Gymnasium Oberursel

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„Kirche heute - Was würde Jesus dazu sagen?“

 

Der katholischer Religionskurs der Klassen 7f und 7g des Gymnasiums Oberursel von Religionslehrerein Bettina Winter hat einen alternativen Gottesdienst vorbereitet. Dieser fand am 03.07.2022 um 11.00 Uhr in der Liebfrauenkirche in Oberursel statt. Unter dem Thema „Kirche heute - Was würde Jesus dazu sagen?“ hatten sich die Jugendlichen Gedanken zum aktuellen Auftreten der katholischen Kirche und zur Form der heutigen Gottesdienste gemacht.

 

Im Unterricht hatten sich die Schülerinnen und Schüler mit der Reich Gottes Botschaft und dem Leben in den frühen christlichen Gemeinden beschäftigt. Dabei war den Jugendlichen aufgefallen, dass die katholische Kirche heute, so wie sie wahrgenommen wird, gar nicht mehr zu dem passt, wie es dem ursprünglichen Geist Jesu und dem Leben und den Gottesdienstfeiern in den Urgemeinden entspricht.

 

Deshalb führten sie eine Talkshow auf, bei der Vertreterinnen und Vertreter der Urgemeinden, der heutigen Gemeinden und als Stargast Jesus zu Wort kamen. Äußerst kritisch zeigten die Schülerinnen und Schüler, dass in den ersten Gemeinden Frauen als gleichberechtigte Gastgeberinnen und Presbyterinnen bei den Gottesdiensten tätig waren. Jesus zeigte sich zudem entsetzt über die vielen Missbrauchsfälle und den unangebrachten Umgang damit von priesterlicher, bischöflicher und päpstlicher Seite aus. Er erinnerte den Klerus an das 2., 8. und 10. Gebot, die in krassem Widerspruch zum Handeln der kirchlich verantwortlichen Täter und Vertuscher stünden.

Immer wieder zeigten die Gottesdienstbesuchenden mit Zwischenapplaus, dass sie die Ansichten der Jugendlichen teilten.

 

Im Anschluss an die Talkshow bekamen alle Anwesenden die Möglichkeit, ihre Wünsche an die Pfarrgemeinde St. Ursula für eine Erneuerung der Kirche auf bereitliegende Zettel zu schreiben. Die umgewidmete Kopierpapier-Box mit allen Ergebnissen wurde von den Schülerinnen und Schülern am 07.07.2022 in der Schule an Katrin Gallegos-Sanchez als Vertreterin der Gemeinde St. Ursula übergeben.

 

Auch mit ihren Fürbitten zeigten die Jugendlichen, um was sie sich alles Gedanken machten. So baten sie beispielsweise auch für die vielen Opfer der Kriege auf der Welt, um gute Ernten, damit niemand hungern müsse und für alle Kranken und Enttäuschten.

Den Abschluss des Gottesdienstes bildete das gemeinsame Brechen von Brot und das Vaterunser.

 

Die katholische Pfarrei St. Ursula in Oberursel und Steinbach hat letztes Jahr eine neue Gottesdienstordnung entwickelt, die seit Februar 2022 umgesetzt wird und die die Möglichkeit für solch alternative und innovative Gottesdienste bietet. Die Resonanz bei den Besucherinnen und Besuchern auf den Gottesdienst der Jugendlichen war äußerst positiv. So zeigte sich beispielsweise Peter Grüner sehr beeindruckt, dass bereits 13-Jährige kritisch den Finger in die Wunden legen, die die Kirche heute so deutlich aufweist. „Das sollte uns zu denken geben und zeigt, dass es schon mehr als fünf vor zwölf für Reformen ist“, so Grüner. (jun)

 

 

Christina Jung                                                                                                                  Marietta Grandemange

(Pressesprecherin)                                                                                                            (Schulleiterin)

 




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