Gymnasium Oberursel

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Unser Wald braucht Hilfe - Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Oberursel besuchen den Oberurseler Stadtwald

 

Freude an der Natur, aber auch Bestürzung über den Zustand des Waldes prägten den Unterrichtsgang zweier 9. Klassen in den Oberurseler Stadtwald. Nach einem längeren Marsch, praktischen Sinneserfahrungen und dem Versuch, selbst eine Vegetationsaufnahme zu entwerfen, trafen sich die 9 B und die 9 F zusammen mit Biologielehrerinnen Ines Mühlhausen und Heike Scholz am Mittwochvormittag, 11.09. 2019, mit Luis Kriszeleit, Wildtierbiologe und Forstingenieur des Oberurseler Forstes.

Im Schulwald, direkt am Ende des Altenhöferweges könne man schon die Auswirklungen der letzten Dürresommer sehen. Und tatsächlich, die Schülerinnen und Schülern konnten schon gleich zu Beginn riesengroße Stapel geernteten Holzes sowie große Freiflächen entdecken, die noch bis vor kurzem bewaldet waren. „In den nächsten zwei bis drei Jahren wird es keine Fichte mehr in unserem Oberurseler Wald geben und damit auch nicht mehr den Wald, wie wir ihn bisher kennen“, resümiert Luis Kriszeleit. Grund dafür sei der Klimawandel, dem die Fichte noch am Wenigsten trotzen könne. Diese habe man im letzten Jahrhundert allerdings bevorzugt in den heimischen Wäldern angepflanzt, da sie ein schnelles Wachstum und widerstandsfähiges Holz, somit einen großen Ernteertrag garantiert habe. Durch die Trockenheit könne sich der Baum nicht mehr vor dem Borkenkäfer schützen und große Populationen dieses Parasiten hätten jetzt zum schnellen Absterben der Bäume geführt.

Luis Kriszeleit zeigt den Schülerinnen und Schülern befallenes, abgestorbenes Holz mit den Spuren des Borkenkäfers und findet auch noch frisch befallene Bäume, die unter der Rinde die Larven der nächsten Generation Borkenkäfer ausbrüten. Die Jugendlichen des Gymnasiums Oberursel sind neugierig und wollen wissen, welche Konsequenzen dieses Aussterben heimischer Baumarten mit sich bringt und wie man denn nun helfen kann. Neben den betriebswirtschaftlichen Folgen für die Forstbetriebe, die gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern bis hin zu dem Exportgeschäft nach China und den sich in den nächsten Jahren verteuernden Preisen für vielerlei Produkte, erarbeitet werden, machen vor allem die ökologischen Auswirkungen große Sorgen. Noch sei nicht klar, welche Baumarten die heimische Fichte und Buche ersetzen könnten und welche Auswirkungen dies für das Ökosystem Wald habe. Auch gebe es momentan gar nicht genug Jungpflanzen, zum Beispiel der Douglasie, auf dem Markt und ein massenhaftes Neupflanzen sei mit den heutigen Ressourcen nicht zu bewältigen. Auch sei zu berücksichtigen, dass durch diese großen Freiflächen andere abiotische Faktoren auf die Vegetation einwirken würden und ein Anwachsen der Bäume aufgrund der starken Sonneneinstrahlung und der Trockenheit sowie durch den Fraß durch Rehe schwierig sei.

Der Wald bietet nicht nur Heimat für viele Tier- und Pflanzenarten, sondern ist auch wichtig für die Luftfilterung und Temperaturregulierung. Der Wald stellt einen wichtigen Erholungsraum dar und ist es wert geschützt zu werden. Dafür würden die Schülerinnen und Schüler auch bei einer Pflanzaktion mitmachen – da war man sich einig. (slz)

 

H. Scholz  (Pressebeauftragte)                                                         V. Räuber (Schulleiter)




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