Thematik der Entscheidungen ebenfalls auf. Wie einfach sei es doch für frühere Generationen gewesen, den beruflichen Weg einzuschlagen. Man habe den Beruf des Vaters oder eben den Beruf, der im eigenen Namen steckte, gewählt: Müller, Schuster oder, charmant in die Runde geworfen, eben „Räuber“. Dass beim Thema „Bildung“ die Erfahrungen der Älteren auf die Leichtigkeit der Jüngeren träfen, wurde als wesentliches Merkmal benannt. Schule, der eigene Werdegang, die Rolle der Eltern, alle Aspekte wurden lobend und wertschätzend, dabei sehr humorvoll und authentisch im Dialog vorgetragen.

 

In drei Blöcken erfolgte danach die feierliche Übergabe der Abiturzeugnisse durch Schulleiter Volker Räuber und die jeweiligen Tutorinnen und Tutoren. Einzelne Abiturientinnen und Abiturienten wurden geehrt für hervorragende allgemeine oder fachspezifische Leistungen und für die Stiftung E-Fellows (15) oder für die Studienstiftung des Deutschen Volkes (4) vorgeschlagen. Auch zahlreiche Ehrungen für besonderes Engagement innerhalb der Schule, vorwiegend im Bereich der Musik, wurden vorgenommen.

Eine besondere Wertschätzung sprach Schulleiter Volker Räuber zum Abschluss der Zeugnisvergabe der Studienleiterin Gisela Tenter aus, die dieses Jahr zum letzten Mal einen Abiturjahrgang begleitet hat. Tenter gebühre großes Lob für ihre Kompetenz und die profunde Sachkenntnis in sämtlichen Bereichen der Oberstufenleitung. Ein ganz besonderes Geschenk machte ihr in diesem Jahr ihr eigener Leistungskurs Mathematik mit dem besten Notendurchschnitt von 1,79.

 

Für eine würdige musikalische Umrahmung des Festaktes sorgten das Sinfonieorchester unter der Leitung von Helge Brendel und das Kammerorchester von Marc Ziethen, der im Anschluss der Solistin Josefine Brockmann für ihre jahrelange herausragende Leistung als Violinistin seine besondere Anerkennung aussprach. Der Oberstufenchor von Sebastian Leichtfuß sowie Pascal Edelmann mit einer Klavier-Etüde von Chopin und schließlich der Projektchor unter der Leitung der Abiturientin Pia Aichelmann waren weitere musikalische Höhepunkte dieser sehr stilvollen Abiturfeier.

 

Mit dem Schlusssatz aus Eichendorffs „Taugenichts“ verabschiedete sich das überaus kompetente Moderatorenpaar: „Und es war alles, alles gut!“

 

Im Anschluss lud der Förderverein zum großen Sektempfang ein. Das Jahrgangsfoto auf dem Schulhof durfte natürlich nicht fehlen.  (bol)   (Fotos: Ulla  Föller)

 

 

J. Niesel-Heinrichs (Pressesprecherin)                                                                             V. Räuber (Schulleiter)

 

Bericht über den GO-Abiball 2019:

„Es ist vorbei, es ist vorbei, jetzt sind wir endlich frei“

Unter diesem Lied-Motto feierten die Abiturienten und Abiturientinnen des Gymnasiums Oberursel am Mittwoch, dem 19.06.2019, in der Stadthalle Oberursel einen würdigen Abschied ihrer bestandenen Schulzeit.

 

Der Abiball begann am frühen Abend bei schönem Wetter draußen auf dem Stadthallenplatz mit einem Sektempfang. Anschließend wurden die Gäste in die Stadthalle eingelassen und die diesjährigen Abiturienten ließen draußen bunte Luftballons mit ihren Wünschen in den Oberurseler Himmel steigen.

 

Die Moderatoren Hannah Müller und Antonio Valk begrüßten in der Eröffnungsrede alle Anwesenden und charakterisierten die vergangenen acht Jahre Schule launig als anstrengende Zeit mit viel Lernstress, viel Klausuren-Lernen und täglichen Hausaufgaben, nicht selten gekonnt abgeschrieben.

 

Während anschließend an den festlich geschmückten Tischen gespeist wurde, unterhielt die hauseigene Big-Band des GO, besetzt aus allen Altersstufen, unter der Leitung von Sabine Reinke das Publikum mit ihrem vielfältigen Repertoire. Dabei begeisterten die drei Abiturienten Mai Ahn Tran, Annika Aumüller und Ian Hrubik mit ihrem Gesang die Gäste. Auch spielten die Abiturienten Lilly Goll, Jonas Becker, Yannick Dreifert und Tobias Heinze instrumental in der Big-Band mit. Danach zeigte Sabrina Müller, dass sie die Auszeichnung ihres Jahrgangs für die besten „Dancemoves“ zu Recht bekommen hat. Sie präsentierte zum Song „Seven Rings“ von Ariana Grande auf dem Parkett einen schwungvollen Tanz. Unterstrichen wurde diese Choreographie mit ausdrucksstarken Lichteffekten.

 

Die Zeit zwischen dem Abendessen, den Musikdarbietungen und Tanzrunden der Anwesenden wurde für die „Kursvideos“ der Tutorenkurse, die sich und ihre Arbeit kreativ, vielfältig und auch humorig vorstellten, genutzt. So stellte etwa der Deutsch-LK von Kristin Hertle-Weicht auf der riesigen Leinwand die Dating-Show „Take me out“ mit literarischen Charakteren wie Faust oder Woyzeck nach. Mit dem Kursvideo des Musik-LKs „Highway to Abitur“ wurde es rockig. Die Tutorin Sabine Reinke ließ sich dabei mit einem Foto für die Verbrecherkartei abblitzen.  Der Geschichts-LK von Jens-Oliver Judisch setzte historische Ereignisse unter schauspielerischen Höchstleistungen spektakulär in Szene. Andere Kurse präsentierten einen Querschnitt ihrer gemeinsamen Kurszeit.

 

Die Tutorin des Mathe-LKs Gisela Tenter wurde zur Quizmasterin der Mathe-Show „xy vs. x^y“, bei der auch Schulleiter Volker Räuber auftrat. Viele Lacher gab es zudem für das Video des PoWi-LK, in dem Tutor Norbert Anthes überraschend auf dem Motorrad  zur Schule kam und ein paar Verse rappte.   

 

Diese Videos zeigten, dass die Schüler und Schülerinnen trotz Anstrengung und Lernstress jede Menge Spaß in ihren Tutorenleistungskursen erlebt haben und die Lehrer ihrerseits bereit waren, „über den eigenen Schatten zu springen“ und gerne mit ihren Schülern gelernt und gearbeitet haben.
Dies wurde auch beim Bio-LK von Heike Scholz mehr als deutlich. Unter dem Motto „scHolz“ gab es eine passende Verbildlichung dieses Gefühls zum allseits bekannten Lied „Holz“ von der Band 257ers.

 

Zwischendurch ertönte immer wieder Musik und die Gäste konnten ihr Tanzbein zu modernen oder auch besinnlichen Stücken schwingen. Schnell füllte sich die Tanzfläche mit den stolzen Eltern und Verwandten sowie Freunden der Abiturienten, Lehrern, Mitgliedern der Schulleitung und natürlich den Hauptpersonen. Dazu gehörte auch traditionell die Vater-Tochter- und Mutter-Sohn-Tanzrunde.

 

 

Ian Hrubik & Band begeisterten schließlich die Gäste mit einem stimmungsvollen Programm von Robbie Williams über Udo Jürgens bis hin zu Bob Seger. Dessen Song „Old Time Rock´n Roll“ wurde gespielt zu Ehren der langjährigen Oberstufenleiterin Gisela Tenter, da er als einziges Lied gilt, bei dem sie jemals von den Schülern tanzend gesehen wurde. Auch dieses Mal enttäuschte sie die Abiturienten nicht. Bei der Zugabe kam der Sänger und Gitarrist Ian Hrubik in den Genuss des „Stage divings“, was lautstarken Applaus und Jubel bei den Gästen hervorrief. Dieser Auftritt zählte zu den Highlights des Abends. Für eine stimmungsvolle und getragene Abwechslung sorgte außerdem das Schüler-Lehrer- Duo Yannik Dreifert an der Klarinette und Jens Frowerk am Akkordeon.

 

Zu weiteren Programmpunkten gehörten die „Lehrerehrungen“, bei denen Gisela Tenter und Norbert Anthes als „Lebende Legenden“ ausgezeichnet wurden. Des Weiteren durften sich etwa Christina Jung und Daniel Schuster über die Auszeichnung „Lieblingslehrer“ und Michael Biewer über das Prädikat „Best-dressed“ freuen.

 

Das traditionelle Männerballett mit etwa 50 Beteiligten bildete den bejubelten Schlusspunkt des diesjährigen Abiballs. Die Gäste waren von der Choreographie mit originellen Kostümen und dem Witz der mal mehr, mal weniger bekleideten Abiturienten sehr angetan. In der abschließenden Tanzrunde fand die Feier ein sehr gelungenes Ende. Für die nun ehemaligen Schüler und Schülerinnen des GO ging es anschließend noch zur „After-Ball-Party“ in die Lounge.  (Fabian Noah Medler, E2)   

 

 

 

J. Niesel-Heinrichs (Pressesprecherin)                                                                        V. Räuber (Schulleiter)




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