Gymnasium Oberursel

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Kleinliche Erbsenzähler gesucht – NaWi-Tag am Gymnasium Oberursel

 

Im neuen Format fand am Dienstag, 19.05.2026, in der Aula der jährliche NaWi-Tag am Gymnasiums Oberursel unter dem Motto „Erfinden, Konstruieren, Präsentieren“ statt. Das Thema der diesjährigen GO-NaWi-Challenge lautete „Baut den kleinlichsten Erbsenzähler“.  36 junge Erfinderinnen und Erfinder traten in 14 Teams mit den unterschiedlichsten Konstruktionen gegeneinander an. Die Jury, bestehend aus Christina Klose, Luisa Zimmermann, Carsten Bär und Martin Koppmann wurde unterstützt von den beiden GO-Supporterinnen Marie Krick und Linda Ratz (beide 10h). Bewertet wurde in diesem Jahr in den Kategorien „Kreativität/Design“, „Technik/Komplexität“ und „Präzision“. Der Arbeitskreis „Mathematisch-naturwissenschaftliches Profil“, bestehend aus Anja Katholing, Christina Klose, Luisa Zimmermann, Carsten Bär und Martin Koppmann, hatte die Veranstaltung organisiert.

 

Neu war dieses Mal, dass die Teams der Jahrgangsstufe 5 in den ersten beiden Schulstunden ihre Erbsenzähler präsentierten und vorführten und in der dritten und vierten Stunde dann die Jahrgangsstufen sechs und sieben. Die Teams erhielten für den Funktionstest von der Jury vorbereitete Schalen mit zuvor genau abgezählten Erbsen, deren möglichst exakte Anzahl es mittels der Konstruktionen zu ermitteln galt. Es zeigte sich dabei, dass Erbsen Naturprodukte sind, deren Größe und Form natürlichen Schwankungen unterliegt. Daher funktionierten einige der Erbsenzähler nicht wie zu Hause gedacht und erprobt, so dass es mehrere Versuche brauchte, die aber genehmigt wurden.

 

Die mit viel Liebe und Detailliertheit konstruierten „Maschinen“ trugen fantasievolle Namen, wie zum Beispiel „Erbsomat 2.0“, „Erbsencounter 3000“, „Haus der Kichererbsen“ oder „Erbsenzähler 3001“. Eine Konstruktion war an das Märchen „Die Prinzessin auf der Erbse“ angelehnt. Ein Erbsenzähler war im Rahmen der Mechatronik-AG des GO entwickelt worden, ein anderer reagierte auf Vibration und ließ aus einem extra im 3D-Drucker entstandenen Bauteil die Erbsen einzeln dosiert in eine Zählvorrichtung fallen. Besonderes Interesse erzielte bei Carsten Bär ein Erbsenzähler, bei dem die durch eine Lichtschranke kullernden Erbsen einen elektronischen Impuls auslösten, durch den ein einfacher Taschenrechner, der mit dem Gerät verlötet war, immer plus Eins addierte. Leider ging bei der Vorführung ein Kontakt kaputt, so dass die Jury das Funktionieren der Maschine nur über ein Handy-Video sehen konnte.

 

Nach der Jury-Beratung in der fünften und sechsten Stunde hatten die Eltern, Mitschülerinnen und Mitschüler sowie das GO-Kollegium die Gelegenheit, sich die Konstruktionen noch einmal vorführen und erklären zu lassen, bevor die Siegerehrung begann.

 

Zunächst begrüßte Timo Vogt, Leiter des Fachbereichs III am GO, die Anwesenden und überbrachte Grüße von Schulleiter Philipp Schefzyk, der es bedauere, nicht persönlich anwesend sein zu können. Außerdem dankte er den allen teilnehmenden Schülerinnen und Schülern, den beteiligten Lehrkräften sowie den beiden GO-Supporterinnen für die gelungene Veranstaltung. Timo Vogt versprach, mit dem Organisationsteam nach den Gründen zu suchen, warum von den ursprünglich 25 angemeldeten Teams tatsächlich nur die 14 erschienenen angetreten waren, was er etwas bedauere. Zugleich sprach er den Anwesenden in Lob aus, dass sie nicht aufgegeben und sich der Herausforderung gestellt hätten.

 

Carsten Bär erläuterte zu Beginn der Preisverleihung zunächst die Entstehung des Begriffs „Erbsenzähler“, der wohl auf den Reiseführererfinder Karl Baedeker zurückgehe. Dieser habe in Mailand die Turmstufen des Doms zählen wollen und sich dafür bei jeder zehnten Stufe eine Erbse aus der Hosentasche in die Jacke gesteckt. So habe er, oben angekommen, die Anzahl schnell errechnen können. Später sei der Begriff dann mit „geizig“ und „kleinlich“ negativ konnotiert worden, aber genau das sei in der Challenge gefragt gewesen.

 

In der Kategorie „Kreativität/Design“ erzielten Marelie Peters, Liah Průša sowie zwei weitere Mädchen aus der Klasse 5f den ersten Platz, gefolgt von Klara Baars und Nina Bauer aus der 5e. Amilia Rometzki (5c) sowie drei Jungen aus derselben Klasse kamen auf den 3. Platz.

In der Kategorie „Technik/Komplexität“ siegten Hemma Salm-Reifferscheidt (7a) und Clara Wiegelmann (7a), die für die erkrankte Ella Schreiber (7e) eingesprungen war. Einen zweiten 1. Platz gab es für Joshua Bastian, Frida Bellmann und Nils Runtemund (alle 7d). Anna Deveaux, Ava Quin Emmens, Yujin Jeon (alle 7c) und Vicky Schlag (7b) kamen auf den 2. Platz.

In der Kategorie „Präzision“ gab es ebenfalls zwei 1. Plätze, den einen gewann Louisa, der andere wurde Julius Noll und Jonas Schambach (beide 6c) zuerkannt. Emma Röder (6c) und eine Mitschülerin erreichten den 2. Platz.

 

Auch drei Sonderpreise wurden am Ende wieder ausgelobt. Juna Saswito und drei ihrer Mitschülerinnen aus der Klasse 5d erhielten den Sonderpreis „Beste Präsentation“. Der Sonderpreis „Kult-Technik“ wurde zwei Schülern aus der Klass 5g zugesprochen. Den Sonderpreis „Programmierung“ erhielten Elyas Möller, Jonathan Nebel und Till Weberschock (alle 5g).

 

Im Anschluss an die Preisvergabe lud Carsten Bär die Anwesenden zum Besuch der Präsentationen der Mechatronik-AG und der Drohnenflug-AG im Untergeschoss der Rotunde ein. (jun)

 

G

Christina Jung                                                                                                                  Philipp Schefzyk

(Pressebeauftragte)                                                                                                          (Schulleiter)




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