„Weil.“ – Autor Martin Muser liest am GO aus seinem Jugendroman
Am Montag, 16.03.2026, fanden in der Rotunde des Gymnasiums Oberursel wegen der Größe des Jahrgangszwei Lesungen des Kinder- und Jugendbuchautors Martin Muser für alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe zehn statt. Muser las aus seinem Jugendroman „Weil.“ und ging dabei mit Emily Pathippallil, Aras Akopians, Felix Albin und Max Decken sowie dem Publikum in ein Gespräch über sein Werk. Dr. Diana Tappen-Scheuermann hatte die Veranstaltung organisiert, die vom Kultur- und Sportförderverein Oberursel (KSfO) unterstützt wurde.
Martin Musers Jugendroman „Weil.“ erzählt, was passiert, wenn sich unberechenbare Gewalt ihren Weg in den Alltag bahnt und was mit Menschen geschehen kann, die dieser ausgeliefert sind.
Die Handlung beginnt damit, dass die fünf angehenden Abiturientinnen und Abiturienten Knut, Esther, Philipp, Selin und Manuel auf dem Weg ins Wochenendhaus von Esthers Familie sind, um dort gemeinsam für die anstehende Ethik-Prüfung zu lernen. Unterwegs nehmen sie zunächst den Anhalter Liam mit, den sie aber wegen rassistischer und sexistischer Bemerkungen an einer Tankstelle zurücklassen und dessen Tasche sie kurz darauf während der Weiterfahrt einfach auf die Straße werfen. Wenig später dringt Liam mit seinem Bruder Henk und dessen Freund Arne in das Wochenendhaus ein, konfrontiert die jungen Erwachsenen mit ihrer Tat und beginnt, sie zu terrorisieren.
Muser las insgesamt drei Passagen „Weil.“ und ließ seine Figuren dabei lebendig werden. Die Ambivalenz der handelnden Figuren, auf die auch der Romantitel verweist, wurde mit dem Publikum diskutiert, dem es dementsprechend schwerfiel, sich zu positionieren. Ihm sei dieses Schwanken und Lavieren wichtiger als eine Leserlenkung, so der Autor. Seine Geschichten sollen keinen appellativen oder erzieherischen Charakter haben, erläuterte Muser, da dieser sie sonst einschränken und „plattdrücken“ würde. Denn welche einfache Antwort kann es schon auf die Frage geben, wie man in schwierigen Zeiten Widerstand leisten soll?
Martin Muser, der eigentlich von Beruf Drehbuchautor ist und in Berlin wohnt, hatte das Script zu seinem Jugendroman einige Jahre in der Schublade liegen, da er es eigentlich als Independent Film umsetzen wollte. Durch den Vorschlag einer seiner beiden Töchter und seine Anstellung beim Carlsen-Verlag wurde daraus dann schließlich sein Jugendroman.
Bei der Wahl der Namen seiner Figuren habe er darauf geachtet, dass sie zeitlos und nicht programmatisch seien. Genauso habe er die Charaktere nicht bewusst sympathisch oder unsympathisch konzipiert, sondern sie hätten sich während des längeren Schreibprozesses entwickelt und verselbständigt, erläuterte Muser auf die Fragen aus der Schülerschaft. Nach der Fertigstellung sei er aber froh gewesen, aus diesem düsteren Universum wieder herauszutreten.
Die Schülerinnen und Schüler bedankten sich nach den Lesungen mit Applaus bei Martin Muser, den moderierenden Schülerinnen und Schülern und Dr. Diana Tappen-Scheuermann. (jun)
Termine
Fahrtenausschuss
Hoffest-AK
Musik-LK Q4 Abschiedsabend
Känguru-Wettbewerb
Zentraler Nachschreibtermin
WB-Woche (13.)
Fachtag Deutsch
Ende Q4 und Zeugnisausgabe
Osterferien Hessen 2026
Karfreitag